Security Culture gegenüber Repressionsorganen
Liefer niemals deine Freund*innen aus!
Wenn du geschnappt wurdest, gib niemals Informationen preis, die irgendwen gefährden könnten. Eine Empfehlung ist, dass alle Mitglieder einer Aktionsgruppe hierzu einen expliziten Schwur schwören. So wissen alle, welche Verpflichtungen sie den anderen gegenüber eingegangen sind, falls der schlimmste Fall eintritt und Druck es schwierig macht, dazwischen zu unterscheiden, wenige ungefährliche Details preiszugeben oder die Gruppe komplett zu verraten.
Wir wIssen, dass sIe es waren. Machen sIe es sich selbst leIchter. Wer hat Ihnen geholfen?
Macht es nicht zu leicht herauszufinden, was ihr vorhabt.
Seid nicht zu berechenbar hinsichtlich der Methoden, die ihr nutzt oder der Ziele, die ihr auswählt oder der Zeit und dem Ort, an denen ihr euch trefft, um Pläne zu diskutieren. Seid nicht zu sichtbar in den öffentlichen Teilen des Kampfes, in dessen Rahmen eure direkten Aktionen stattfinden. Lasst eure Namen nicht auf Mailinglisten oder in den Medien auftauchen und vermeidet gegebenenfalls jeglichen Kontakt zu öffentlichen Organisationen und Kampagnen. Wenn ihr mit einigen Gefährt*innen in wirklich ernsthaften, klandestinen Aktivitäten involviert seid, solltet ihr euch überlegen euren Kontakt in der Öffentlichkeit einzuschränken, oder euch gar ganz aus dem Weg zu gehen. Die Polizei kann leicht Zugang zu den Nummern kriegen, die von deinem Telefon gewählt wurden und solche Listen dazu verwenden Verbindungen zwischen Individuen herzustellen. Das Gleiche gilt für Emails und alle anderen digitalen Interaktionen, vor allem für Facebook.
Kreditkartennutzung, Handytelefonate, usw. hinterlassen Hinweise auf deine Bewegungen, Käufe und Kontakte. Pass auf, was dein Müll über dich preisgibt – Zecken sind nicht die einzigen, die Containern gehen - auch Cops tun das. Behalte alle belastenden schriftlichen Dokumente und Fotos im Blick. Bewahre sie alle am gleichen Ort auf und zerstöre sie, sobald du sie nicht mehr brauchst. Je weniger es davon von vornherein gibt, desto besser. Gewöhne dir an dein Gedächtnis zu benutzen. Gehe davon aus, dass jede Nutzung deines Telefons und deines Computers eine Spur hinterlässt.
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