# Methoden die Beteiligung und Diskussion unterstützen

Viele dieser Methoden helfen, ein Treffen zu einen sicheren Ort für die leisen Stimmen werden zu  
lassen. Sie können auch genutzt werden, um gemeinsam Gruppendynamik zu beobachten. Bereits  
beschriebene Methoden sind hierbei auch hilfreich, zum Beispiel Gruppenvereinbarung und Runden.

#### Themenspeicher / -schatzkammer oder Parkplatz  


**1 – 2 Minute, um es vorzubereiten; unbegrenzt viele Leute.**  
Der Themenspeicher stellt sicher, dass alle Ideen festgehalten werden und alle Teilnehmer\_innen gehört  
werden können. Was auch immer als Idee, Frage oder Überlegung zur Sprache kommt, aber gerade  
nicht zur Diskussion passt, kann auf dem Parkplatz geparkt werden (ein großes Stück Papier an der  
Wand). Das heißt, es wird das Papier geschrieben und später dafür Zeit eingeräumt. Dies hilft fokussiert  
zu bleiben aber gleichzeitig alle Teilnehmer\_innen zu hören. Wenn du sichergehen willst, dass alle Leute  
gehört werden, ist es natürlich wichtig, auch tatsächlich sich den Parkplatz/ Themenspeicher  
anzugucken. In der Agenda könnte dafür ein extra Zeitpunkt reserviert sein.

#### **Redner:innenliste**

**unbegrenzt viele Leute.**  
Die Redner\_innenliste ist eine Methode, die zusammen mit Handzeichen genutzt wird.  
Alle werden gebeten sich zu melden, wenn sie was sagen wollen. Sie werden dann in der Reihenfolge, in  
der sie sich gemeldet haben, aufgeschrieben. In dieser Reihenfolge sind die Leute dann eingeladen zu  
reden. Die Gruppe wird schnell ungeduldig werden mit Menschen, die diese Vereinbarung ignorieren  
und einfach so reinreden.  
Variation: Quotierte Redner\_innenliste  
Dies ist eine Möglichkeit, um ungleiche Redeanteile nach von außen zuordnenbaren Kategorien zu  
vermeiden (z.B. männlich/ weiblich gelesene Menschen). Eine Gruppe kann sich dann entscheiden, dass  
Menschen, die noch gar nicht geredet haben oder z.B. weiblich gelesen werden die Redner\_innenliste  
überspringen. Es gilt unbedingt darauf zu achten, das zuordnenbare Kategorien gesellschaftlich  
konstruiert und nicht eindeutig sind. Also: unbedingt mit der Gruppe absprechen.

#### Redestab  


**unbegrenzte Anzahl von Menschen.**  
Es kann ein Stab, eine Muschel, ein Stein – oder irgendein klar  
erkennbarer Gegenstand genommen werden. Lege den  
Redestab in die Mitte des Raumes. Redner\_innen nehmen  
sich ihn aus der Mitte, sagen, was sie sagen wollen und  
packen ihn zurück in die Mitte. Nur die Person, die den  
Redestab in den Händen hält, darf reden (ggf. kannst du eine Zeitbegrenzung setzen). Diese  
Methode erlaubt den Leuten nachzudenken und sich dann Zeit zu lassen ihren Punkt zu sagen – sie  
müssen keine Angst haben, dass ihnen jemand ins Wort fällt. Sie verdeutlicht auch Leuten, wann sie  
dazu neigen, andere zu unterbrechen und hilft diese Gewohnheit zu durchbrechen.

#### Streichholz Diskussion  


**unbegrenzte Anzahl von Leuten.**  
Diese Methode kann genutzt werden, um dominante oder übereifrige Redner\_innen zu begrenzen. Jede  
Person bekommt am Anfang die gleiche Anzahl Streichhölzer (1 – 5 Streichhölzer, hängt von der zur  
Verfügung stehenden Zeit ab). Jedes mal wenn eine Person redet, gibt sie einen Streichholz ab. Wenn die  
Streichhölzer einer Person alle sind, darf sie nicht mehr reden bis die Streichhölzer aller aufgebraucht  
sind. Zu Beginn sollte entschieden werden, ob Leute auch Streichhölzer an andere Leute geben dürfen.

#### World Café

Im World-Café sind Themen an Diskussionstischen  
festgelegt, an denen sich kleine Gruppen (4-6 Leute)  
zusammenfinden, um zu diskutieren und dabei ihre Ideen  
in Stichworten auf der Tischdecke zusammenzutragen. Die  
Themen bleiben an den Tischen, während sich die  
Diskutierenden nach Ablauf einer zuvor festgelegten Zeit  
(40 Minuten) auf die anderen Tische verteilen. Auf diesem  
Wege können sich alle Beteiligten in die Diskussion zu  
sämtlichen Themen einbringen und die Themen erfahren  
eine ständige Ergänzung, ohne dass die jeweils neuen  
Gruppen durch den bisherigen Verlauf der Diskussion  
gedanklich festgelegt sind.

#### Fishbowl  


Eine Fishbowl ist eine sehr einfache, aber oft dynamische  
Alternative zu Podiumsdiskussion. Die Methode ist  
besonders gut geeignet für Streitfragen und offene  
Diskussionsprozesse in großen Runden (ab ca. 20 Leute).  
Und so geht’s:  
1\. Nur die Teilnehmer\_innen (TN) im Innenkreis dürfen  
diskutieren, die TN im Außenkreis hören zu.  
2\. Wenn sich ein\_e TN aus dem Außenkreis an der  
Diskussion beteiligen will, dann muss er/sie sich entweder  
auf einen freien Stuhl im Innenkreis setzen oder stellt sich  
hinter einen Stuhl und klopft der Person die dort sitzt auf  
die Schulter. Die Person auf dem Stuhl darf ihren  
Gedanken noch zu Ende formulieren und muss  
anschließend den Kreis verlassen. Die andere Person  
nimmt dann diesen Platz ein.  
3\. Ebenso kann jede\_r TN im Innenkreis jederzeit den  
Platz im Innenkreis verlassen, wenn er/sie in der  
Diskussion pausieren möchte.  
4\. Wer den Kreis verlässt, kann auch wiederkehren.  
In vielen Fällen von Diskussionen sind  
Eingangsstatements der PodiumsteilnehmerInnen geplant.  
Das kann sinnvoll sein, um Informationen allen zugänglich  
zu machen oder Transparenz über die Streitpunkte zu  
schaffen. Die „Fish Bowl“ kann dann ergänzt werden um  
eine Vorphase, in der Statements aus dem Außenkreis  
gehalten werden und sich die Person dann in die Mitte  
setzt, wo auch erste Nachfragen u.ä. möglich sind.

#### Tuschelrunde  


Die Tuschelrunde ist eine Verknüpfung von Brainstorming  
und Kleingruppen-Dynamik für größere Gruppen ab ca. 12  
Personen.  
Wie geht’s?  
\* Es bilden sich Kleingruppen von 2 bis etwa 6 Personen,  
die sich ein paar Minuten gegenseitig zu einer konkreten  
Frage austauschen – z.B. welche Wünsche und Ideen sie  
mit dem aktuellen Treffen verbinden  
\* Denkbar ist, die gesammelten Antworten oder Ideen auf  
Zetteln festzuhalten  
\* Nach einer bestimmten Zeit (20 Minuten) lösen sich die  
Gruppen auf und die Teilnehmer\_innen bilden neue  
Gruppen oder tragen ihre Ergebnisse gemeinsam  
zusammen