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Moderationsstile

Sagen, wo es lang geht und hart durchgreifen oder sich von der Gruppe leiten lassen und zurückhaltend unterstützen. Beide Wege haben Vor- und Nachteile. Meist hängt es von der Gruppe ab, welcher Stil sich besser eignet. Aber auch situationsbedingt können unterschiedliche Stile einen Prozess unterstützen oder hemmen. Große Gruppen brauchen meist mehr Kontrolle. Teilnehmende mit Erfahrung in Gruppenprozessen sind oft selbstständiger und wünschen sich Freiräume. In der Theorie lassen sich zwei Richtungen unterscheiden - direktive und non-direktive Moderation. In der Praxis bewegt ihr euch immer dazwischen.

Direktive Moderation
Die Moderation gibt klare Vorgaben. Sie bestimmt die Methoden und setzt den Zeitplan strikt durch.

VORTEILE:
• Gibt klaren Rahmen vor
• Die Kontrolle liegt bei der Moderation
• Diskussionen und Arbeitsphasen bleiben zielorientiert
• Klare Vorgaben geben ein Gefühl von Sicherheit

NACHTEILE:
• Orientiert sich weniger an den Bedürfnissen der Teilnehmenden
• Ist weniger flexibel
• Arbeitsrhythmus der Teilnehmenden wird nicht berücksichtigt; produktive Arbeitsphasen werden ggf. unterbrochen
• Starke Autorität der Moderation kann demotivierend wirken / Widerstände in der Gruppe hervorrufen

Non-direktive Moderation
Der Prozess orientiert sich an der Gruppe. Die Moderation gibt nur wenig Input.

VORTEILE:
• Prozessorientiert und flexibel
• Die Kontrolle liegt bei den Teilnehmenden
• eingehen auf individuelle Bedürfnisse ist möglich
• Bietet Zeit für Prozesse
• Potentiale, Wissen und Erfahrungen werden gefordert
• Eigenverantwortung fördert die Motivation

NACHTEILE:
• Weniger zielorientiert
• Weniger klare Struktur
• Die Teilnehmenden wissen evtl. nicht, was sie machen sollen
• Manche Menschen sind von eigenverantwortlichem Arbeiten überfordert
• Diskussionen können ausufern
• Redegewandte, dominante Teilnehmende setzen sich und ihre Inhalte leichter durch