# Geschichte Ende Geländes

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# Ende Gelände

**Ende Gelände** ist eine Bewegung des [zivilen
Ungehorsams](https://de.wikipedia.org/wiki/Ziviler_Ungehorsam "wikilink"),
die seit 2015 Massenaktionen in deutschen
[Braunkohlerevieren](https://de.wikipedia.org/wiki/Braunkohlerevier "wikilink")
organisiert, um das Bewusstsein für Klimagerechtigkeit zu stärken. Das
[Bundesamt für
Verfassungsschutz](https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesamt_für_Verfassungsschutz "wikilink")
stuft die Bewegung seit 2024 als
[linksextremistischen](https://de.wikipedia.org/wiki/Linksextremismus "wikilink")
[Verdachtsfall](https://de.wikipedia.org/wiki/Tatsächliche_Anhaltspunkte "wikilink")
ein.

## Forderungen und Ziele

Ende Gelände sieht sich selbst als Teil der Bewegung für
[Klimagerechtigkeit](https://de.wikipedia.org/wiki/Klimagerechtigkeit "wikilink")
und „für den globalen Erhalt der Umwelt und für gelebte Solidarität mit
unseren Mitmenschen weltweit, insbesondere denen, die schon heute von
der Klimakrise bedroht sind.“[1] Die Bewegung fordert einen sofortigen
[Kohleausstieg](https://de.wikipedia.org/wiki/Kohleausstieg "wikilink")
sowie einen „tiefgreifenden, [sozial-ökologischen
Wandel](https://de.wikipedia.org/wiki/sozial-ökologischer_Wandel "wikilink")“
durch eine „Abkehr vom fossilen
[Kapitalismus](https://de.wikipedia.org/wiki/Kapitalismus "wikilink")“
(„System Change not Climate Change“,
„[Systemwandel](https://de.wikipedia.org/wiki/Revolution "wikilink")
statt
[Klimawandel](https://de.wikipedia.org/wiki/Globale_Erwärmung "wikilink")“[2]).
Darin eingeschlossen ist die Forderung nach dem Erhalt der vom
[Braunkohletagebau](https://de.wikipedia.org/wiki/Braunkohletagebau "wikilink")
bedrohten Dörfer.[3] Nach Einschätzung des [Berliner
Verfassungsschutzes](https://de.wikipedia.org/wiki/Verfassungsschutz_Berlin "wikilink")
geriere sich die Berliner Ortsgruppe von *Ende Gelände* in ihrer
Außendarstellung als Klimaschutz-Akteur, verschleiere aber, dass ihre
tatsächlichen Ziele weit darüber hinausgingen.[4] Laut der Philosophin
[Eva von Redecker](https://de.wikipedia.org/wiki/Eva_von_Redecker "wikilink") ist
für das Aktionsbündnis Ende Gelände kennzeichnend, dass es „in direkten
Aktionen zivilen Ungehorsams Umweltfragen mit Kapitalismuskritik“[5]
verbinde.

## Vorgehensweise und Aktionsform

Die Kampagne hat Stand Juli 2019 nach eigenen Angaben in Deutschland 59
lokale Gruppierungen, die u. a. bei der Mobilisierung für die
Massenaktionen unterstützen, aber auch eigene kleinere Aktionen planen.
Zusätzlich gibt es einzelne Gruppen in
[Belgien](https://de.wikipedia.org/wiki/Belgien "wikilink"),
[Tschechien](https://de.wikipedia.org/wiki/Tschechien "wikilink"),
[Frankreich](https://de.wikipedia.org/wiki/Frankreich "wikilink"),
[Italien](https://de.wikipedia.org/wiki/Italien "wikilink"),
[Österreich](https://de.wikipedia.org/wiki/Österreich "wikilink"),
[Schweden](https://de.wikipedia.org/wiki/Schweden "wikilink"), den
[Niederlanden](https://de.wikipedia.org/wiki/Niederlande "wikilink") und
der [Schweiz](https://de.wikipedia.org/wiki/Schweiz "wikilink").[6] Als
Sprecherinnen von Ende Gelände treten u. a. [Nike
Mahlhaus](https://de.wikipedia.org/wiki/Nike_Mahlhaus "wikilink") und
[Sina Reisch](https://de.wikipedia.org/wiki/Sina_Reisch "wikilink") in
Erscheinung.

Als Aktionsform nutzt Ende Gelände laut eigener Darstellung
„angekündigte Massenblockaden [zivilen
Ungehorsams](https://de.wikipedia.org/wiki/Ziviler_Ungehorsam "wikilink")“
als „symbolischen und bewussten Verstoß gegen rechtliche Normen“ mit dem
Ziel der „direkten Verhinderung einer Unrechtssituation“.[2] Grundlage
für die Aktionen bilde ein Aktionskonsens, der festlegt, dass keine
Gewalt von den Teilnehmenden ausgehen dürfe.[8][9]

Auf Bündnistreffen komme die Bewegung regelmäßig in unterschiedlichen
Städten zusammen; die Arbeit sei in mehreren Arbeitsgruppen (AG)
organisiert: Aktions-AG, Aktionslogistik-AG, Anti-Repressions-AG,
Homepage-Redaktion, Camp-AG, AG Internationales, Sani-AG,
Mobilisierungs-AG, Finanz-AG, Moderations-AG, Prozess-AG,
Polizeikontakt-AG, Presse-AG, Kleingruppe „gegen Rechts“.[2] Laut
Berliner Verfassungsschutz werden Gewaltanwendungen von dem Bündnis
„zumindest billigend in Kauf genommen“[11] und „Angriffe auf Polizisten
positiv bewertet“. Ende Gelände hat dem widersprochen.[12]

Das Bündnis sieht sich getragen „von Menschen aus den Anti-Atom- und
Anti-Kohle-Bewegungen, aus den Vorbereitungsgruppen der
[Klimacamps](https://de.wikipedia.org/wiki/Klimacamp "wikilink") in
Rheinland und Lausitz, von der Waldbesetzung im [Hambacher
Forst](https://de.wikipedia.org/wiki/Hambacher_Forst#Widerstandsbewegung "wikilink"),
aus klimapolitischen
[Graswurzelinitiativen](https://de.wikipedia.org/wiki/Graswurzelbewegung "wikilink")
und
[Bürgerinitiativen](https://de.wikipedia.org/wiki/Bürgerinitiative "wikilink"),
aber auch größeren
[Umweltorganisationen](https://de.wikipedia.org/wiki/Naturschutzorganisation "wikilink"),
aus [linken](https://de.wikipedia.org/wiki/Politische_Linke "wikilink")
Politgruppen und anderen“.[13] Die
[linksextreme](https://de.wikipedia.org/wiki/Linksradikalismus "wikilink")
Organisation [Interventionistische
Linke](https://de.wikipedia.org/wiki/Interventionistische_Linke "wikilink")
war nach Ermittlungen des Verfassungsschutzes „maßgeblich an der
Organisation und Mobilisierung zu den Aktionstagen beteiligt“ und erwies
„sich als zuverlässiger und aktiver Partner“ im Bündnis. Nach Angaben
des Verfassungsschutzes „wertete auch die IL die Protestaktion als
großen Erfolg und sieht Anknüpfungspunkte für weitere Aktionen“.[14]

<figure>

<figcaption>mini|hochkant|Buch <em>We shut shit down</em> von
2022</figcaption>
</figure>

Das Bündnis nutzt neben der Herausgabe von konventionellen
Pressemitteilungen zur Kommunikation eine Vielzahl von Kanälen für die
externe Kommunikation. Im Frühjahr 2022 erschien im [Nautilus
Verlag](https://de.wikipedia.org/wiki/Edition_Nautilus "wikilink") das
Buch *WE SHUT SHIT DOWN* (Eigenschreibweise), das von einigen Aktivisten
des Bündnisses geschrieben wurde und Ursprung, Entstehung, Prinzipien
und Selbstverständnis des Bündnisses beschreibt.[15]

Nach eigenen Angaben finanziert sich die Arbeit des Bündnisses zu 100
Prozent aus Spenden. Neben Geld würden auch oft Materialien, Essen,
Kleidung, Decken und andere Dinge gespendet.[16] Die Arbeit im Bündnis,
das nicht als Verein eingetragen ist, geschieht ehrenamtlich, Honorare
oder Lohnausgleiche werden nicht gezahlt. Ausgaben entstehen vor allem
durch die Beschaffung von Demonstrationsmaterialien, Betrieb der
Camp-Infrastruktur inklusive Verpflegung, Reisekosten und für Nutzung
digitaler Infrastruktur. Ende Gelände entschädigt mit den erhaltenen
Spenden auch Landwirte, deren Flächen durch Teilnehmer der Aktionen
beschädigt wurden, z. B. während der Aktionen im Frühsommer 2019 mit
Beträgen etwa „zwischen mehreren hundert und mehreren tausend Euro pro
Feld“.[17]

## Aktionen (seit 2015)

- [Ende Gelände 2015](https://wiki.aktivismus.org/books/geschichte-ende-gelandes/page/ende-gelande-2015) –
  August im Braunkohletagebau
  [Garzweiler](https://de.wikipedia.org/wiki/Tagebau_Garzweiler "wikilink"),
  ca. 1.600 Teilnehmer
- [Ende Gelände 2016](https://wiki.aktivismus.org/books/geschichte-ende-gelandes/page/ende-gelande-2016) –
  Mai im [Lausitzer
  Braunkohlerevier](https://de.wikipedia.org/wiki/Lausitzer_Braunkohlerevier "wikilink"),
  ca. 4.000 Teilnehmer
- [Ende Gelände 2017](https://wiki.aktivismus.org/books/geschichte-ende-gelandes/page/ende-gelande-2017) –
  August im [Rheinischen
  Braunkohlerevier](https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinisches_Braunkohlerevier "wikilink")
  und November anlässlich der UN-Klimakonferenz in Bonn, ca. 2.500 bzw.
  3.000 Teilnehmer
- [Ende Gelände 2018](https://wiki.aktivismus.org/books/geschichte-ende-gelandes/page/ende-gelande-2018) –
  Oktober um die Tagebaue
  [Hambach](https://de.wikipedia.org/wiki/Tagebau_Hambach "wikilink")
  und [Inden](https://de.wikipedia.org/wiki/Tagebau_Inden "wikilink"),
  ca. 5.000 Teilnehmer
- [Ende Gelände 2019](https://wiki.aktivismus.org/books/geschichte-ende-gelandes/page/ende-gelande-2019) –
  Juni im [Rheinischen
  Braunkohlerevier](https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinisches_Braunkohlerevier "wikilink"),
  ca. 5.500 Teilnehmer und im November im [Lausitzer
  Braunkohlerevier](https://de.wikipedia.org/wiki/Lausitzer_Braunkohlerevier "wikilink"),
  ca. 4.000 Teilnehmer
- [Ende Gelände 2020](https://wiki.aktivismus.org/books/geschichte-ende-gelandes/page/ende-gelande-2020) –
  September im [Rheinischen
  Braunkohlerevier](https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinisches_Braunkohlerevier "wikilink"),
  wegen der
  [COVID-19-Pandemie](https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie "wikilink")
  vom Veranstalter auf 3.200 Teilnehmer beschränkt
- Seit Oktober 2022 mobilisierte Ende Gelände gegen die [Räumung des
  Dorfes
  Lützerath](https://de.wikipedia.org/wiki/Besetzung_und_Räumung_von_Lützerath "wikilink")
  ([Garzweiler
  II](https://de.wikipedia.org/wiki/Tagebau_Garzweiler "wikilink"))
  zusammen mit dem Bündnis „Lützerath unräumbar“, u. a. mit *[Alle
  Dörfer
  bleiben](https://de.wikipedia.org/wiki/Alle_Dörfer_bleiben "wikilink")*,
  *[Extinction
  Rebellion](https://de.wikipedia.org/wiki/Extinction_Rebellion "wikilink"),
  [Fridays for
  Future](https://de.wikipedia.org/wiki/Fridays_for_Future "wikilink"),
  [Interventionistische
  Linke](https://de.wikipedia.org/wiki/Interventionistische_Linke "wikilink")*.[18]
  Im Januar 2023 blockierten die Aktivisten die Räumarbeiten der Polizei
  über mehrere Tage. An weiteren Aktionstagen rund um die Räumung gab es
  neben einer Massendemonstration mit mehreren zehntausend Menschen auch
  Blockadeaktionen im rheinischen Braunkohlerevier.[19]
- Am 12. Januar 2023 besetzten Aktivisten von Ende Gelände die
  Kreisgeschäftsstelle von [Bündnis 90/Die
  Grünen](https://de.wikipedia.org/wiki/Bündnis_90/Die_Grünen "wikilink")
  in [Flensburg](https://de.wikipedia.org/wiki/Flensburg "wikilink").
  Mit der Aktion sollte auf die Räumung des Dorfes Lützerath aufmerksam
  gemacht werden. Die Besetzung wurde noch am gleichen Tag wieder
  beendet.[20]
- Am 10. Mai 2024 versuchten mehrere Aktivisten von Ende Gelände auf das
  [Werksgelände von
  Tesla](https://de.wikipedia.org/wiki/Tesla_Gigafactory_Berlin-Brandenburg "wikilink")
  im brandenburgischen Grünheide einzudringen. Es kam zu
  Auseinandersetzungen mit den vor Ort Eingesetzen Polizeikräften.[21]

<small>Alle Teilnehmerzahlen laut eigenen Angaben des
Veranstalters.[2]</small>

## Einstufung durch den Verfassungsschutz und Kritik

### Einstufung durch den Verfassungsschutz Berlin 2020

Der Berliner Verfassungsschutz verortet die 30 Mitglieder zählende
Berliner Ortsgruppe des Bündnisses in seinem Jahresbericht 2019 im
linksextremistischen Spektrum.[23] Die linksextremistische
Interventionistische Linke bezeichne sich selbst als wesentlichen
Bestandteil von Ende Gelände.[24]

