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Zentrale Moderationsmethoden

Gruppenvereinbarung

5min – 1h, jede Anzahl von Leuten
Es kann hilfreich sein, Treffen oder Workshops mit dem Aushandeln einer Gruppenvereinbarung anzufangen. Das Ziel der Gruppenvereinbarung ist es, einen sicheren und respektvollen Raum zu schaffen, in dem Leute produktiv miteinander arbeiten können. In der Regel ist die Gruppenvereinbarung eine Reihe von Aussagen, die die Art und Weise wie miteinander gearbeitet und umgegangen wird beschreiben.

Oft kommen darin Sätze vor wie:
„Respektiere die Meinung anderer“
„gib jede_r die gleiche Chance zu sprechen“ (das könnte auch genauer formuliert sein: „kein Unterbrechen“ zum Beispiel)
„Vertraulichkeit“
„Handys aus oder auf stumm“.

Die Hauptsache einer Gruppenvereinbarung ist, wie der Name schon sagt, dass sie von der Gruppe gemeinsam vereinbart wird. Vereinbarungen können einer Gruppe vorgeschlagen, aber nicht für sie bestimmt werden.
Wie notwendig und sinnvoll Gruppenvereinbarungen sind, ist in der Trainer_innenszene umstritten. Eine andere Möglichkeit ist, die Bedürfnisse abzufragen: „Was brauchst du, um an diesem Treffen/ Workshop teilnehmen zu können? Was hindert dich daran, aktiv teilzunehmen?“ 
Aus der zweiten Fragen können ggf. konkrete Vereinbarungen getroffen werden. Mehr Infos dazu auf www.seedsforchange.org.uk
„Group agreements for Workshops and Meetings“. 

Aktive Zustimmung ist ein nützlicher Zusatz zu einer Gruppenvereinbarung. Das heißt, dass die Gruppe vereinbart, aktiv ihre Meinung zu bekunden, wenn es etwas zu klären gibt. So kannst du erwarten, eine klare Antwort zu erhalten, wenn du der Gruppe eine Frage stellst. Wenn du zum Beispiel fühlst, dass die Gruppe gerade müde ist, könntest du fragen, ob sie eine Pause wollen oder noch mit dem nächsten Tagesordnungspunkt (TOP) weiter machen wollen. Was tust du, wenn keine_r was sagt und alle auf die Füße starren?
Aktive Zustimmung ist eine Möglichkeit damit umzugehen.
„Stummer Applaus“ kann genutzt werden, um aktive Zustimmung zu zeigen, bzw. abzufragen. 2
Wenn es kaum aktive Zustimmung gibt, kann dies auch der Gruppe gespiegelt werden und die Gruppe gefragt werden, was sie braucht: „Ich sehe gerade nur drei Leute, die ihre Meinung bekunden. Was ist los? Was braucht ihr?“