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Grundlegendes

Reichling ist ein 1.700 Einwohner*innen Ort im Landkreis Landsberg am Lech in der Nähe des Ammersees im Süden von Bayern. Der kanadische Konzern MCF Energy will dort nach Erdgas bohren. Zudem plant die Firma weitere 9 weitere Gasbohrungen in der Nähe.

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Der kanadische Konzern MCF Energy hat sich in den letzten Jahren Abbaurechte für zwei große Gebiete (ca. 100 km²) zwischen Lech und Ammersee zur Förderung von fossilem Erdgas gesichert (insgesamt ca. 10 potenzielle Bohrvorhaben). Die Bohrung in Reichling ist die erste. Das unter Reichling befindliche Gasfeld alleine könnte zwischen 300 und 500 Millionen m³ Gas enthalten. Damit entspricht die potenziell gesamte, bis 2040 geförderte Erdgas-Menge nur ca. 4 Prozent des momentanen jährlichen Erdgasverbrauchs von Bayern. Das Gas in Reichling reicht Bayern nur für knapp 2 Wochen (in ganz Deutschland würde die Menge nur für 2 Tage reichen).

Rechtliches und Ablauf

Für das Erdgasfeld in Reichling wurde die Probebohrung genehmigt. Die Förderung hat MCF Energy noch nicht beantragt (deshalb wurde darüber auch noch nicht entschieden). Gegen die Förderung können die NGOs klagen, gegen die Probebohrung ging das nicht. Allerdings wird der Bohrturm nur einmal (im August/September 2025) für die Probebohrung aufgebaut, für die Förderung nicht mehr.

Aiwanger behauptet gerne, er könnte rechtlich nichts gegen die Erdgasbohrung tun. Das stimmt so nicht, wie ein Rechtsgutachten von Greenpeace und dem BUND Naturschutz zeigt.