Linksextremistische Akteure von Ende Gelände brandmarken laut Berliner
Verfassungsschutz eine vermeintliche Tatenlosigkeit von Verantwortlichen
in Politik und Wirtschaft in Bezug auf die Klimaerwärmung. Sie würden
dabei Frustrationserfahrungen von jungen Menschen nutzen, um eigene
weitergehende Forderungen anzubringen und „die Klimakrise zu einer Krise
des politischen Systems zuzuspitzen“.[25]

Gegen mehrere Personen aus den Reihen des Bündnisses wurde 2019 nach der
Blockade des [Tagebaus
Garzweiler](https://de.wikipedia.org/wiki/Tagebau_Garzweiler "wikilink")
Ermittlungsverfahren u. a. wegen
[Hausfriedensbruchs](https://de.wikipedia.org/wiki/Hausfriedensbruch_(Deutschland) "wikilink"),
[Gefangenenbefreiung](https://de.wikipedia.org/wiki/Gefangenenbefreiung "wikilink")
und [Widerstands gegen
Vollstreckungsbeamte](https://de.wikipedia.org/wiki/Widerstand_gegen_Vollstreckungsbeamte "wikilink")
eingeleitet. Zahlreiche Aktivisten der Gruppierung wurden wegen
Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte zu Haftstrafen verurteilt. Der
nordrhein-westfälische Innenminister [Herbert
Reul](https://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Reul "wikilink") übte in
diesem Zusammenhang Kritik an den „gewalttätigen Aktionen aus den Reihen
von ‚Ende Gelände‘“.[26]

Die Einordnung als linksextremistisch stieß in der [rot-rot-grünen
Regierungskoalition](https://de.wikipedia.org/wiki/Senat_Müller_II "wikilink")
in [Berlin](https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin "wikilink") auf Kritik
und mündete in der Forderung von Linkspartei und Grünen in Berlin nach
Auflösung des Berliner Verfassungsschutzes.[27] Diese Forderung wird von
den Bundesverbänden der Parteijugendorganisationen [Grünen
Jugend](https://de.wikipedia.org/wiki/Grüne_Jugend "wikilink"), der
[Linksjugend
solid](https://de.wikipedia.org/wiki/Linksjugend_solid "wikilink") und
den [Jusos](https://de.wikipedia.org/wiki/Jusos "wikilink")
unterstützt.[28]

### Einstufung durch das Bundesamt für Verfassungsschutz 2024

Der bundesdeutsche
[Verfassungsschutz](https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesamt_für_Verfassungsschutz "wikilink")
beobachtet Ende Gelände seit 2024 als
[linksextremistischen](https://de.wikipedia.org/wiki/linksextremistisch "wikilink")
Verdachtsfall.[29][30] Er sieht eine Instrumentalisierung durch
linksextreme Gruppierungen wie die [Interventionistische
Linke](https://de.wikipedia.org/wiki/Interventionistische_Linke "wikilink"),
Ende Gelände habe aber „sowohl auf struktureller als auch auf
strategischer und ideologischer Ebene den unmittelbaren Einflussbereich
der IL verlassen“. Der Verfassungsschutz hebt besonders die
Veröffentlichungen *We shut shit down* und *Überall Polizei, Nirgendwo
Sicherheit – Kritik der Polizei* hervor, in denen Ende Gelände die
Überwindung der „kapitalistischen Gesellschaftsordnung“ und die
[Abschaffung von
Polizei](https://de.wikipedia.org/wiki/Abolitionismus_(Kriminologie)#Polizeikritik "wikilink"),
wie anderen „Exekutivorgane\[n\] (‚Behörden‘) und \[...\] \[der\]
Judikative (‚Gerichte‘)“ fordere. Er leitet daraus eine Einstufung als
„linksextremistisch beeinflusst“ ab. Die Interventionistische Linke
bekennt sich offen zur Mitarbeit an Ende Gelände. Das Aktionsbündnis
selbst sieht sowohl darin als auch in der Forderung nach Überwindung des
Kapitalismus keinen Bruch der Verfassung.[31][32][30][29]

Gegen die Einstufung als Verdachtsfall äußerten sich unter anderem die
[Gesellschaft für
Freiheitsrechte](https://de.wikipedia.org/wiki/Gesellschaft_für_Freiheitsrechte "wikilink")
(GFF), das [Komitee für Grundrechte und
Demokratie](https://de.wikipedia.org/wiki/Komitee_für_Grundrechte_und_Demokratie "wikilink"),[35]
das
[Südwind-Institut](https://de.wikipedia.org/wiki/Südwind-Institut "wikilink"),
[BUND](https://de.wikipedia.org/wiki/Bund_für_Umwelt_und_Naturschutz_Deutschland "wikilink")[36]
und
[BUNDjugend](https://de.wikipedia.org/wiki/BUNDjugend "wikilink"),[37]
[Green Planet
Energy](https://de.wikipedia.org/wiki/Green_Planet_Energy "wikilink"),[38]
die [Jusos](https://de.wikipedia.org/wiki/Jusos "wikilink"),[39] und die
designierte
[linke](https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Linke_im_Europäischen_Parlament_–_GUE/NGL "wikilink")
[Europaabgeordnete](https://de.wikipedia.org/wiki/Mitglied_des_Europäischen_Parlaments "wikilink")
[Carola
Rackete](https://de.wikipedia.org/wiki/Carola_Rackete "wikilink").[40]
Zu den mehr als 100 Erstunzeichnenden einer entsprechenden
[Petition](https://de.wikipedia.org/wiki/Petition "wikilink") zur
Rücknahme der Einstufung gehörten darüber hinaus unter anderem
[350.org](https://de.wikipedia.org/wiki/350.org "wikilink"), [Alle
Dörfer
bleiben](https://de.wikipedia.org/wiki/Alle_Dörfer_bleiben "wikilink"),
[Attac Deutschland](https://de.wikipedia.org/wiki/Attac "wikilink"),
[Contraste](https://de.wikipedia.org/wiki/Contraste "wikilink"),
[Extinction
Rebellion](https://de.wikipedia.org/wiki/Extinction_Rebellion "wikilink"),
[Fridays for
Future](https://de.wikipedia.org/wiki/Fridays_for_Future "wikilink"),
die [Klimaliste
Berlin](https://de.wikipedia.org/wiki/Klimaliste_Berlin "wikilink"),
[Labournet
Germany](https://de.wikipedia.org/wiki/Labournet_Germany "wikilink"),
[Letzte
Generation](https://de.wikipedia.org/wiki/Letzte_Generation "wikilink"),
[Die Linke.SDS](https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Linke.SDS "wikilink"),
[Linksjugend.Solid](https://de.wikipedia.org/wiki/Linksjugend_solid "wikilink"),
[Powershift](https://de.wikipedia.org/wiki/Powershift "wikilink"),
[Scientist
Rebellion](https://de.wikipedia.org/wiki/Scientist_Rebellion "wikilink"),
[Seebrücke](https://de.wikipedia.org/wiki/Seebrücke_(Bündnis) "wikilink"),
der [Solarenergie-Förderverein
Deutschland](https://de.wikipedia.org/wiki/Solarenergie-Förderverein_Deutschland "wikilink")
(SFV), das [Umweltinstitut
München](https://de.wikipedia.org/wiki/Umweltinstitut_München "wikilink"),
der [Vereinigung der Verfolgten des
Naziregimes](https://de.wikipedia.org/wiki/Vereinigung_der_Verfolgten_des_Naziregimes_–_Bund_der_Antifaschistinnen_und_Antifaschisten "wikilink")
(VVN-BdA) und die Professur *Globale Klimapolitik* der [Universität
Hamburg](https://de.wikipedia.org/wiki/Universität_Hamburg "wikilink").[41]

Die Einstufung wurde auch als rechtswidrig kritisiert. Dies wird damit
begründet, dass die [freiheitliche demokratische
Grundordnung](https://de.wikipedia.org/wiki/freiheitliche_demokratische_Grundordnung "wikilink"),
entgegen der Rechtsprechung des
[Bundesverfassungsgerichts](https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesverfassungsgericht "wikilink")
zum Beispiel im
[NPD-Verbotsverfahren](https://de.wikipedia.org/wiki/NPD-Verbotsverfahren_(2013–2017) "wikilink"),
durch das
[Bundesverfassungsschutzgesetz](https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesverfassungsschutzgesetz "wikilink")
zu weit ausgelegt werde und folglich die radikalen Ansichten von Ende
Gelände fälschlicherweise als Streben gegen die freiheitliche
demokratische Grundordnung ausgelegt würden. Dabei wird auch betont,
dass die Aktionsformen von Ende Gelände gewaltfrei seien.[42]

## Sonstiges

[Tadzio Müller](https://de.wikipedia.org/wiki/Tadzio_Müller "wikilink"),
Mitbegründer von Ende Gelände, warnte 2021 im *Spiegel* vor einer
Hinwendung zur Militanz, wenn die Klimaproteste ohne Wirkung blieben.
Wer den Klimaschutz verhindere, schaffe „die grüne
[RAF](https://de.wikipedia.org/wiki/Rote_Armee_Fraktion "wikilink")“.[43]

## Bekannte Pressesprecherinnen

- 2018–2020: [Kathrin
  Henneberger](https://de.wikipedia.org/wiki/Kathrin_Henneberger "wikilink")
- 2019–2022: [Sina
  Reisch](https://de.wikipedia.org/wiki/Sina_Reisch "wikilink")
- seit 2019: [Nike
  Mahlhaus](https://de.wikipedia.org/wiki/Nike_Mahlhaus "wikilink")
- [Dorothee
  Häußermann](https://de.wikipedia.org/wiki/Dorothee_Häußermann "wikilink")

## Veröffentlichungen

- Ende Gelände (Hrsg.): *We shut shit down*, Edition Nautilus, Hamburg
  2022, ISBN 978-3-96054-292-6.

## Weblinks

- [Website Ende Gelände](https://www.ende-gelaende.org)
- [Zeit Online: *Ende Gelände*. An den Orten der
  Zerstörung.](https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-11/ende-gelaende-lausitz-tagebau-klimaaktivismus-kohleausstieg-kumpel-bergarbeiter)

## Einzelnachweise

<references responsive />

[ ](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Ende_Gelände "wikilink")
[Kategorie:Organisation
(Klimapolitik)](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Organisation_(Klimapolitik) "wikilink")
[Kategorie:Klimaschutz](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Klimaschutz "wikilink")
[Kategorie:Energiepolitik
(Deutschland)](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Energiepolitik_(Deutschland) "wikilink")
[Kategorie:Interventionistische
Linke](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Interventionistische_Linke "wikilink")
[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit
Video](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Wikipedia:Artikel_mit_Video "wikilink")

[1] [Pressemitteilung vom 27.10.2018 um 09:00 Uhr.](https://www.ende-gelaende.org/press-release/pressemitteilung-vom-27-10-2018-um-0900-uhr/)
In: Ende Gelände. Abgerufen am 7. Dezember 2025 (deutsch).

[2] [Lausitz-Ende-Gelände-Präsentation-2019](https://www.ende-gelaende.org/wp-content/uploads/2019/11/Lausitz-Ende-Gel%C3%A4nde-Pr%C3%A4sentation-2019.pdf)
abgerufen am 2019-11-28

[3] [Website ''Ende Gelände'' am 13. Juli
2019](https://web.archive.org/20190713115505/https://www.ende-gelaende.org/de/ "Archivlink"), abgerufen am 13. Juli 2019

[4] [Verfassungsschutzberichte](https://www.berlin.de/sen/inneres/verfassungsschutz/publikationen/verfassungsschutzberichte/)
abgerufen am 2025-12-07

[5] Eva von Redecker: Revolution für das Leben. Philosophie der neue Protestformen. S. Fischer, Frankfurt am Main 2020, ISBN 978-3-10-397048-7, S. 237.

[6] [Website Ende Gelände, Ortsgruppen](https://web.archive.org/20190623210933/https://www.ende-gelaende.org/de/mitmachen/ortsgruppen/ "Archivlink")
, abgerufen am 13. Juli 2019

[7]

[8] [Vor Blockadeaktion von „Ende Gelände“: Cottbuser SPD sucht im
Braunkohle-Streit Allianz auch mit der
AfD](https://www.tagesspiegel.de/berlin/vor-blockadeaktion-von-ende-gelaende-cottbuser-spd-sucht-im-braunkohle-streit-allianz-auch-mit-der-afd/25253260.html)
abgerufen am 2024-01-31

[9] [Aktionskonsens von Ende Gelände
2020](https://www.ende-gelaende.org/aktionskonsens-2020/)
abgerufen am 2025-12-07

[10]

[11] Verfassungsschutz Berlin, Bericht 2019, S. 163.

[12] [Verfassungsschutz verteidigt Einordnung von „Ende
Gelände“](https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2020/05/berlin-ende-gelaende-verfassungsschutz-verteidigt-linksextremist.html)
abgerufen am 2020-06-09

[13] [Kontakt](https://www.ende-gelaende.org/ueber-uns/)
abgerufen am 2019-11-28

[14] Bundesministerium des Innern, Berlin (Hrsg.): Verfassungsschutzbericht 2015. S. 120 f.

[15] Ende Gelände: WE SHUT SHIT DOWN. Edition Nautilus GmbH, Hamburg 2022, ISBN 978-3-96054-292-6.

