HOW-TO: Moderation

Übersicht

Plenumsablauf

Aufgaben der Moderation

Handzeichen

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Vorbereitung

Themenvorschläge kommen

Es kann grob in drei Kategorien unterschieden werden:

Am Ende sollte eine TO (Tagesordnung) stehen, die ungefähr so aussehen könnte:

  1. 1. Checkin (10 min)
  2. 2. Updates
    1. 1. Updates aus den AKs (15 min)
    2. 2. Info CSD (5 min)
  1. 3. Satzung [Diskussion] (20 min)
    1. 1. Vorstellung des Vorschlags aus dem AK Verein
    2. 2. Diskussion über strittige Punkte
  2. 4. Pause (10 min)
  3. 5. Awarenesskonzept [Diskussion] (20 min)
  4. 6. Queeres Backen [Orga] (10 min)
  5. 7. Checkout (10min)

Es kann hilfreich sein, die TO auf ein großes Plakat oder das Whiteboard zu schreiben, sodass sie alle im Plenum sehen können.

Einladen

Ein paar Stunden vor dem Plenum lädt die Moderation im allgemeinen Chat auf Matrix/Element ein.

Eine Einladung sollte folgendes enthalten:


Moderieren

Als Moderation ist es dein Job durch das Plenum zu führen. Die Moderation hat viele Aufgaben und es kann am Anfang erschlagend sein – keine Angst, im Zweifelsfall helfen dir Menschen im Plenum!

In diesem Abschnitt findest du Dinge, die Aufgabe einer Moderation sind.

Redeliste

Die Redeliste sollte idealerweise von den Menschen selbst geführt werden. Dafür melden sich Menschen direkt mit der Anzahl an Fingern, die der Position auf der Redeliste entspricht. Für die Reihenfolge auf der Redeliste sollten (in absteigender Wichtigkeit) folgende Kriterien gelten:

Besonders in Diskussionen, aber auch durch unreflektiertes und unkonzentriertes Verhalten, kann es dazu kommen, dass Personen die Diskussion dominieren oder überproportional große Redeanteile haben. Dadurch werden andere Personen nicht gehört bzw. übergangen. In dem Fall sollte die Moderation eingreifen und die Redeliste teilweise (Einzelpersonen vorziehen) oder vollständig (Aufrufen aller Personen) übernehmen.

Abmoderieren

Es kann in einem Plenum notwendig sein, eine Person abzumodrieren. Abmoderieren bedeutet, die Person in ihrem Redebeitrag zu unterbrechen und z.B. eine andere Person dranzunehmen, die Diskussion zu schließen, etc.

Gründe dafür sind

Das Abmoderieren ist nicht gegen die Person oder ihre Meinung gerichtet, sondern soll uns dabei helfen, dass wir unser Plenum weniger anstrengend und konzentrierter gestalten können.

Eigene Meinung sagen

Als Moderation solltest du neutral moderieren! Es sollte für dich aber auch möglich sein, deine eigene Meinung in eine Diskussion einzubringen. Dabei musst du dir deiner besonderen Rolle bewusst sein. Versuche

Entscheidungsfindung

Beschluss finden

Beschlussfindungen sind oft Prozesse, in denen mehrmals Vorschläge formuliert, abgefragt, verworfen oder abgeändert werden, bis der ein Vorschlag gefunden ist der ausreichend von der Gruppe getragen wird.

Indem folgende Entscheidungsstufen abgefragt werden, bekommt die Gruppe ein Bild, wie stark und tragfähig die Entscheidung ist und wer sich auch an der Umsetzung beteiligen wird.

Bedenken/Gegenstimmen halten einen Beschluss nicht prinzipiell auf, eine große Anzahl an Bedenken sollte aber dazu führen, dass der Vorschlag zurückgezogen wird oder eine Alternative gesucht wird.

Ein Beschluss kommt dann zustande, wenn

Die Stärke des Beschluss kann und soll von allen angezweifelt werden, um sicherzustellen, dass ein Beschluss tragfähig genug ist, z.B. wenn bei einem kontroversen Thema wenig Menschen da sind.

Wenn ein Veto geäußert wird oder die Stärke des Beschluss angezweifelt wird, muss das Plenum sich überlegen, ob es den Beschluss trotzdem umsetzen will. Wenn es das tun will, wird das über eine 2/3-Mehrheit (exklusive der Person die das Veto geäußert hat) beschlossen.

Vetos und Enthaltungen werden dabei nicht gezählt. Gezählt werden Gegenstimmen, Stand-Asides und Zustimmung. Mehr als 2/3 davon muss Zustimmung sein.

