Was ist Sicherheitskultur?
Eine Sicherheitskultur ist eine reihe von Angewohnheiten, die von einer Gruppe geteilt wird. eine Sicherheitskultur ist so entworfen, dass sie für menschen, die vom Staat verfolgt werden könnten, das Risiko senkt geschnappt zu werden.
Eine Sicherheitskultur zu haben, spart den Aufwand immer wieder bei Null anzufangen um Sicherheitsmaßnahmen auszuarbeiten. Sie kann helfen Paranoia entgegenzuwirken und in stressigen Situationen Panik zu vermeiden und sie kann euch Zeit im Knast ersparen. Der Unterschied zwischen Protokoll und Kultur ist, dass eine Kultur unbewusst und instinktiv wird, und somit irgendwann ohne Mühe umsetzbar ist. Sobald das nach Möglichkeit sicherste Verhalten in den Kreisen, in denen du dich bewegst, Gewohnheit geworden ist, kannst du weniger Zeit und Energie darauf verwenden, seine Wichtigkeit zu betonen, mit den Konsequenzen davon fertig zu werden nicht genug Sicherheitsmaßnahmen ergriffen zu haben oder dir Sorgen darüber zu machen in welcher Gefahr du dich befindest, da du weißt, dass du bereits alles in deiner Macht stehende für deine Sicherheit getan hast. Wenn du es dir angewöhnt hast keine sensiblen Informationen über dich preiszugeben, kannst du mit Fremden zusammenarbeiten, ohne dir Sorgen darüber machen zu müssen, ob sie Informant*innen sind oder nicht; wenn alle wissen, worüber am Telefon nicht gesprochen wird, können Behörden die Verbindung anzapfen soviel sie wollen, ohne dass es ihnen etwas bringt.
Das Zentrale Prinzip jeder Sicherheitskultur - der teil, der nie genug betont werden kann - ist, dass keine Person je Informationen bekommt, die er*sie nicht wissen muss.
Je höher die Anzahl der Menschen, die etwas wissen, was andere Leute oder Gruppen gefährden kann – sei diese Info die Identität einer Person, die an einer illegalen Tat teilnimmt, der Ort eines privaten Treffens oder der Plan für eine zukünftige Aktion – desto höher ist das Risiko, dass diese Information in falsche Hände gerät. Solche Informationen mit Leuten zu teilen, die sie nicht wissen müssen, tut ihnen genauso wenig einen Gefallen, wie den Menschen, die dadurch gefährdet werden: es bringt sie in die unangenehme Situation in der Lage zu sein, die Leben anderer Menschen durch einen einzigen Fehler zu versauen. Wenn sie zum Beispiel verhört würden, hätten sie etwas zu verbergen, anstatt sich ehrlich auf Unwissenheit berufen zu können.
Nichts fragen, nichts sagen.
Bitte andere nicht geheime Informationen mit dir zu teilen, wenn sie dich nichts angehen. Gib nicht mit illegalen Dingen an, die du oder andere getan haben und erwähne keine Aktionen, die in der Zukunft passieren können oder werden. Erwähne nicht einmal das Interesse einer Person an solchen Aktivitäten beteiligt zu sein. Sei immer aufmerksam wenn du sprichst und mache keine unbedachten Anspielungen.
Du darfst immer, allen gegenüber zu allem Nein sagen.
Beantworte keine Fragen, die du nicht beantworten willst – nicht nur Polizist*innen, sondern auch anderen Aktivist*innen und sogar engen Freund*innen gegenüber: wenn du dich nicht sicher damit fühlst etwas wei- terzusagen, lass es. Das bedeutet auch, dass es für dich ok sein muss, wenn andere deine Fragen nicht beantworten möchten, ein Gespräch lieber für sich behalten oder dich bitten, nicht Teil eines Treffens oder Projekts zu sein. Du solltest dies nicht persönlich nehmen – es ist zum Besten von allen, dass sie sich so verhalten können. Ebenso solltest du nie an Projekten teilnehmen, zu denen du kein gutes Gefühl hast oder mit Menschen zusammenarbeiten, mit denen du dich nicht wohlfühlst. Ignoriere niemals dein Bauchgefühl. Falls etwas schief geht und du Schwierigkeiten bekommst, möchtest du deine Entscheidungen lieber nicht bereuen. Es ist deine Verantwortung dich von niemandem dazu überreden zu lassen, ein Risiko einzugehen.
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