[16] [Bündnis für Klimaschutz: Wie finanziert „Ende Gelände“ eigentlich seine Aktionen?](https://rp-online.de/nrw/panorama/ende-gelaende-so-finanzieren-sich-die-klima-aktivisten_aid-39683463)
abgerufen am 2019-11-29

[17] [Rommerskirchen: Bauern sollen für zerstörte Felder entschädigt werden](https://rp-online.de/nrw/panorama/ende-gelaende-bauern-sollen-entschaedigt-werden_aid-39651301)
abgerufen am 2019-11-29

[18] [Ende Gelände will Abriss von Lützerath stoppen](https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/ende-gelaende-aktionen-luetzerath-100.html)
abgerufen am 2023-01-11

[19] [Proteste rund um Lützerath gehen weiter: Aktivisten besetzen Schaufelradbagger im Braunkohletagebau Inden in NRW](https://www.tagesspiegel.de/politik/aktivisten-besetzen-schaufelradbagger-im-braunkohletagebau-inden-in-nrw-9186816.html) in Der Tagesspiegel Online, 
abgerufen am 2023-03-25

[20] [Kreisgeschäftsstelle der Flensburger Grünen
besetzt](https://www.faz.net/agenturmeldungen/dpa/kreisgeschaeftsstelle-der-flensburger-gruenen-besetzt-18598610.html)
abgerufen am 2023-01-14

[21] [Protest: Aktivisten versuchten, auf Werksgelände von Tesla zu gelangen](https://www.zeit.de/wirtschaft/2024-05/aktivisten-versuchen-auf-werksgelaende-von-tesla-vorzudringen) in Die Zeit, 2024-05-10, 
abgerufen am 2026-05-06

[22]

[23] Verfassungsschutz Berlin, Bericht 2019, S. 162 f.
[1](https://www.berlin.de/sen/inneres/verfassungsschutz/publikationen/verfassungsschutzberichte/verfassungsschutzbericht-2019.pdf)

[24] [Warum der Berliner Verfassungsschutz „Ende Gelände“ als
linksextrem
einstuft](https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/berliner-verfassungsschutz-stuft-ende-gelaende-als-linksextrem-ein-16780077.html)
abgerufen am 2020-09-04

[25] Verfassungsschutz Berlin, Bericht 2019, S. 163.

[26] [Klima-Proteste beendet – Innenminister Reul kritisiert
„gewalttätige
Aktionen“](https://www.welt.de/politik/deutschland/article195666545/Ende-Gelaende-Klima-Proteste-beendet-Reul-kritisiert-Aktivisten.html)
abgerufen am 2019-11-28

[27] [„Ende Gelände“ und Linksextremismus: Linke und Grüne in Berlin
sprechen von Abschaffung des
Verfassungsschutzes](https://www.tagesspiegel.de/berlin/ende-gelaende-und-linksextremismus-linke-und-gruene-in-berlin-sprechen-von-abschaffung-des-verfassungsschutzes/25842822.html)
abgerufen am 2020-05-19

[28] [Ende Gelände: Jugendorganisationen fordern Abschaffung des
Verfassungsschutzes](https://www.zeit.de/politik/deutschland/2020-05/ende-gelaende-verfassungsschutz-jusos-gruene-jugend-solid)
abgerufen am 2020-08-31

[29] [Verfassungsschutzbericht
2023](https://www.verfassungsschutz.de/SharedDocs/publikationen/DE/verfassungsschutzberichte/2024-06-18-verfassungsschutzbericht-2023.pdf?__blob=publicationFile&v=11), 2024-06-18

[30] [Verfassungsschutzbericht
2021](https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/publikationen/themen/sicherheit/vsb-2021-gesamt.pdf?__blob=publicationFile&v=6)
abgerufen am 2023-01-11

[31] [„Massenaktion zivilen Ungehorsams“ der linksextremistisch beeinflussten Kampagne „Ende Gelände“ gegen den Braunkohleabbau im Rheinland, BfV-Newsletter Nr. 2/2019 – Thema 5](https://web.archive.org/20201111193606/https://www.verfassungsschutz.de/de/oeffentlichkeitsarbeit/newsletter/newsletter-archiv/bfv-newsletter-archiv/bfv-newsletter-2019-02-archiv/bfv-newsletter-2019-02-thema-05 "Archivlink"), verfassungsschutz.de

[32] [Linksextremisten instrumentalisieren
„Klimaschutz“-Proteste](https://web.archive.org/20190922093503/https://www.verfassungsschutz.de/de/aktuelles/schlaglicht/schlaglicht-2018-08-linksextremisten-instrumentalisieren-klimaschutz-proteste "Archivlink"), 
verfassungsschutz.de, 8/2018

[33]

[34]

[35] [Einstufung des Klimabündnisses Ende Gelände als „linksextremer Verdachtsfall“ ist einer Demokratie unwürdig](https://www.grundrechtekomitee.de/details/einstufung-des-klimabuendnisses-ende-gelaende-als-linksextremer-verdachtsfall-ist-einer-demokratie-unwuerdig)
abgerufen am 2024-06-30

[36] [„Ende Gelände“ jetzt linksextremer Verdachtsfall -
Kritik](https://www.nrz.de/niederrhein/article406619547/ende-gelaende-jetzt-linksextremer-verdachtsfall-kritik.html)
abgerufen am 2024-06-30

[37] [Ende Gelände verfassungsfeindlich? Wir erklären uns
solidarisch!](https://www.bundjugend.de/ende-gelaende-verfassungsfeindlich-wir-erklaeren-uns-solidarisch/)
abgerufen am 2024-06-30

[38] ["Wir müssen sehr genau aufpassen, wie wir mit
zivilgesellschaftlichen Akteuren
umgehen"](https://green-planet-energy.de/presse/artikel/einstufung-von-ende-gelaende-als-linksextremistischer-verdachtsfall)
abgerufen am 2024-07-01

[39] [Die Erwähnung von Ende-Gelände im Berliner
Verfassungsschutzbericht ist
falsch!](https://jusos.de/presse/die-erwaehnung-von-ende-gelaende-im-berliner-verfassungsschutzbericht-ist-falsch/)
abgerufen am 2024-06-30

[40] [Nach Einstufung durch Verfassungsschutz: Zuspruch für Ende
Gelände](https://taz.de/Nach-Einstufung-durch-Verfassungsschutz/!6014967/) in Die Tageszeitung: taz, 2024-06-20, abgerufen am 2024-06-20

[41] [Erstunterzeichner\*innen der WeAct-Petition "Ende Gelände ist Teil der Klimabewegung: Gegen die Kriminalisierung legitimen Protests!"](https://weact.campact.de/s/erstunterzeichnerinnen-der-weact-petition-ende-gelande-ist-teil-der-klimabewegung-gegen-die-kriminalisierung-legitimen-protests)
abgerufen am 2024-07-18

[42] [Verfassungsfeindlicher Klimaaktivismus?](https://verfassungsblog.de/verfassungsfeindlicher-klimaaktivismus/) in Verfassungsblog, 
2024-06-26, abgerufen am 2024-06-27

[43] Jonas Schaible: [*»Wer Klimaschutz verhindert, schafft die grüne RAF«.*](https://www.spiegel.de/politik/deutschland/tadzio-mueller-wer-klimaschutz-verhindert-schafft-die-gruene-raf-a-5e42de95-eaf2-4bc1-ab23-45dfb0d2db89)
In: *Spiegel Online*. 21. November 2021, abgerufen am 19. Juni 2024.

# Ende Gelände 2015

**Ende Gelände 2015** war eine Großaktion der
[Anti-Kohlekraft-Bewegung](https://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Kohlekraft-Bewegung "wikilink")
zur Besetzung des [Braunkohletagebaus
Garzweiler](https://de.wikipedia.org/wiki/Tagebau_Garzweiler "wikilink")
von [RWE Power](https://de.wikipedia.org/wiki/RWE_Power "wikilink")
durch Aktivisten für den
[Klimaschutz](https://de.wikipedia.org/wiki/Klimaschutz "wikilink"). Am
15. August 2015 blockierten bis zu 1000 Menschen in einer Aktion des
[zivilen
Ungehorsams](https://de.wikipedia.org/wiki/Ziviler_Ungehorsam "wikilink")
den Betrieb im
[Tagebau](https://de.wikipedia.org/wiki/Tagebau "wikilink").[1] Der
Polizeieinsatz mit über 30 Verletzten und die enge Kooperation von
Polizei und RWE-Wachschutz waren anschließend Thema des Innenausschusses
des Düsseldorfer Landtages.

Die Nachfolgeaktion 
[Ende Gelände 2016](https://wiki.aktivismus.org/books/geschichte-ende-gelandes/page/ende-gelande-2016) 
fand im von [Vattenfall](https://de.wikipedia.org/wiki/Vattenfall "wikilink")
betriebenen [Lausitzer
Braunkohlerevier](https://de.wikipedia.org/wiki/Lausitzer_Braunkohlerevier "wikilink")
statt.

## Hintergrund

Der Prozess der [globalen
Klimaveränderung](https://de.wikipedia.org/wiki/Klimaveränderung "wikilink")
verschärft die Konflikte um sich verknappende Schlüsselressourcen wie
Wasser, Böden, Lebensmittel und Energieressourcen. Besonders betroffen
seien laut den Aktivisten Menschen im [globalen
Süden](https://de.wikipedia.org/wiki/Globaler_Süden "wikilink"), die
unter Katastrophen wie Dürren oder Überschwemmungen besonders stark
leiden würden. Die Aktivisten argumentierten, dass in Deutschland
Energiekonzerne wie RWE jahrzehntelang Milliardenprofite machten,
während Betroffene in den Tagebaugebieten „unter Gesundheitsschäden,
Umsiedlungen und der Abbaggerung ihrer Dörfer“ leiden würden.[2] Die
Forderungen nach einem „[Green New
Deal](https://de.wikipedia.org/wiki/Green_New_Deal "wikilink")“ („grünem
Kapitalismus“), technischen Lösungen und individuellen Verzichtsappelle
seien
[Augenwischerei](https://de.wikipedia.org/wiki/Augenwischerei "wikilink"),
denn die kapitalistische Wirtschaftsordnung mit einem steten
Expansionszwang sei unvereinbar mit einer [starken
Nachhaltigkeit](https://de.wikipedia.org/wiki/Starke_Nachhaltigkeit "wikilink")
und anderem Wirtschaften. Diese „Wachstums-Logik“ sei der Hauptgrund,
weshalb die [rot-schwarze
Bundesregierung](https://de.wikipedia.org/wiki/Kabinett_Merkel_III "wikilink")
und die rot-grüne nordrhein-westfälische Landesregierung an der
[Kohleverstromung](https://de.wikipedia.org/wiki/Kohleverstromung "wikilink")
festhielten.

## Organisation

Die Aktion war eingebettet in verschiedene weitere Veranstaltungen zum
Thema. Zwischen dem 7. und dem 17. August 2015 fand ein Klimacamp statt.
Am gleichen Ort fand eine Sommerschule zu
[Degrowth](https://de.wikipedia.org/wiki/Degrowth "wikilink") und
[Klimagerechtigkeit](https://de.wikipedia.org/wiki/Klimagerechtigkeit "wikilink")
vom 9. bis 14. August 2015 statt.

Die Kampagne wurde von verschiedenen Gruppen organisiert. Neben
Einzelpersonen, grün-alternativen Gruppen, Aktive der Antiatombewegung
wurde das Projekt auch wesentlich vom
[antikapitalistischen](https://de.wikipedia.org/wiki/Antikapitalismus "wikilink")
Bündnis [Interventionistischen
Linke](https://de.wikipedia.org/wiki/Interventionistische_Linke "wikilink")
getragen. Für die Aktion *Ende Gelände* wurde bundesweit mobilisiert.

## Aktion

Am Morgen des 15. August 2015 machten sich Aktivisten aus
unterschiedlichen Richtungen zum Tagebau Garzweiler auf. Bei
[Erkelenz](https://de.wikipedia.org/wiki/Erkelenz "wikilink") gelang es
bis zu 1000 Demonstranten, in den Tagebau Garzweiler vorzudringen. Die
Polizei sprach später von 805 Personen.[3][4][5][6]

Einige Aktivisten-Gruppen durchbrachen Polizeiketten. Wegen einer
Kletteraktion von Aktivisten an einer Brücke wurde die nahe [A
61](https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesautobahn_61 "wikilink") am
[Kreuz
Jackerath](https://de.wikipedia.org/wiki/Kreuz_Jackerath "wikilink") von
der Polizei gesperrt. Die gesperrte Autobahn wurde von einigen
Aktivisten für den Fußweg in den Tagebau genutzt. [Robin
Wood](https://de.wikipedia.org/wiki/Robin_Wood "wikilink") unterstützte
die Aktion mit eigenen Aktivisten. Der Polizeieinsatz von 1200 Beamten,
an dem u. a. die [Bereitschaftspolizei
NRW](https://de.wikipedia.org/wiki/Polizei_Nordrhein-Westfalen#Bereitschaftspolizei "wikilink")
beteiligt war, wurde von der lokalen Polizei in
[Düren](https://de.wikipedia.org/wiki/Düren "wikilink") geleitet.

Drei der sieben Bagger im Tagebau Garzweiler standen wegen der Aktion
stundenlang still. Eine Gruppe besetzte den aktiven Schaufelradbagger
261 und legte ihn damit still. Am Nachmittag gelang es der Polizei, die
Besetzung des 80 Meter hohen und 200 Meter langen Gerätes durch
Aktivisten zu beenden.[7]

Die [Polizei
Nordrhein-Westfalen](https://de.wikipedia.org/wiki/Polizei_Nordrhein-Westfalen "wikilink")
räumte unter Einsatz von 1200 Beamten und mit Hilfe des RWE-Werkschutzes
die Anlage. Bei der Polizeiaktion wurde
[Tränengas](https://de.wikipedia.org/wiki/Tränengas "wikilink")
eingesetzt und von
[Schlagstöcken](https://de.wikipedia.org/wiki/Schlagstock "wikilink")
Gebrauch gemacht. Rund 100 Personen nahm die Polizei vor Ort fest. 36
Personen wurden verletzt, davon kamen sechs mit schwereren Verletzungen
ins Krankenhaus.[8] Ein großer Teil der Demonstranten wurde, eskortiert
von der Polizei, in RWE-Besucherbussen vom Gelände gefahren.