Darauf solltest du in der Beschlussfindung achten:
Erfundenes Beispiel:

Es wird darüber diskutiert, ob wir einen Stand am CSD machen.

Beschlussvorschlag: „Wir machen einen Stand am CSD, an dem wir Flyer verteilen und Getränke verkaufen“. Die Abstimmung ergibt, dass von 15 Menschen 6 Personen Gegenstimmen haben, eine Person enthält sich. Gründe dafür: Parteien haben auch Stände und Bedenken bzgl. Kapazitäten. Die Stärke des Beschluss wird von der Moderation angezweifelt.

Alternative A: Um die Bedenken auszuräumen, wird der Beschlussvorschlag neu formuliert und der Getränkeverkauf rausgenommen: „Wir machen einen Stand am CSD, an dem wir Flyer verteilen.“ In einer erneuten Abfrage bleiben 2 Gegenstimmen bzgl. der Parteien. Das ist der stärkste Beschlussvorschlag, der für dieses Thema gefunden wurde, deswegen wird er angenommen.

Alternative B: Die Menschen, die für den Vorschlag gestimmt haben sagen, dass sie auch viel Kapazitäten haben sich darum zu kümmern. Das Plenum sagt deswegen der Beschluss ist stark genug und überschreibt das Anzweifeln mit 2/3 Mehrheit.

Stimmungsbild

Ein Stimmungsbild wird genutzt um einen schnellen Eindruck von der Stimmung im Plenum zu bekommen. Die Moderation stellt eine Frage, z.B. „Seid ihr prinzipiell dafür, dass wir uns am CSD Tübingen beteiligen?“. Die Menschen im Plenum antworten, indem sie mit beiden Händen wedeln, oben für Zustimmung, unten für Ablehnung – alles dazwischen ist ein Spektrum. Das Stimmungsbild kann dann den weiteren Prozess prägen, ersetzt aber keinen Beschluss.

Andere Entscheidungsfindungen

Es kann vorkommen, dass ein klassischer Beschlussprozess nicht die passende Form ist zu Entscheiden. Gerade unter Zeitdruck oder bei Entscheidungen die getroffen werden müssen, deren Ausgang allerdings nicht so wichtig ist können sie helfen. Solche Verfahren widersprechen nicht unserem Entscheidungsprinzip, denn es besteht weiterhin die Möglichkeit Gegenstimmen/Vetos im Prozess zu äußern.

So kann ein Entscheidungsmandat vergeben werden.

Beispiel: „Der AK Öffentlichkeit entscheidet über die Formulierung und berücksichtigt dabei XX“.

Bei einer sehr unklaren Diskussion mit gleich guten/schlechten Vorschlägen, bei der aber klar ist, dass irgendeine Entscheidung besser ist als keine Entscheidung, gibt es die Möglichkeit eine Münze zu werfen .

Beispiel: „Sowohl am 15. also auch am 22. können gleich viele Menschen. An welchem Tag machen wir Karaoke?“

Nach Hilfe fragen

Wenn du das Gefühl hast, dass du eine Aufgabe der Moderation gerade nicht erfüllen kannst, dann frag um Hilfe! Es ist vollkommen normal, wenn du in einer schwierigen Diskussion keinen Beschlussvorschlag oder ein weiteres Vorgehen finden kannst – frag dein Plenum um Hilfe! Auch wenn du mehr TOPs als Zeit hast: Frag das Plenum! Oft finden sich so sinnvolle Prozessvorschläge und wenn nicht, ist es nicht allein deine Verantwortung.

Wenn du dir überlegst zu moderieren, aber das Gefühl hast, dass es zu viele Anforderungen für dich sind: Moderieren geht auch super zu zweit! Mit einer moderationserfahrenen Person im Tandem kannst du z.B.


Feedback

Moderation kann schwer sein und manchmal hat eins das Gefühl, nicht alles richtig gemacht zu haben. Wenn du möchtest, frag beim Check-out oder nach dem Plenum nach Feedback. Du kannst auch explizit nur nach Sachen fragen, die du gut gemacht hast – das ist völlig okay!

Wenn Kritik kommt, sei dir bewusst, dass Moderation schwierig ist und du von der Kritik nur lernen kannst. Auch wenn einzelne Aspekte deiner Moderation nicht ideal waren: Du hast eine Aufgabe für das Plenum übernommen und viele Dinge gut gemacht!


Version #5
Erstellt: 2026-03-25 19:22:28 UTC von Admin Bot
Zuletzt aktualisiert: 2026-03-25 19:39:26 UTC von Admin M