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Methoden für den Anfang und das Ende

Treffen und Workshops können in der Qualität leiden, wenn Teilnehmer_innen nicht das Gefühl
haben, dass sie eine Beziehung zueinander aufgebaut haben oder wenn sie zu abrupt enden –
also keinen Abschluss haben. Die folgenden Methoden sind gut für Anfänge und Abschlüsse zu
gebrauchen, können aber auch an anderen Stellen passen.

Persönliches Vorstellen

30 Sekunden – 1 Minute pro Person; 3 – 20 Leute
Jede Person sagt ihren Namen, wo sie herkommt und noch einen Fakt über sich.
Dieser dritte Fakt kann frei gewählt werden oder die Moderator_in macht einen Vorschlag, zum Beispiel
das Lieblingsessen, warum sie zum Treffen gekommen sind, irgendetwas Schönes, das letzte Woche
passiert ist.

Sich in Zweier Gruppen vorstellen

10 – 20 Minuten; 10 – 30 Leute
Bitte die Teilnehmer_innen sich zu zweit zusammen zu tun mit Menschen, die sie noch nicht
oder nicht so gut kennen. Eine Person interviewt die andere für drei Minuten, dann wird getauscht.
Fragen können sein: warum ist die Person da, was erwartet sie und was hofft sie zu lernen, zu erreichen,
mitzunehmen während der Veranstaltung. Wenn die ganze Gruppe zusammenkommt stellt jede Person
die von ihr interviewte vor, mit den Details, an die sie sich erinnert. Die Moderator_in kann auch
bestimmte Themen für das Interview vorschlagen.

Namensspiele

5 – 15 Minuten; 10 – 30 Leute
Es gibt sehr viele Spiele, die helfen, sich an die Namen der anderen zu erinnern. Dies ist eines unsererLieblingsspiele: Die Gruppe steht in einem Kreis und alle gucken sich an. Jede_r muss sich ein Verb (Tuwort) ausdenken das mit dem gleichen Buchstaben anfängt wie ihr Name. Zuerst mach eine Runde in der sich alle vorstellen, also zum Beispiel „Holgerhüpft“. Wenn alle durch sind, werfe einen (realen oder vorgestellten) Ball, während du ihren Namen sagst und das Verb ausführst (also „Holger“ sagend, und währenddessen hüpfen wenn der Ball Holger zugeworfen wird). Der hüpfende Holger wirft dann den Ball zum Beispiel zur lachenden Larissa,
während sie lacht. In großen Gruppen kann es auch mehrere Bälle geben, damit keine Langweile entsteht.

Menschenkarte

5 – 10 Minuten; 5 – 40 Leute
Lass eine menschliche Karte entstehen, um dazustellen, wo Menschen
herkommen. Zeige oder schreibe, auf wo Norden, Osten, Süden, Westen ist und
bitte die Teilnehmer_innen sich entsprechend ihrer Herkunft aufzustellen. Frag
die Leute, die am weitesten voneinander entfernt stehen, wo sie herkommen,
dann mach weiter mit jeder Gruppe von Menschen. Eine andere Variation ist, zu fragen, wo Leute gerne
Leben wollen, wo sie in den Urlaub fahren wollen oder wo sie die längste Zeit ihres Lebens verbracht
haben usw.

Etwas Aufregendes miteinander teilen

30 Sekunden – 2 Minuten pro Person; 3 – 20 Leute
Die Teilnehmer_innen teilen sich etwas Aufregendes mit, das ihnen in letzter Zeit passiert ist. Zum
Beispiel „Ich hab die ersten Erbsen dieses Jahr geerntet“, „meine Freundin aus Italien war zu Besuch“,
„Ich habe eine neue, voll gute Lohnarbeit“. Dies bringt viel positive Energie in den Raum fürs Treffen
und bringt die Menschen näher zueinander. Es kann auch als Einstieg genutzt werden, wenn die
Menschen sich schon kennen. Stelle sicher, dass die Leute sich kurz halten und halte sie von
Kommentaren oder Fragen ab. Verwechsele etwas Aufregendes miteinander teilen nicht mit
Ankündigungen.

Emotions-Runde

bis zu 1 Minute pro Person; 3 – 30 Leute
Bitte die Leute in sich hinein zu gucken wie sie sich
fühlen. Dann mach eine Runde, in der die Leute in
einigen Wörtern oder Sätzen beschreiben, wie sie sich
gerade fühlen. Zum Beispiel: gespannt, unruhig, müde, aufgeregt. Dies gibt
der Gruppe und der Moderator_in die Möglichkeit sich aufeinander
einzustellen. Wenn die Leute müde sind, kannst du einen Wupp/ Energizer/ ein
Spiel spielen und die Fenster öffnen. Eine „Emo-Runde“ kann am Anfang und am
Ende eines Workshops stattfinden, um zu sehen, wie sich die Gefühle verändert
haben.