## Reaktionen

### RWE-Reaktion

RWE stellte Anzeige wegen
[Hausfriedensbruchs](https://de.wikipedia.org/wiki/Hausfriedensbruch_(Deutschland) "wikilink")
gegen alle anwesenden Protestierenden und Journalisten, worauf 797
Strafverfahren eingeleitet wurden.[9] Ermittelt werde auch wegen
Landfriedensbruchs, Verstoß gegen das Waffengesetz und Störung
öffentlicher Betriebe, gab die Polizei Düren an.[10]

Guido Steffen, Pressesprecher von RWE-Power hatte bereits am 14. August
2015, einem Tag vor der Aktion, dem WDR gesagt: „Wer unser
Betriebsgelände betritt, Betriebseinrichtungen betritt, lahmlegt, der
begeht eine Straftat. Eine Straftat, die wir anzeigen werden, und die
wir auch verfolgen werden.“[11]

Rund 300 Mitarbeiter von [RWE Power](https://de.wikipedia.org/wiki/RWE_Power "wikilink") hatten sich
am Morgen des 15. August 2015 in
[Grevenbroich](https://de.wikipedia.org/wiki/Grevenbroich "wikilink")
versammelt, um für den Fortbestand des Tagebaus in Garzweiler zu
demonstrieren und für eine, nach dem Betriebsrat Jürgen Linges „sichere,
bezahlbare Energieversorgung und für gute Arbeitsplätze“.[10] 
Die Gruppe wollte zum Sozialtrakt des Tagebaus Garzweiler II ziehen. Sie sagten die
Aktion allerdings ab, da sich nach ihren Angaben der Weg von Aktivisten
und Mitarbeitern gekreuzt hätte und laut Linges Konfrontationen
vermieden werden sollten.

Laut Guido Steffen (RWE-Power) waren „die Kollegen natürlich sauer, dass
sie an ihrer eigenen Arbeitsstätte ihr demokratisches Recht wegen der
illegalen Aktion anderer nicht wahrnehmen konnten“. Der offizielle
Initiator der Aktion, Betriebsrat Walter Butterweck ([IG
BCE](https://de.wikipedia.org/wiki/IG_BCE "wikilink")), erklärte: „Wir
wollten friedlich unsere Meinung sagen, doch das wird uns durch solche
illegalen Aktionen wie ‚Ende Gelände‘ verwehrt. Das ist nicht
akzeptabel.“[10]

Die Kritik an Form und Ausmaß der Kooperation von RWE-Werkschutz und
Polizei gegen die Demonstranten wies RWE Power nach der Aktion zurück.
Ziel der RWE-Strategie sei es gewesen „die Sicherheit aller Beteiligten“
sicherzustellen.[11]

### Debatte im Landtag und Kritik an Polizeieinsatz und RWE-Werkschutz

RWE als Betreiber der Braunkohlegruben im Rheinland hatte sich nach
Recherchen des [WDR](https://de.wikipedia.org/wiki/WDR "wikilink") schon
früh „auf eine harte Linie gegenüber den angekündigten Aktionen in
Garzweiler festgelegt.“[11] 
Die Polizei habe im Vorfeld der Aktion angeregt, den Betrieb in dem Tagebau an dem Protest-Wochenende ruhen zu
lassen, RWE Power habe dies aber abgelehnt. Die Polizei widersprach der
Darstellung des WDR; eine solche Empfehlung der Polizei habe es nicht
gegeben.[16]

Medienvertreter berichteten, ihre Arbeit sei behindert worden. Die
Redaktionen der Infoseite
[klimaretter.info](https://de.wikipedia.org/wiki/klimaretter.info "wikilink")
und der Tageszeitung [Neues Deutschland](https://de.wikipedia.org/wiki/Neues_Deutschland "wikilink")
legten nach der Aktion Beschwerde bei der Polizei wegen Eingriff in die
[Pressefreiheit](https://de.wikipedia.org/wiki/Pressefreiheit "wikilink")
ein.[17] 
Die Polizei wies die Vorwürfe zurück und kritisierte ihrerseits
die Medienvertreter.[16]

Verschiedentlich wurde kritisiert, dass Polizisten der Polizei NRW mit
Geländewagen des privaten Firmen-Wachschutzes von diesem in die Grube
gefahren wurden. Die Polizei erklärte, Rechtsgrundlage für dieses
Vorgehen sei das nordrhein-westfälische Polizeigesetz.[16]

Die Partei [die Linke in
NRW](https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Linke "wikilink") protestierte
gegen „unverhältnismäßigen Maßnahmen durch die Polizei“. Die
Linken-Politiker [Marco
Böhme](https://de.wikipedia.org/wiki/Marco_Böhme "wikilink") (MdL
Sachsen), [Michael
Aggelidis](https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Aggelidis "wikilink")
(Landesvorstand NRW), [Andrej
Hunko](https://de.wikipedia.org/wiki/Andrej_Hunko "wikilink") (MdB) und
[Hubertus
Zdebel](https://de.wikipedia.org/wiki/Hubertus_Zdebel "wikilink") (MdB)
waren als parlamentarische Beobachter bei *Ende Gelände* dabei. In einer
gemeinsamen Erklärung kritisierten sie „den überharten Polizeieinsatz,
bei dem auch Schlagstöcke und 
[Pfefferspray](https://wiki.aktivismus.org/books/erste-hilfe-in-aktion-demosanis/page/pfeffersprayoc)
eingesetzt wurden. 
Wir haben den Ablauf der Aktionen an diversen Stellen beobachtet und waren Zeugen
eines zum Teil unverhältnismäßigen und völlig unangemessenen
Polizeieinsatzes. Einige Polizisten begnügten sich nicht damit, die
Kette zu halten und zu verhindern, dass Demonstrierende diese Kette
durchqueren konnten, sondern setzten gezielt 
[Pfefferspray](https://wiki.aktivismus.org/books/erste-hilfe-in-aktion-demosanis/page/pfeffersprayoc) 
ein oder hieben mit Schlagstöcken auf einzelne Demonstrationsteilnehmer ein. Wir
werden dementsprechend
[Dienstaufsichtsbeschwerde](https://de.wikipedia.org/wiki/Dienstaufsichtsbeschwerde "wikilink")
gegen die handelnden Polizeieinheiten stellen.“[20]

Mona Bricke, Sprecherin des Bündnisses „Ende Gelände“, übte ebenfalls
Kritik am Vorgehen der Polizei, die friedliche Demonstranten mit
Schlagstöcken und 
[Pfefferspray](https://wiki.aktivismus.org/books/erste-hilfe-in-aktion-demosanis/page/pfeffersprayoc) 
angegriffen hätten.

Die Fraktionen der B90/Grünen, der Linken und der Piratenpartei im
Düsseldorfer Landtag forderten eine Aufklärung der Kritik des
Polizeieinsatzes bei *Ende Gelände*. Die Piraten-Fraktion stellte einen
Antrag zur Behandlung im Innenausschuss, und so befasste sich am
27. August 2015 dieser Landtags-Ausschuss mit dem Polizeieinsatz und der
Zusammenarbeit von Polizei und RWE.

CDU und SPD forderten nach der Berichterstattung des WDR, dass dieser
sich an Landesrecht zu halten habe und „friedliche Straftaten“ nicht
rechtfertigen dürfe. Der Landes-Polizeiinspekteur Bernd Heinen
rechtfertigte den teilweise harten Umgang mit Journalisten während der
Aktion damit, dass kein öffentliches Interesse am Geschehen bestanden
habe.[21]

### Reaktionen aus der Region

Laut [die
tageszeitung](https://de.wikipedia.org/wiki/die_tageszeitung "wikilink")
stieß die Aktion in der Region auf ein geteiltes Echo.[8]

7.600 Menschen aus zwölf Ortschaften mussten für den Tagebau Garzweiler
bis 2015 bereits umgesiedelt werden. Für die Bewohner von fünf weiteren
Orte im Raum Erkelenz mit nochmals 1.600 Menschen ist die Umsiedlung
beschlossen. In einem der künftig verschwindenden Dörfer,
[Immerath](https://de.wikipedia.org/wiki/Immerath "wikilink"), fand
parallel zur Grubenbesetzung eine
[Demonstration](https://de.wikipedia.org/wiki/Demonstration "wikilink")
mit rund 800 Teilnehmern statt, unter denen auch einige Bewohner der
Region waren. Ein Teil der Menschen aus den betroffenen Orten wehrt sich
nicht gegen die Umsiedlung, da sie vom RWE-Konzern entschädigt werden.
Die zerstörten Dörfer werden von RWE als zusammengehörende Gemeinden an
anderer Stelle wieder aufgebaut.

## Juristische Aufarbeitung

Aus der Antwort der [Landesregierung von
Nordrhein-Westfalen](https://de.wikipedia.org/wiki/Landesregierung_von_Nordrhein-Westfalen "wikilink")
vom 2. August 2017 auf eine kleine Anfrage ist zu entnehmen, dass bei
der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach im Zusammenhang mit dem
„Klimacamp 2015“ am Tagebau Garzweiler insgesamt 578
Ermittlungsverfahren anhängig gemacht wurden. 355 Verfahren richten sich
gegen Unbekannt. In 223 Ermittlungsverfahren wurden die Personalien der
Beschuldigten ermittelt. Stand Ende März sind davon nach einem Bericht
des Leitenden Oberstaatsanwaltes in Mönchengladbach 54 Verfahren vor
Anklageerhebung eingestellt worden. Nach Anklageerhebung durch die
Staatsanwaltschaft wurden weitere 18 Verfahren mit Zustimmung des
Amtsgerichtes eingestellt.[23] Drei Aktivisten wurden freigesprochen, da
auf einer gesperrten Autobahn durch die Aktivisten keine konkrete Gefahr
für Leib und Leben von anderen Menschen oder fremde Sachen von
bedeutendem Wert entstehen kann. Dies entspricht ständiger
Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes. Weitere 4 Aktivisten wurden
freigesprochen, da bei einem Tagebau mangels durchgehender
[Umfriedung](https://de.wikipedia.org/wiki/Umfriedung "wikilink") der
Tatbestand des
[Hausfriedensbruches](https://de.wikipedia.org/wiki/Hausfriedensbruch_(Deutschland) "wikilink")
nicht erfüllt ist. Mit weiteren Freisprüchen ist zu rechnen.[24]

## Einzelnachweise

<references />

[Kategorie:Politische Veranstaltung
2015](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Politische_Veranstaltung_2015 "wikilink")
[Kategorie:Demonstration](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Demonstration "wikilink")
[Kategorie:Rheinisches
Braunkohlerevier](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Rheinisches_Braunkohlerevier "wikilink")
[Kategorie:Klimapolitik](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Klimapolitik "wikilink")
[Kategorie:Treibhausgasemission](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Treibhausgasemission "wikilink")
[Kategorie:Veranstaltung
(Wirtschaftspolitik)](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Veranstaltung_(Wirtschaftspolitik) "wikilink")
[\#2015](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Ende_Gelände "wikilink")

[1] *Braunkohle-Gegner besetzen Bagger des Tagebaus Garzweiler*, Kölner
Stadt-Anzeiger, 15. August 2015, gesichtet am 16. Januar 2016.

[2] Zitat nach *[Ende Gelände. 'Ende Gelände!' für Kohle & Kapitalismus
– Im August die Kohlebagger im Rheinland
stoppen](https://www.interventionistische-linke.org/projekt/ende-gelaende)*,
Interventionistische Linke. Gesichtet am 16. Januar 2016.

[3] [Kohleproteste: Diskussionen um Polizeieinsatz im Tagebau – WiWo
Green](http://green.wiwo.de/kohleproteste-diskussionen-um-polizeieinsatz-bei-tagebaubesetzung/)
abgerufen am 2016-04-08

[4] [Politik kneift vor
Garzweiler-Polizeieinsatz](http://www.archiv.klimaretter.info/protest/hintergrund/19391-politik-kneift-vor-garzweiler-polizeieinsatz)
abgerufen am 2018-05-09

[5] [POL-DN: Einsatz am Tagebau Garzweiler: Polizei betont ihre
Neutralität](https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/8/3101129)
abgerufen am 2016-04-08

[6] *[Klimacamp von Umweltschützern: Braunkohle-Gegner drangen in
Tagebau-Gebiet
ein](https://www1.wdr.de/themen/archiv/sp_braunkohle/braunkohle-klimacamp-118.html)*,
WDR, 15. August 2015, gesichtet am 16. Januar 2016.

[7] *[Umweltschützer besetzen
Bagger](https://www.fr.de/panorama/umweltschuetzer-besetzen-bagger-11194601.html)*,
Frankfurter Rundschau, 15. August 2015, gesichtet am 16. Januar 2016.

[8] *[RWE-Tagebau Garzweiler blockiert: Widerstand in der
Mondlandschaft](https://taz.de/RWE-Tagebau-Garzweiler-blockiert/!5220276/)*,
taz, 16. August 2015, gesichtet am 16. Januar 2016.

[9] *[RWE-Vorgehen gegen Demonstranten – „Unangemessen und
absurd“](https://www.tagesschau.de/kommentar/kommentar-braunkohle-proteste-101.html)*,
tagesschau.de, 16. August 2015, gesichtet am 16. Januar 2016.

