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Über Food4Action
ÜBER FOOD4ACTION
Wir sind eine solidarisch und selbstorganisierte Küche (SoKü) von Leuten, die auch Aktionen machen, auf Kongressen diskutieren, auf der Demo dabei sind und für sozialen Wandel und eine bessere Welt kämpfen.
Aber die eben auch gleichzeitig in der Küche stehen und die Reproduktionsarbeit (x) gemeinsam organisieren. Eine Trennung zwischen Aktivist*innen und irgendwelchen Reproduktionskräften (x) im Bereich Haushalt, Kochen, Bügeln kann es nämlich nicht geben. Wir sind alle die Küche – eben die SoKü, um die Grenze zwischen den Kochenden und den Bekochten einzureißen. Wir sehen uns nicht als unpolitische Dienstleistung sondern als Mitmachküche, die nach Möglichkeit in die politischen Aktionen eingebunden werden möchte.
Unsere Küche ist oft auch ein chaotischer Haufen, der sich von Aktion zu Aktion aus anderen Leuten zusammensetzt. Was wir machen wollen und wie Leute spontan mitmachen können, müssen wir jedes Mal erst wieder entscheiden. Die Küche entwickelt sich oft spontan aus der Umgebung und unseren Launen. Dennoch fließen Erfahrungen und Strategien aus anderen Kochaktionen mit ein. Wir erfinden den Topf
nicht jedes mal neu. Wir sind je nach Aktion mehr oder weniger organisiert.
Oft gibt es vor Ort zu viele verschiedene Bedingungen, auf die eingegangen werden muss, sodass es schlecht möglich ist, alles genau im Vorfeld zu planen. Küche hat nicht nur was mit Kochen zu tun. Küche machen ist auch Reparieren, Schnippeln, Abspülen, Essen-rankarren, Umrühren, Recyclen, Geldsuchen, Tee kochen, Messerschärfen, Wasserkochen, Müllwegbringen, Dächer bauen ...
Vor Ort entsteht vieles durch Schätzen, Basteln und Experimentieren. Ein wichtiger Anspruch unserer Gruppe ist es deswegen, gegenseitig auf einander zu achten und zu merken, wo etwas aus dem Ruder läuft und wer wo eventuell Unterstützung oder Entlastung braucht.
Mehr über die Gruppe Food4Action auf www.food4action.blogspot.de
(x) Reproduktionsarbeit, die: alles, was nicht als Lohnarbeit bezahlt wird (Kinderbetreuung, Haushalt, Freizeit) und zur Wiederherstellung der Arbeitskraft dient.
Unser Tipp :)
Meist gibt es einen guten Grund, warum ihr plötzlich nicht nur für euch, eure WG, Freund*innen oder, oder, oder... sondern für vielleicht 50 Leute kochen wollt oder müsst (?). Irgendeine Aktion ist geplant, alles ist vorbereitet und plötzlich fällt euch ein:
– »Ach ja, und etwas zu Essen wäre auch noch nett!«.
Gerade die tägliche Arbeit im Haushalt ist extrem aufwändig und hält einige potentielle Aktivist*innen von guten Aktionen ab. Daher wäre es also schön, wenn nicht alle zu Hause essen oder zur nächsten Junk-Food Klitsche tingleln, sondern gemeinsam was zu Essen zubereitet und zusammen gegessen wird. Die angefragte KüFa-, VoKü- oder SoKü-Gruppe ist leider total überlastet und hat sowieso den Überblick verloren. Daher bleibt das Kochen also nun an euch hängen.
Was tun??? Unser Tipp: Macht es einfach selbst. Es ist gar nicht sooo knifflig und macht vielleicht sogar Spaß. Daher haben wir auf den folgenden Seiten also nun schlaue Ratschläge von dilettantischen Profis zusammen gesammelt.