Im Raum ankommen

bis zu 5 Minuten pro Person; 3 – 15 Leute
Alle sitzen im Kreis, so dass sie sich sehen und hören können. Bitte jede Person nacheinander Bedenken,
Sorgen, Ablenkungen, was eine_n sonst noch so gerade beschäftigt zu teilen. Zum Beispiel: „Ich hab ein
Referat morgen und ich bin aufgeregt“, „Meine Tochter hat gestern ein Baby bekommen und es ist mein
erstes Enkelkind“. Bitte die anderen ihre volle Aufmerksamkeit der Sprecher_in zu geben. Als
Moderator_in kannst du die Person, wenn sie nicht weiterkommt, mit Fragen unterstützen wie „Gibt es
irgendetwas, was du tun möchtest?“ oder „Gibt es noch was, das du dazu sagen möchtest?“ Diese
Methode ist passend, wenn sich die Gruppe gut kennt und eng zusammen arbeitet, sowie wenn es viel
Vertrauen innerhalb der Gruppe gibt.

Persönlicher Gegenstand

1 – 2 Minuten pro Person; 5 – 20 Leute
Sitze im Kreis um ein großes Stück Papier. Bitte jede Person einen persönlichen
Gegenstand aus ihrer Hosentasche oder Tasche zu nehmen – irgendetwas das
ihnen etwas bedeutet – und lass es sie auf dem Blatt Papier mit einem Stift
umranden. Wenn es umrandet ist, kann der Gegenstand wieder weggepackt
werden. Nacheinander kann sich jede_r eine Umrandung aussuchen. Die Person, von der die
Umrandung ist erklärt, was das für ein Gegenstand ist und warum ihr der Gegenstand etwas bedeutet.

Workshop Geschenke

10 – 15 Minuten; 5 – 20 Leute.
Ein nachdenkliches und lustiges Spiel, dass für den Abschluss eines Workshops genutzt werden kann.
Jede_r bekommt eine Karte mit einem „Geschenk“, das drauf geschrieben ist. Alle nacheinander erklären
dann, was sie mit dem Geschenk machen werden. Beispiele für die Geschenke können sein: ein
Apfelbaum dessen Früchte die Kraft haben, jedem einen Wunsch zu erfüllen, die sie essen, ein leerer
Zug, der überall in die Welt reisen kann oder ein Umhang der die Träger_in unsichtbar macht.

Einen Brief an sich selber schreiben

5 – 20 Minuten; keine Teilnehmer_innen Begrenzung
Dies klingt vielleicht etwas komisch, ist aber eine schöne Möglichkeit für alle
darüber nachzudenken, was sie im Workshop gelernt haben, was für
Veränderungen sie vielleicht machen werden oder was nächste Schritte in ihrem
Leben oder auf der Arbeit auf Grund des Workshops sein werden. Gib allen etwas Papier, einen
Briefumschlag und einen Stift und bitte sie, einen Brief an sich selber zu schreiben. Lass sie ihren Brief
in den Umschlag tun und ihre Adresse drauf schreiben. Sammle die Briefumschläge ein und erkläre,
dass du sie nicht öffnen wirst, sondern in ein paar Wochen oder in ein paar Monaten an die
Teilnehmer_innen schicken wirst. Denn wir nehmen uns oft etwas vor, was wir dann nicht schaffen.
Unser eigener Brief könnte dann einfach die Erinnerung sein, die wir brauchen.

Menschen Bingo

10 – 20 Minuten; 5 – 40 Leute
Eine flexible und sanfte Methode, das Eis in Gruppen zu brechen. Schreibe eine Reihe Fragen auf, von
denen du willst, dass jede Person die Antworten von den anderen Leuten der Gruppe findet. Die Fragen
können zu der Veranstaltung passen, z.B. „Was für Qualitäten hast du, die dich zu einer guten Trainer_in
machen?“ oder allgemein „Wie geht es dir heute?“. Es ist hilfreich, wenn alle die Fragen auf einem Blatt
Papier haben, um sie mit sich herum zu tragen und um die Antworten einzufügen, während sie die Leute
fragen. Wenn jemand Antworten zu allen Fragen hat, ruft die Person „Bingo“ und das Spiel ist zu Ende.
Bei zehn Fragen wird die Gruppe gut durchgemischt und es wird viel Information ausgetauscht.