[10] *[Kohle-Krawalle: RWE-Mitarbeiter
entsetzt](https://rp-online.de/nrw/staedte/grevenbroich/tagebau-garzweiler-rwe-mitarbeiter-von-protesten-entsetzt_aid-21982529)*,
Rheinische Post, 17. August 2015, gesichtet 18. Januar 2016.

[11] Jürgen Döschner: [Garzweiler – keine Deeskalationsstrategie: Enge Zusammenarbeit von RWE und Polizei](https://web.archive.org/web/20160119185042/http://www1.wdr.de/themen/aktuell/rwe-garzweiler-100.html), 
WDR, 19. August 2015, gesichtet 18. Januar 2016.

[12]

[13]

[14]

[15]

[16] [POL-DN: Einsatz am Tagebau Garzweiler: Polizei betont ihre
Neutralität](https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/8/3101129)
abgerufen am 2016-01-20

[17] *[Polizei setzte Tränengas gegen Journalistin
ein](https://www.nd-aktuell.de/artikel/981472.polizei-setzte-traenengas-gegen-journalistin-ein.html)*,
Neues Deutschland, 17. August 2015, gesichtet 16. Januar 2016.

[18]

[19]

[20] [Linke Abgeordnete und Vorstandsmitglieder üben scharfe Kritik an Polizeieinsatz und Kumpanei mit RWE](https://web.archive.org/web/20160116164931/http://www.dielinke-nrw.de/nc/politik/presse/detail_nachrichten/zurueck/nachrichten-1/artikel/ende-gelaende-beeindruckende-und-mutige-aktion-zivilen-ungehorsams-gegen-groessten-klimakiller-euro/), 
Linke NRW, 17. August 2015, gesichtet am 16. Januar 2016.

[21] Zitiert nach Pressemitteilung von Ende Gelände, Düsseldorf, 24.
September 2015: Landesregierung verweigert im Innenausschuss konsequente
Auseinandersetzung mit dem Polizeieinsatz bei „Ende Gelände“.
Pressefreiheit öffentlicher Medien massiv angegangen. Innenminister
Jäger schweigt.

[22]

[23] [Strafverfahren und Erkenntnisse zu den Vorfällen des "Klima-Camps"
2015](https://kleineanfragen.de/nordrhein-westfalen/17/203-sind-tagebaue-ein-rechtsfreies-gelaende)
abgerufen am 2017-08-17

[24] [Hausfriedensbruch: Gericht spricht Tagebaugegner frei](http://www.wz.de/lokales/rhein-kreis-neuss/neuss/hausfriedensbruch-gericht-spricht-tagebaugegner-frei-1.2433363) in Westdeutsche Zeitung, 2017-05-10, 
abgerufen am 2017-08-17

# Ende Gelände 2016

**Ende Gelände 2016** war eine Großaktion [zivilen
Ungehorsams](https://de.wikipedia.org/wiki/Ziviler_Ungehorsam "wikilink")
im [Lausitzer
Braunkohlerevier](https://de.wikipedia.org/wiki/Lausitzer_Braunkohlerevier "wikilink")
für den
[Klimaschutz](https://de.wikipedia.org/wiki/Klimaschutz "wikilink"). Von
Freitag, dem 13. Mai bis Sonntag, den 15. Mai blockierten 3500 bis 4000
Menschen den Betrieb des
[Tagebaus](https://de.wikipedia.org/wiki/Tagebau_Welzow-Süd "wikilink")
und des [Kraftwerks Schwarze
Pumpe](https://de.wikipedia.org/wiki/Kraftwerk_Schwarze_Pumpe "wikilink"),[1]
das Kraftwerk musste auf 20 % seiner Leistung gedrosselt werden.[2]

Ende Gelände 2016 war eine Fortsetzung von 
[Ende Gelände 2015](https://wiki.aktivismus.org/books/geschichte-ende-gelandes/page/ende-gelande-2015) 
und Teil der weltweiten Aktionswoche „Break Free!“ der Bewegung für
[Klimagerechtigkeit](https://de.wikipedia.org/wiki/Klimagerechtigkeit "wikilink")
in der ersten Maihälfte, mit dem gemeinsamen Ziel „fossile Brennstoffe
im Boden zu lassen und eine neuartige gerechte Wirtschaft mit 100 %
erneuerbaren Energien aufzubauen“.[3]

## Hintergrund

Ende Gelände gründete sich in Deutschland im Jahr 2015 als
Zusammenschluss von Umweltgruppen und „Menschen aus den Anti-Atom- und
Anti-Kohle-Bewegungen“. Die erste Aktion des Bündnisses war mit 
[Ende Gelände 2015](https://wiki.aktivismus.org/books/geschichte-ende-gelandes/page/ende-gelande-2015) die
Blockade des [Tagebau
Garzweiler](https://de.wikipedia.org/wiki/Tagebau_Garzweiler "wikilink")
von [RWE](https://de.wikipedia.org/wiki/RWE "wikilink").[4] Auf einer
Konferenz in Leipzig im November 2015 wurde entschieden, den Protest im
Jahr 2016 in die Lausitz zu verlegen, um den Verkauf des
Braunkohlereviers von Vattenfall an
[EPH](https://de.wikipedia.org/wiki/Energetický_a_Průmyslový_Holding "wikilink")/[EP
Energy](https://de.wikipedia.org/wiki/EP_Energy "wikilink") und seinen
weiteren langfristigen Betrieb zu verhindern. Stattdessen sollte
erreicht werden, dass Vattenfall die Kraftwerke und Tagebaue schnell und
sozialverträglich schließt.[5]

Zudem sieht sich Ende Gelände als Teil eines „globalen Kampfes“ gegen
fossile Infrastrukturen: „Pipelines in den USA, Kohlehäfen in
Australien, Fracking in Brasilien, Ölbohrungen in Nigeria“.[6]
Schließlich wird eine Abkehr von „Profitlogik und Wachstumswahn“,
„Großprojekte(n) und (der) fortgesetzte(n) Ausbeutung des globalen
Südens“ gefordert.[5] 
Ein Sprecher des Bündnisses erklärte, dass der
„Ausstieg aus der Kohlekraft in Paris von der Weltgemeinschaft
festgeschrieben (wurde), aber es hält sich jetzt niemand daran.“ Deshalb
seien Protest und auch ziviler Ungehorsam notwendig und legitim.[8]

Das Ziel war, den [Tagebau
Welzow-Süd](https://de.wikipedia.org/wiki/Tagebau_Welzow-Süd "wikilink")
vorübergehend stillzulegen. Dieser wurde vom
[schwedischen](https://de.wikipedia.org/wiki/Schweden "wikilink")
Energiekonzern
[Vattenfall](https://de.wikipedia.org/wiki/Vattenfall "wikilink")
betrieben, der dort jährlich rund 20 Millionen Tonnen
[Braunkohle](https://de.wikipedia.org/wiki/Braunkohle "wikilink")
förderte. So sollte die Kohleversorgung des [Kraftwerks Schwarze
Pumpe](https://de.wikipedia.org/wiki/Kraftwerk_Schwarze_Pumpe "wikilink")
bei [Spremberg](https://de.wikipedia.org/wiki/Spremberg "wikilink")
unterbrochen und Vattenfall zum Herunterfahren desselben gezwungen
werden. Anfang des Jahres 2016 hatte Vattenfall angekündigt, seine
gesamte deutsche Braunkohlesparte inklusive der Tagebaue und Kraftwerke
zu verkaufen. Käufer sollten der
[tschechische](https://de.wikipedia.org/wiki/Tschechien "wikilink")
Energiekonzern
[EPH](https://de.wikipedia.org/wiki/Energetický_a_Průmyslový_Holding "wikilink")
und der Finanzinvestor
[PPF](https://de.wikipedia.org/wiki/PPF_Group "wikilink") werden. Nach
Schätzungen lagern noch rund eine Milliarde Tonnen Braunkohle im
Lausitzer Revier mit einem Geldwert von zwei bis vier Milliarden Euro.
Einen großen Teil davon will der neue Betreiber EPH fördern und in
Schwarze Pumpe sowie
[Jänschwalde](https://de.wikipedia.org/wiki/Kraftwerk_Jänschwalde "wikilink")
und
[Boxberg](https://de.wikipedia.org/wiki/Kraftwerk_Boxberg "wikilink")
verbrennen.[9] Durch den Wechsel vom staatlichen Konzern Vattenfall zu
EPH/PPF befürchten Kritiker wie Greenpeace eine Verschlechterung der
sozialen und ökologischen Standards für die Region, mangelhafte
finanzielle Rückstellungen für die spätere Rekultivierung der Tagebaue
und eine Verzögerung des Kohleausstiegs.[10]

Von den Kohlebefürwortern in der Region wurde der Verkauf an EPH/PPF als
alternativlos angesehen. Die Kohle soll so noch möglichst lange abgebaut
und verbrannt werden, laut EU Energiekommissar Oettinger und
Gewerkschaft IGBCE bis mindestens zur Mitte des Jahrhunderts.[11] 
Der von Menschen verursachte Klimawandel wird dabei geleugnet oder
marginalisiert,[12] 
oder das mögliche Ende der Lausitzer Kohle als klimatisch und politisch unwichtig dargestellt.[12] 
Die Kraftwerke seien so modern, dass sie dem „Weltklima sogar helfen“ könnten.[12] 
Die Forderung nach einem Kohleausstieg wird abgelehnt.

## Organisation

Ende Gelände war eingebettet in die weltweite Woche gegen fossile
Energien namens „Break Free from fossil fuels“ des gleichnamigen
Bündnisses.[15] Dazu kamen verschiedene weitere Veranstaltungen für die
Energiewende und gegen die klimaschädliche Kohlenutzung. Am 14. Mai
führte eine Demonstration „gegen Kohleverstromung“ mit 1500 Teilnehmern
durch [Welzow](https://de.wikipedia.org/wiki/Welzow "wikilink"),[16] zu
der neben [Oxfam](https://de.wikipedia.org/wiki/Oxfam "wikilink")
Deutschland, dem
[INKOTA-netzwerk](https://de.wikipedia.org/wiki/INKOTA-netzwerk "wikilink"),
[campact](https://de.wikipedia.org/wiki/campact "wikilink"), [attac
Deutschland](https://de.wikipedia.org/wiki/Attac#Attac_Deutschland "wikilink"),
[Robin Wood](https://de.wikipedia.org/wiki/Robin_Wood "wikilink") und
[350.org](https://de.wikipedia.org/wiki/350.org "wikilink") auch der
[BUND](https://de.wikipedia.org/wiki/Bund_für_Umwelt_und_Naturschutz_Deutschland "wikilink")
seine Mitglieder zur Teilnahme aufrief.[17][18] 
Ende Gelände wurde von verschiedenen, trotz der internationalen Teilnehmer überwiegend in
Deutschland ansässigen Gruppen organisiert, unter anderem von der
Anti-Kohle Gruppe ausgeCO<sub>2</sub>hlt, die Ende Gelände 2015
ausrichtete. Zum Kreis der Organisatoren gehörten Einzelpersonen,
lokale, überregionale und internationale Umweltgruppen, Zusammenhänge
aus der Antiatombewegung und aus dem antikapitalistischen Spektrum. Für
Ende Gelände 2016 wurde europaweit mobilisiert und die Zahl der
internationalen Teilnehmer wurde auf über 1000 geschätzt.[19] 
Die Internationalen Teilnehmer reisten mit Bussen und in mehreren längeren
Fahrradtouren aus Kopenhagen, Wien, Bern, Paris und Ost-England an.[20]
Der Aufruf zum [zivilen
Ungehorsam](https://de.wikipedia.org/wiki/Ziviler_Ungehorsam "wikilink")
wurde von 52 Organisationen unterzeichnet, die die Aktionsform und das
Anliegen unterstützen, unter anderem: 350.org, ATTAC Deutschland, Grüne
Jugend Bundesverband, Linksjugend Solid Bundesverband,
Interventionistische Linke Bundesverband, YASunidos (Ecuador) und Fuel
Poverty Action (UK).[6]

Eine „Solidaritätserklärung mit dem friedlichen Protest gegen die Kohle“
wurde von 16 Gruppen unterzeichnet, unter anderen vom
BUND-Bundesverband, BUNDjugend, Campact, Oxfam, Naturfreunde
Deutschlands, Umweltinstitut München und Urgewald.[22]

Ende Gelände gliedert sich in 17 Arbeitsgruppen, die verschiedene
Aufgaben von der Anreise über die politischen Aktionen bis zur
Pressearbeit unter sich aufgeteilt hatten, was eine reibungslose
Organisation ermöglichte.[23]

### Kampagne gegen Ende Gelände

Schon lange vor Ende Gelände wurde der angekündigte zivile Ungehorsam,
von Kohlebefürwortern wiederholt als „Gewalt“ bezeichnet und mit
juristischen Repressalien bedroht.[24] In der Region wurden tausende
Schilder aufgehängt, im Aussehen ähnlich den Wahlkampfschildern, mit der
Aufschrift „Pfingsten 2016 Gewalt stoppen“. Dahinter stand der Verein
„pro Lausitzer Braunkohle“.[25] Pro Lausitzer Braunkohle e. V. sowie
weitere „pro-Kohle“-Initiativen wurden wiederholt gerügt, da sie von
Vattenfall finanziert werden, sich jedoch fälschlich als unabhängig und
bürgernah darstellen.[26][27][28][29] Ende Gelände nannte die
Diskreditierung des zivilen Ungehorsams als Gewalt eine „Unterstellung“,
die den Menschen in der Region „offenbar gezielt Angst machen
sollte“.[30]

### Klima-Camp

Das Laustizcamp findet seit 2011 in der Lausitz statt unter dem Motto
„Kein Land mehr für Kohle!“.[31] Im Jahr 2016 fiel es wesentlich größer
aus, da die meisten Aktivisten von Ende Gelände dort übernachteten.
Einigen Medien ([Rundfunk
Berlin-Brandenburg](https://de.wikipedia.org/wiki/Rundfunk_Berlin-Brandenburg "wikilink")
u. a.) verbreiteten die Falschmeldung von einem
„[Catering](https://de.wikipedia.org/wiki/Catering "wikilink")“ auf dem
Lausitzcamp,[32] und meinten damit das Küchen-Kollektiv, welches auf dem
[Klimacamp](https://de.wikipedia.org/wiki/Klimacamp "wikilink") kochte.
Alle Teilnehmer waren angehalten, dafür einen Unkostenbeitrag von 10 bis
15 Euro je Tag beizusteuern und in verschiedenen Arbeitsgruppen das
Küchen-Kollektiv zu unterstützen.[33]

### Finger-Taktik

Die 3500–4000 Aktivisten wandten die
„[Fünf-Finger-Taktik](https://de.wikipedia.org/wiki/Fünf-Finger-Taktik "wikilink")“
an, die im Wendland während der Castortransporte erfolgreich war; das
heißt, sie teilten sich in „Fingerstrukturen“ auf. Eine Gruppe von
mehreren hundert Personen ist dabei einem „Finger“ zugeordnet, 5–15
Personen bilden ein
„[Bezugsgruppe](https://de.wikipedia.org/wiki/Bezugsgruppe_(Aktivismus) "wikilink")“
und je zwei Personen bilden ein „Tandem“.[30] 
Tandems, Einzelpersonen und Bezugsgruppen geben sich Phantasienamen, 
um sich in der Menge jederzeit finden zu können, jedoch gegenüber der Polizei und Werkschutz
anonym bleiben zu können. Deshalb trugen viele Aktivisten, insbesondere
auf den offiziellen Photos, Sonnenbrillen und Staubmasken.[35] In der
Gewahrsamnahme in Cottbus verweigerten die meisten die Angabe ihrer
Personalien.[36] Die Bezugsgruppen handeln in der Aktion autonom, das
heißt, sie berufen bei Bedarf ein Plenum ein und beraten, ob sie die
Aktion weitertragen, eine Eskalation in Kauf nehmen, oder abbrechen.[37]
Ein Rat aus Delegierten aus jeder Bezugsgruppe, das „Delegiertenplenum“
tritt seltener zusammen und repräsentiert einen gesamten „Finger“ mit
mehreren hundert Personen. Die Entscheidungen der Finger sind daher
nicht vollständig vorhersehbar und planbar, da teils am Ort neu
entschieden wird. Wie die Medien berichteten, haben die Fingerstrukturen
vor dem Wochenende bereits das gewaltlose „Durchfließen“ von
Polizeiketten in „Aktionstrainings“ geübt.[33] 
Zu jedem Finger gehört eine Fahnengruppe, die Richtungswechsel angibt. 
Eine Gruppe mit Funkgeräten kommuniziert mit den anderen Fingern. 
Eine Gruppe mit Megaphonen ist für Ansagen, Gesang und Sprechchöre verantwortlich. 
Dazu kommen jeweils noch einzelne Sanitäter, Photographen, Journalisten und Parlamentarier.[39][40]

## Aktion

Die Besetzung begann größtenteils am Freitag, dem 13. Mai, erreichte
einen Höhepunkt am Samstag Abend und endete größtenteils am Sonntag
15:00 Uhr.

### Freitag, 13. Mai

<figure>

<figcaption>mini|Auszug des „grünen Fingers“ aus dem
Lausitzcamp</figcaption>
</figure>

Am Freitag verließen drei große Gruppen, der rote, orange und grüne
Finger gegen 13:00 das Klimacamp. Der „grüne Finger“, auch als
„internationaler Finger“ bezeichnet, besetzte eine Verladestation und
einen Schienenknotenpunkt der Braunkohle, zunächst nur die Schienen,
später auch die zwei Kohle-Verladetürme. Der „orange Finger“ besetzte
den Schienenstrang direkt vor dem Kraftwerk, der „rote Finger“ ging in
den Tagebau und besetzte mehrere Abraumbagger und Förderbänder. Viele
der Aktivisten setzten die Blockade auf den Baggern und Förderbändern
über Nacht fort.[41] Polizei und Werkschutz schritten nicht ein. Zudem
gab es zwei Blockaden unabhängig von Ende Gelände, Aktivisten von Robin
Wood blockierten einen Schienenstrang am Kraftwerk durch abseilen und
eine zweite mittels einer Betonpyramide. Die Polizei sprach zu diesem
Zeitpunkt von 1000, Ende Gelände von 2000 Aktivisten.

Während Vattenfall am Morgen noch das Betreten des Tagebaus Aktivisten
und Journalisten untersagte, erklärte der Sprecher Thoralf Schirmer am
Nachmittag einen „Tag der offenen Tür“. Man könne das Kraftwerk für 24
Stunden auch ohne Tagebau versorgen. Die Polizei erklärte, die Bagger
seien schon am Donnerstag abgestellt worden, und es bestünde keine
Gefahr und kein Anlass einzugreifen.[42]

### Samstag, 14. Mai

<figure>

<figcaption>mini|Eine Sitzblockade auf einer Schiene am 2.
Tag</figcaption>
</figure>

Am Samstag morgen stellte Vattenfall zahlreiche Strafanzeigen unter
anderem wegen Landfriedensbruchs. Indessen begaben sich der blaue und
hellblaue Finger mit Fahrrädern zum Kraftwerk zur Unterstützung der
Sitzblockade.[43][44] 
Die Besetzungen im Tagebau und an der Kohleverladestation erhielten Unterstützung, 
nachdem viele Aktivisten in der Nacht zum Schlafen ins Lausitzcamp gegangen waren. 10:30 wurde ein
letzter Schienenstrang zwischen Kraftwerk und Kohlelager besetzt, womit
das Kraftwerk vom Brennstoffnachschub abgeschnitten war, und bis zur
Beendigung der Blockade Sonntag Nachmittag abgeschnitten blieb.[45]

12:40 Uhr forderte Vattenfall erneut die Räumung der Blockaden mit der
Begründung „die Produktion \[könne\] so nicht laufen“. Die Sprecherin
der Polizei Ines Fieloh erklärte jedoch: „Solange für die Aktivisten in
der Grube und auf dem Bagger keine Gefahr für Leib und Leben besteht,
gehen wir da nicht rein.“[46] „Eine staatsanwaltliche Prüfung habe
ergeben, dass keine Straftatbestände wie Hausfriedensbruch oder Nötigung
vorlägen.“[47]

Rund 1000 Menschen demonstrierten ab 13:20 gegen den Kohleabbau in der
Lausitz. In einer lange vorab angemeldeten Demonstration zogen sie von
[Welzow](https://de.wikipedia.org/wiki/Welzow "wikilink") nach
[Proschim](https://de.wikipedia.org/wiki/Proschim "wikilink"). Proschim
soll nach den jetzigen Plänen weggebaggert werden.

15:50 sollten die Aktivisten von der Schieneblockade bei Roggosen
geräumt werden, wobei die Polizei die Gleise zersägen musste, so dass
diese für Kohlezüge unpassierbar blieben. Gegen vier Uhr erklärte
Vattenfall, die Leistung des Kraftwerks auf 20 % gedrosselt zu haben.

Kleingruppen von Ende Gelände blockierten den Samstag über kurzzeitig
Straßen und Fahrradwege mit aufblasbaren Würfeln. Fahrzeuge des
Werkschutzes wurden so vom Befahren der Straßen abgehalten.[48]

### Besetzung des Kraftwerks

Um 16:10 Uhr bildete sich aus der Sitzblockade vor dem Kraftwerk
Schwarze Pumpe eine kleinere Gruppe von einigen hundert Aktivisten, die
sich vor das Kraftwerk begaben. Um 16:45 Uhr, nach einem
Plenumsbeschluss, überstiegen rund 1000 Aktivisten die Zäune zum
Kraftwerksgelände. Teils wurden Zäune beschädigt, das Tor wurde
niedergerissen.[49] Vattenfall sprach später von einer „Erstürmung“ des
Kraftwerks.[50] 
Im Werksgelände bewegten sich die Aktivisten für einige Minuten weitestgehend frei und scheinbar ziellos, 
wobei sich der
Werkschutz zurückgezogen hatte. Nach nur fünf Minuten, um 16:50 Uhr,
traf eine Hundertschaft der Polizei ein und die Aktivisten versuchten,
den einsetzenden Festnahmen, begleitet von Schlagstockeinsatz und
[Pfefferspray](https://wiki.aktivismus.org/books/erste-hilfe-in-aktion-demosanis/page/pfeffersprayoc), 
durch Flucht über die Zäune auf der Südseite des
Kraftwerks zu entgehen.[49] 
Einige zogen sich erhebliche Verletzungen beim Übersteigen der Zäune zu.[52] 
Zwei Aktivisten wurden durch Rettungskräfte in ein Krankenhaus gebracht.[53] 
Die Polizei setzte rund 130 Aktivisten in einem Kessel fest, bevor sie in die Wache nach Cottbus
gebracht wurden, wo sie die Nacht verbrachten.

Um 19:30 Uhr schloss sich die Polizei dem schon zuvor geäußerten Vorwurf
Vattenfalls an und verschärfte ihn zudem als „schweren“
Landfriedensbruch.[19][55][53] 
Zur Begründung hieß es, die Aktivisten hätten „den Bogen deutlich überspannt \[...\], indem sie im
Werkseingangsbereich die Zäune niederrissen und sich dann auf das
Werksgelände begaben.“[57]

In den Abendnachrichten des Rundfunks Berlin Brandenburgs wurde
berichtet, dass von den Aktivisten Gewalt gegen Mitarbeiter des
Werkschutzes ausgegangen wäre, wobei ein Wachmann verletzt worden
sei.[19] 
Andere Medien wie der evangelische Pressedienst, Neues Deutschland und TAZ bestätigten dies jedoch nicht.[59][60][61] 
Von Vattenfall wurde der Vorwurf eines verletzten Wachmanns nicht erhoben.
Ende Gelände widersprach der Darstellung des RBB: „\[…\] auch beim
Besuch des Kraftwerks haben wir unseren Aktionskonsens strikt
eingehalten – Menschen wurden nicht gefährdet. Natürlich kann es zu
Blockaden gehören, einen Zaun zu überwinden.“[62]

<figure>

<figcaption>mini|Polizei verhaftet Aktivisten auf dem Gelände von
Schwarze Pumpe</figcaption>
</figure>

Um 19:40 Uhr erklärte Ende Gelände, dass sich im Laufe des Tages 3500
Menschen an den Blockaden beteiligt hätten, was als großer Erfolg
gewertet wurde. 700 Aktivisten bereiteten sich auf den, trotz der
Kraftwerksräumung, weiterbestehenden Blockaden auf die Nacht vor.

Am Abend fand vor dem Kraftwerk eine spontane Demonstration mit einigen
hundert Teilnehmern unter dem Motto „Wir leben von der Kohle“ und „Wir
lassen uns nicht von Zugereisten die ganze Lausitz kaputt trampeln“
statt. Viele pro-Kohle Demonstranten kamen direkt von der Schicht.[60]
Ende Gelände erklärte, es seien auch Kohlebefürworter mit Bussen
angekommen und hätten anfangs friedlich für die Braunkohle
demonstriert.[64] Nach Beendigung der Demonstration jedoch haben sich
„rund 500 Anwohner, Kohlearbeiter und Neonazis am Fuße einer
Gleisbrücke“ versammelt und die Aktivisten auf einer Gleisblockade sowie
vor dem Kraftwerk durch werfen von Flaschen und Feuerwerkskörpern
angegriffen, bedroht und beschimpft. Die Polizei griff längere Zeit
nicht ein.[60][64][62] (siehe Abschnitt neonazistische Angriffe)

### Sonntag, 15. Mai

Am Sonntag bestanden alle Blockaden weiter bis 15:00 Uhr. Rund 48
Stunden nach Beginn der Blockaden und über 24 Stunden nach „Abschneiden“
des Kraftwerks erklärten die Pressesprecher von Ende Gelände das Ende
der Aktion. Die meisten Gruppen verließen im Laufe des Nachmittags die
Blockaden und kehrten ins Lausitzcamp zurück.[62]

Einige harrten noch länger aus. Eine Gruppe, die sich mit „lock-ons“ an
die Schienen angekettet hatte, blieb, bis sie Sonntagnachmittag von der
Polizei geräumt wurde. Eine weitere Gruppe hielt den Abraumbagger im
Tagebau Welzow Süd bis Montagmorgen besetzt. Eine weitere
Schienenblockade wurde am Sonntag von der Polizei durch Wegtragen der
verbliebenen Aktivisten geräumt.[69][70]

Am Nachmittag wurden die rund 130 festgenommenen Aktivisten mit einer
Ausnahme aus dem
[Polizeigewahrsam](https://de.wikipedia.org/wiki/Polizeigewahrsam "wikilink")
entlassen.[71] In der folgenden Woche wurden drei weitere Personen in
Untersuchungshaft verbracht, zwei davon von der in der Nähe gelegenen
und geräumten Baumbesetzung Lautonomia, die ebenfalls gegen den Tagebau
streitet.

Berichten einer zeitweise gefangenen Aktivistin und einer
Pressemitteilung von Ende Gelände zufolge wurden den inhaftierten
Aktivisten die Grundrechte auf Nahrung, Wasser und zwei Telefonate
verweigert bzw. konnten nicht gewährt werden aufgrund von Personalmangel
auf der Wache.[72]

### Bilder von den Aktionen

`Baggerbesetzung Welzow Süd.jpg|Baggerbesetzung Welzow Süd, unter dem Bagger`  
`Förderband bunt.jpg|Aktivisten auf dem Förderband`  
`Ende Gelaende Einzug Tagebau Tag 1.jpg|Einzug der Aktivisten in den Tagebau am ersten Tag`  
`Schienenblockade.jpg|Eine Schienenblockade`  
`Besetzte Kohleverladebrücke.jpg|Besetzte Kohleverladebrücke zwischen Kraftwerk und Tagebau`  
`Niedergerissener Kraftwerkszaun KW Schwarze Pumpe - Westseite.jpg|Niedergerissener Kraftwerkszaun KW Schwarze Pumpe`  
`Im Kraftwerk schwarze Pumpe.jpg|Im Kraftwerk schwarze Pumpe`

## Neonazistische Angriffe

Laut Ende Gelände waren innerhalb der pro-Kohle Demonstration am Abend
des 14. Mai vor dem Kraftwerk Gruppen lokaler Neonazis mit IGBCE Fahnen
zugegen. Von Seiten der Polizei wurde die Beteiligung von Neonazis an
der Demonstration nicht bestätigt.[73] Der Verein Opferperspektive
Brandenburg forderte später die Landesregierung und IGBCE zur Aufklärung
auf, „inwieweit es rechten Strukturen gelungen ist, die
‚Pro-Kohle‘-Demonstrationen für sich zu nutzen“.[74]

Ende Gelände schrieb in einer Pressemitteilung, dass Aktivisten und
Journalisten das Wochenende über wiederholt an mehreren Orten von
Personen aus dem rechten Spektrum angegriffen wurden.[75] Die
Opferperspektive Brandenburg sammelte nachträglich Berichte von
Angriffen und legte diese dem Landtag Brandenburgs vor. Es ist dort die
Rede von „einer Vielzahl rechter Angriffe, die sich rund um die
Protestaktionen in der Lausitz ereigneten. Dazu kommen weitere
Übergriffe, bei denen ein rechter Tathintergrund anzunehmen ist.“[74]

Bereits am ersten Tag von Ende Gelände wurde eine Blockade von
Robin-Wood-Kletterern von einer Gruppe von rund 60 Personen aus dem
rechten Spektrum mit Feuerwerkskörpern „mit hoher Sprengkraft“
angegriffen und bedroht.[74]

Am Samstag Abend griff eine größere Menschengruppe, in der sich auch
Neonazis befanden, eine Gleisblockade von Ende Gelände an, und versuchte
diese zu stürmen. Die Gleisblockade wurde von den Aktivisten verteidigt.
Mehrere Aktivisten und Passanten im Umfeld wurden körperlich
angegriffen.[74]

Ende Gelände erklärte, es habe in der Nacht vom Samstag zum Sonntag auf
eine der im Umfeld des Tagebaus gelegenen Mahnwachen im Spremberger
Ortsteil Terpe (ein Infostand mit wenigen Personen) einen Angriff von
fünf vermummten Personen mit Baseballschlägern gegeben, wobei ein Zelt
sowie von den geflüchteten Aktivisten zurückgelassene Fahrräder zerstört
worden seien.[62] 
In der gleichen Nacht verfolgten mehrmals Autos mit
lokalem Kennzeichen die Autos von Aktivisten und versuchten diese von
der Straße abzudrängen.[74] 
Unter den so Bedrängten war auch das Auto einer Journalistin der Tageszeitung TAZ.[60]

Die Angriffe setzten sich am Sonntag auf das Klimacamp fort, wobei
Sonntag die Anwesenheit von Neonazis von der Polizei bestätigt wurde.
Ein Teilnehmer des Lausitzcamps wurde Sonntag Abend von vermummten
Personen niedergeschlagen und verletzt. Laut Opferperspektive
Brandenburg weigerten sich Polizeibeamte „in mehreren Fällen \[…\]
Anzeigen durch Betroffene aufzunehmen oder diese zu schützen.“ Gruppen
aus der „lokalen Neonazi- und Hooliganszene“ von bis zu 50 Personen
haben mehrfach und an verschiedenen Orten Teilnehmer von Ende Gelände
angegriffen.[74]

Insbesondere in der Nacht vom Sonntag auf Montag befürchtete das
Klimacamp erneut von Neonazis, jedoch von einer größeren Gruppe
angegriffen zu werden und alarmierte erneut die Polizei. Die Polizei
reagierte schließlich Sonntag Nacht entschieden und schickte eine
[Einsatzhundertschaft aus Hannover](https://de.wikipedia.org/wiki/Hundertschaft "wikilink"), 
die Streife fuhr, und einen Hubschrauber. Die Polizei teilte später mit, 57
potentiellen Angreifern, viele davon polizeibekannte rechtsmotivierte
Straftäter, im Umfeld des Lausitzcamps Platzverweise erteilt zu haben.
Bei diesen wurden Quarzsandhandschuhe und Messer gefunden. Die Polizei
nahm jedoch keine Verhaftungen vor.[62][84]

Von Freitag bis Sonntag konnten Ende-Gelände-Aktivisten weiteren
Angriffen teils durch Flucht in ihre Autos und verriegeln der Türen
mehrmals knapp entgehen. Wiederholt wird berichtet, dass die regionale
Polizei keine Anzeigen aufnehmen wollte, und die Angreifer unbehindert
ließ.[74]

In der Region Cottbus existiert eine „gut organisierte“ und „durch hohe
Gewaltbereitschaft gekennzeichnete rechte Szene.“ Die „Gewalteskalation“
über Pfingsten sei deshalb laut der Gruppe „Opferperspektive“ keine
Überraschung gewesen. Der Landtag Brandenburgs hätte jedoch die rechte
Gewalt gegen Ende Gelände „völlig ausgeblendet“, stattdessen sei
ausschließlich von „linken Krawallmachern“ die Rede gewesen, was zu
einer „Normalisierung rechter Übergriffe“ führe.[74]

## Reaktionen und Bewertungen

### Vattenfall

Der Konzern drosselte von Samstag, den 15. Mai bis Montag früh die
Leistung seines Kraftwerkes Schwarze Pumpe, um mittelfristig den Betrieb
aufrechterhalten zu können. Die Gesamteinspeisung fiel während des
Wochenendes auf rund 20 % der maximalen Leistungsfähigkeit beider
Blöcke. Einer der beiden Blöcke, der Block B, wurde von Samstag 14:00
Uhr bis Montag 2:00 Uhr vom Netz genommen und lieferte laut Strombörse
EEX in diesem Zeitraum keinen Strom.[2][88] 
Der Vorstandsvorsitzende
von [Vattenfall Europe](https://de.wikipedia.org/wiki/Vattenfall_(Deutschland) "wikilink"),
Hartmuth Zeiß, sagte: „Es ist eine absolut neue Qualität, dass durch
gewaltsamen Druck ein Kraftwerk gezwungen werden soll, seine Produktion
einzustellen und damit direkt in das deutsche Stromversorgungssystem
einzugreifen. Das betrifft längst nicht mehr nur die Lausitz.“ Und
weiter: „Entgegen der Aussagen von Klimacamp und Ende Gelände
differenzieren sich die Gruppen nicht in gewaltbereite und friedliche
Demonstranten, sondern haben sich mehrheitlich in einem Gewaltkonsens
zusammengefunden, der sich gegen unser Unternehmen und unsere Aufgabe
als Energieerzeuger richtet.“[89]

Vattenfall-Sprecher Thoralf Schirmer teilte mit, die
[Warmwasser](https://de.wikipedia.org/wiki/Warmwasser "wikilink")- und
[Fernwärmeversorgung](https://de.wikipedia.org/wiki/Fernwärme "wikilink")
sei gefährdet gewesen. Schirmer sagte: „Da hängen Einrichtungen wie
Krankenhäuser dran.“ Das Vorgehen der Protestler, mit Gewalt zu
versuchen, ein Kraftwerk in die Knie zu zwingen, beträfe damit Menschen,
die nichts mit Vattenfall zu tun hätten. Im Tagebaugelände selbst seien
erhebliche Schäden entstanden. Schirmer gab an, es seien Geräte und
Leittechnik zerstört worden.[72] 
Vattenfall sagte, Ende Gelände habe eine „Spur der Verwüstung“ zurückgelassen.[91]

Am 18. Mai 2016 erklärte Vattenfall, dass Kohlegegner sowohl Bahngleise,
Signalanlagen als auch Tagebaugeräte manipuliert hätten. So seien unter
anderem
[Gleisschuhe](https://de.wikipedia.org/wiki/Gleissperre "wikilink") im
Bereich der Kohlebrücke über die 
[Bundesstraße 97](https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesstraße_97 "wikilink") 
montiert worden, die bei einem Nichtauffinden den Absturz des Kohlezuges auf die
darunter liegende Bundesstraße zur Folge gehabt hätten.[92] 
Ende Gelände bestreitet diese Vorwürfe entschieden und verweist auf den
Aktionskonsens des zivilen Ungehorsams, wonach zwar zu friedlichen
Blockaden, aber ausdrücklich nicht zu Gewalt gegen Dinge oder Menschen
aufgerufen worden sei.[62] 
Auf in darauf folgenden Tagen veröffentlichten Fotos[94] 
sind jedoch Gleisschuhe zusammen mit
Kohlegegnern fotografiert worden.[95][96] 
In einer „kurzen Bilanz“ am 7. Juni erklärte Ende Gelände bezüglich der Vorwürfe, es hätte Gleisschuhe
gegeben. Diese wären aber „offen sichtbar, im Bereich der großen, durch
die Polizei am Sonntag Vormittag geräumten Sitzblockaden“ angebracht
gewesen. Sie „dienten der Blockade und natürlich nicht der Entgleisung.“
Das Vorhandensein der Gleisschuhe sei Polizei und Vattenfall, auch an
der Brücke über die B 97, bekannt gewesen. Vattenfall habe bereits am
Sonntag, 15. Mai 2016, die Gleisschuhe entfernt und „festgestellt:
‚Kohlezüge erreichen wieder Kraftwerk Schwarze Pumpe‘“. Das Entgleisen
einer Lok am Dienstag, 17. Mai 2016, resultiere entweder aus einer nicht
wahrgenommenen Sorgfaltspflicht Vattenfalls, die Schienen zu
kontrollieren, oder „die Gleisschuhe \[seien\] erst nach Beendigung der
Ende Gelände-Blockade angebracht worden, durch wen auch immer.“[1]

### Schwedisches Parlament, Regierung und Wissenschaft

Das [schwedische Parlament](https://de.wikipedia.org/wiki/Reichstag_(Schweden) "wikilink")
setzte den Verkauf von Vattenfalls Braunkohlegeschäft als aktuelles
Thema auf die Tagesordnung der Sitzung am 24. Mai 2016, eine Woche nach
Ende Gelände, um „über Vattenfalls Braunkohlegeschäfte und Klimaeffekte“
zu debattieren.[98]
[350.org](https://de.wikipedia.org/wiki/350.org "wikilink") und
[Greenpeace](https://de.wikipedia.org/wiki/Greenpeace "wikilink")
fordern die schwedische Regierung im Rahmen einer langfristigen
politischen Kampagne auf, den Verkauf abzusagen und das Lausitzer Revier
mittelfristig zu schließen. Die Sitzung des schwedischen Reichstags
unterbrachen sie mit einer Protestaktion gegen den Verkauf unter dem
Motto „Schweden, verkauf Vattenfall nicht!“[99] Der ehemalige
Präsidentschaftskandidat der USA, [Al
Gore](https://de.wikipedia.org/wiki/Al_Gore "wikilink"), der Direktor
des [Potsdamer Instituts für
Klimafolgenforschung](https://de.wikipedia.org/wiki/Potsdam-Institut_für_Klimafolgenforschung "wikilink")
Joachim Schellnhuber, [Johan
Rockström](https://de.wikipedia.org/wiki/Johan_Rockström "wikilink") vom
[Stockholm Resilience
Centre](https://de.wikipedia.org/wiki/Stockholm_Resilience_Centre "wikilink")
und weitere Klimawissenschaftler forderten in einer gemeinsamen
Erklärung ebenfalls eine Schließung des Reviers und einen Abbruch des
Verkaufsprozesses. Dennoch hat die schwedische Regierung am 2. Juli den
Verkauf genehmigt.[100]

### Landesregierung Brandenburg

Die [brandenburgische
Landesregierung](https://de.wikipedia.org/wiki/brandenburgische_Landesregierung "wikilink")
kritisierte die Art des Protests. Ministerpräsident [Dietmar
Woidke](https://de.wikipedia.org/wiki/Dietmar_Woidke "wikilink")
([SPD](https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialdemokratische_Partei_Deutschlands "wikilink"))
erklärte: „Wenn Aktionen in Gewalt und Nötigung umschlagen, ist eine
rote Linie erreicht.“ Einige Aktivisten hätten dies offenkundig getan.
Brandenburgs Wirtschaftsminister [Albrecht
Gerber](https://de.wikipedia.org/wiki/Albrecht_Gerber "wikilink") (SPD)
bezeichnete die Aktivisten als „aus ganz Europa anreisende
Rechtsbrecher“ und sagte: „Natürlich steht es jedermann frei, für Unsinn
und Unfug zu demonstrieren. Aber es darf nicht sein, dass in unserem
Land Gewalt und Selbstjustiz um sich greifen.“[72] 
Die Angriffe aus neonazistischen Kreisen auf Ende Gelände Aktivisten wurden „auf das
Schärfste verurteilt.“[102]
Das Innenministerium Brandenburgs teilte
jedoch mit, ausschließlich gegen 213 Personen wegen der Teilnahme an
Ende Gelände zu ermitteln.[102]

### Landtag Sachsen

Auf Antrag der CDU debattierte der [Sächsische
Landtag](https://de.wikipedia.org/wiki/Sächsischer_Landtag "wikilink")
am 26. Mai über Ende Gelände. Abgeordnete der CDU bezeichnete die
Aktivisten von Ende Gelände als „Krawallbrüder“, „Gewalttäter“,
„Klimarandalierer“ und
„[Terroristen](https://de.wikipedia.org/wiki/Ökoterrorismus "wikilink")“.
Die Grünen und die Linke widersprachen. Die AfD verbreitete Thesen, die
den [anthropogenen Klimawandel in Frage stellen](https://de.wikipedia.org/wiki/Klimawandelleugnung "wikilink").[104][105]
Ein Parlamentarier der Linken, der als parlamentarischer Beobachter an
Ende Gelände teilnahm und deshalb von der CDU zur Selbstanzeige
aufgefordert wurde, kommentierte: „Wer wie die CDU zivilen Ungehorsam
als ‚Gewaltausbruch‘ denunziert, hat nicht begriffen, wie die
[Zivilgesellschaft](https://de.wikipedia.org/wiki/Zivilgesellschaft "wikilink")
in der Demokratie funktioniert.“[106]

### Ende Gelände

Ende Gelände war die „größte Aktion zivilen Ungehorsams die je
klimapolitisch stattgefunden hat“.[107] Ende Gelände wertet insgesamt
das Umsetzen des Aktionskonsens als Erfolg, da sich alle Teilnehmer an
die vereinbarten Prinzipien des zivilen Ungehorsams gehalten haben, was
beachtenswert sei, da viele Aktivisten nach zwei Tagen und zwei Nächten
Blockade äußerst erschöpft waren.[64]
„Die Aktion verlief weitgehend ruhig, gut organisiert und besonnen.“[109]

Kritisch wurde die überstrapazierte „Aktions-Logistik“ erwähnt, da unter
anderem die Küche nicht auf eine so hohe Teilnehmerzahl vorbereitet war,
was gleichwohl auch mit dem Erfolg der Mobilisierung begründet war.[107]

Ende Gelände demonstrierte nach dem Aktionswochenende vor der
schwedischen Botschaft in Berlin, während das schwedische Parlament über
den Verkauf debattierte.[111] 
Ein Sprecher von Ende Gelände sprach auf
dem Auftaktpodium der „Energiewende-retten!“-Demonstration in Berlin am 2. Juni 2016,[99] 
zu der Ende Gelände auch aufrief.[113]

Das Ende Gelände Bündnis wirft Vattenfall vor, mit der Verbreitung von
„Gewalttäter-Vorwürfen“ eine „Ablenkungskampagne“ betrieben zu haben.
Die Gewaltvorwürfe seien „haltlos“ weil tatsächlich zu keinem Zeitpunkt
Menschen durch Ende Gelände Aktivisten verletzt worden seien. Über das
eigentliche Problem, die Verbrennung von Kohle, Klimawandel und
Kohleausstieg, sei deshalb von Seiten Vattenfalls und Teilen der
brandenburgischen Politik kaum gesprochen worden. Ende Gelände sieht
sich gleichwohl durch die überwiegend gute Medienberichterstattung, die
Unterstützung von Klimawissenschaftlern und die „ermutigende Erfahrung
für viele Klimaaktivist\*innen“ der erfolgreichen Blockade bestärkt. Im
Jahr [2017 fand Ende Gelände](https://wiki.aktivismus.org/books/geschichte-ende-gelandes/page/ende-gelande-2017),
wie kurz nach der Aktion angekündigt, im rheinischen Revier statt.[1]

## Strafverfolgung und Verfassungsschutz

Eine Teilnehmerin der Proteste wurde in einem [beschleunigten Verfahren](https://de.wikipedia.org/wiki/Beschleunigtes_Verfahren_(Strafverfahren,_Deutschland) "wikilink")
wegen
[Körperverletzung](https://de.wikipedia.org/wiki/Körperverletzung_(Deutschland) "wikilink")
und [Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte](https://de.wikipedia.org/wiki/Widerstand_gegen_Vollstreckungsbeamte "wikilink")
zu einem Monat
[Freiheitsstrafe](https://de.wikipedia.org/wiki/Freiheitsstrafe "wikilink")
verurteilt.[89] 
Insgesamt waren eine Woche nach Ende Gelände vier
Aktivisten in Haft, sowohl von Ende Gelände als auch aus der kurz darauf
geräumten Baumbesetzung „Lautonomia“.[116] 
Bis zum 12. Juli 2016 wurden
alle vier Aktivisten entlassen, nachdem sie ihre Personalien angaben,
ihre Haftstrafe auslief, und im Falle von „Clumsy“ eine Fluchtgefahr
laut Amtsgericht Görlitz nicht mehr bestand.[117]

Gegen die 57 Personen aus dem Neonaziumfeld, denen die Polizei Sonntag
Nacht Platzverweise erteilte, als diese scheinbar das Lausitzcamp
angreifen wollten, erhob die Staatsanwaltschaft keine Anzeige, auch
wurde niemand in Gewahrsam genommen.[74][75]

Im Bericht des [Bundesamtes für
Verfassungsschutz](https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesamt_für_Verfassungsschutz "wikilink")
wird Ende Gelände 2015 und 2016 erwähnt, wonach „Linksextremisten dieses
Thema (Klimaschutz) mit der grundsätzlichen Kritik am ‚kapitalistischen
System‘“ verbinden würden.[120]

Am 24. Oktober 2018 wurde ein 47-jähriger Aktivist freigesprochen, er
war wegen Hausfriedensbruchs angeklagt, die Staatsanwaltschaft hatte
eine Geldstrafe von 800 Euro gefordert.[121]

## Verkauf von Vattenfall an EPH

Am 24. Mai 2016 debattierte das [schwedische
Parlament](https://de.wikipedia.org/wiki/Reichstag_(Schweden) "wikilink")
über Vattenfalls Braunkohlegeschäfte und Klimaeffekte.[98] 
Die schwedische Regierung genehmigte dennoch am 2. Juli den Verkauf.[100] 
Am 30. September wurde der vollzogene Verkauf des Lausitzer Reviers, der
Kraftwerke, Tagebaue und Verpflichtungen zur ökologischen Nachsorge von
Vattenfall an EPH gemeldet. Der Verkaufspreis war jedoch gegenüber den
ersten Prognosen im Jahr 2015 stark gesunken. So hatte Vattenfall
ursprünglich 2 bis 3 Milliarden Euro einnehmen wollen. Schließlich
musste eine unterschiedlich hoch angegebene Summe von 1,7 bis 3
Milliarden Euro an EPH gezahlt werden, um die mit der Braunkohle
verbundenen Verpflichtungen an EPH abzugeben. Vattenfall rechnete mit
2,4 bis 3 Milliarden Euro Verlust im Geschäftsjahr 2016 durch den
„Verkauf“. [124] Die erste Aufsichtsratssitzung von EPH in Cottbus am
11. Oktober 2016 war von Protesten von Ende Gelände begleitet.[125]

## Weitere juristische Aufarbeitung

Aus der Antwort des Ministers der Justiz und für Europa und
Verbraucherschutz namens der Landesregierung des Landes Brandenburg auf
die kleine Anfrage der AfD-Fraktion ist zu entnehmen, dass am 2. August
2017 von 64 Ermittlungsverfahren ein Verfahren durch eine Verurteilung
zu 60 Tagessätzen à 10 Euro abgeschlossen wurde. 16 Verfahren bis dahin
eingestellt waren. 25 Verfahren noch offen waren. Und weitere 22
Verfahren überwiegend eingestellt waren. In den offenen Verfahren
dauerten die Ermittlungen an.[126]

## Weblinks

- [Ende Gelände](https://www.ende-gelaende.org/de)
- [Photos und Textberichte von Ende
  Gelände](https://350.org/de/ende-gelande-wrap-up/)
- [Photostream auf Flickr](https://www.flickr.com/photos/133937251@N05/)

## Einzelnachweise

<references />

[Kategorie:Politische Veranstaltung
2016](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Politische_Veranstaltung_2016 "wikilink")
[Kategorie:Demonstration](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Demonstration "wikilink")
[
](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Lausitzer_Braunkohlerevier "wikilink")
[Kategorie:Treibhausgasemission](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Treibhausgasemission "wikilink")
[Kategorie:Veranstaltung
(Wirtschaftspolitik)](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Veranstaltung_(Wirtschaftspolitik) "wikilink")
[\#2016](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Ende_Gelände "wikilink")

[1] Presse-AG des Ende Gelände-Bündnisses (Stand 7. Juni 2016): 
[Erste kurze Bilanz nach Ende Gelände im Mai 2016](https://web.archive.org/web/20160610143635/https://www.ende-gelaende.org/de/news/erste-kurze-bilanz-nach-ende-gelaende-im-mai-2016/)

[2] [Transparency in Energy Markets – Tatsächliche blockscharfe
Produktion (≥ 100
MW)](https://www.eex-transparency.com/startseite/strom/deutschland/produktion/nutzung/tatsaechliche-blockscharfe-produktion-100-mw-)
abgerufen am 2016-05-23

[3] [''Mai 2016: Break Free from Fossil
Fuels''](https://web.archive.org/20160604114539/https://de.breakfree2016.org/ "Archivlink")

[4] [''Ende Gelände: Wer wir
sind''](https://web.archive.org/20170211155816/https://2015.ende-gelaende.org/de/kontakt.html "Archivlink")

[5] <https://interventionistische-linke.org/termin/ende-gelaende-und-wie-weiter>

[6] [''Ende Gelände: Wir sind das
Investitionsrisiko''](https://web.archive.org/20160612210036/https://www.ende-gelaende.org/de/aktion/aufruf/ "Archivlink")

[7]

[8] [Viel Kritik nach Kohle-Protestwochenende in der
Lausitz](https://web.archive.org/20200717170530/https://www.rbb24.de/wirtschaft/thema/braunkohle/beitraege/kohlegegner-protestcamp-abbau.html "Archivlink")

[9] [Tschechisches Unternehmen EPH kauft Kohlesparte – Käufer für
Lausitzer Braunkohle gefunden / Brandenburg – MAZ – Märkische
Allgemeine](http://www.maz-online.de/Brandenburg/Kaeufer-fuer-Lausitzer-Braunkohle-gefunden)
abgerufen am 2016-05-13

[10] <https://www.greenpeace.de/themen/energiewende/fossile-energien/schmelzende-reserven>
Braunkohle: Vattenfall-Käufer reduziert Rückstellungen, Wer ist der
tschechische Käufer von Vattenfalls Braunkohlegeschäft? Etwas Recherche
zeigt: Ein Unternehmen ohne Verantwortung. Greenpeace, 20. Mai 2016.

[11] [''Oettinger hält Braunkohle bis 2050 für
unverzichtbar''](https://web.archive.org/20160612200619/http://www.pro-lausitz.de/index.php/News-leser_o/items/pro-lausitz-begruesst-entschiedenes-vorgehen-gegen-braune-spree-kopie.html "Archivlink"), 
Pressemeldung von Pro-Lausitzer Braunkohle, 27. August 2014.

[12] [Lausitzer Braunkohle – der
Klimakiller?](http://www.pro-lausitz.de/index.php/News-leser/items/teil-4-lausitzer-braunkohle-der-klimakiller.html#klimawandel)
abgerufen am 2017-04-17

[13]

[14]

[15] [''May 2016: Break Free from Fossil
Fuels''](https://web.archive.org/20190309175518/https://breakfree2016.org/ "Archivlink")

[16] [''Größtes Lausitzcamp aller Zeiten war voller
Erfolg''](https://web.archive.org/20160910042159/https://www.lausitzcamp.info/pressemitteilung-vom-18-05-2016-groesstes-lausitzcamp-aller-zeiten-war-voller-erfolg/ "Archivlink"), 
Pressemeldung Lausitzcamp, 18. Mai 2016

[17] [Demo & Camp](http://www.bund.net/themen_und_projekte/klima_und_energie/kohle_oel_und_gas/kohlekraftwerke/demo_camp/)
abgerufen am 2016-05-13

[18] [»Ende Gelände«: Festnahmen nach Besetzung des Kraftwerks | nd-aktuell.de.](https://www.nd-aktuell.de/artikel/1011927.ende-gelaende-festnahmen-nach-besetzung-des-kraftwerks.html) 
In: neues-deutschland.de. 14. Mai 2016, abgerufen am 26. Februar 2024.

[19] ["Herzschlagader" von Schwarze Pumpe war abgeklemmt](https://web.archive.org/web/20200629100917/https://www.rbb24.de/wirtschaft/thema/braunkohle/beitraege/protestaktion-gegen-braunkohle.html),
archiviert am 29. Juni 2020

[20] [Archivierte
Kopie](https://web.archive.org/20160613103654/https://cycleeg2016.org/ "Archivlink"), 
Cycle Ende Gelände 2016 homepage (englisch)

[21]

[22] [''Solidarität mit dem friedlichen Protest gegen die Kohle – Es
braucht ein deutliches Zeichen gegen die
Kohlekraft''](https://web.archive.org/20160613105619/https://www.ende-gelaende.org/de/termine/solidaritaet/ "Archivlink")

[23] [Über uns – Ende
Gelände](https://www.ende-gelaende.org/de/ueber-uns/)
abgerufen am 2016-05-19

[24] Wolfgang Rupieper, Vorstandsvorsitzender von „Pro Lausitzer
Braunkohle“ im Interview mit der TAZ, NR. 11010 | 18. Woche | 38.
Jahrgang Mittwoch/Donnerstag, 4./5. Mai 2016 Seite 2.

[25] <http://www.pro-lausitz.de/> Pro Lausitzer Braunkohle e. V.

[26] <https://www.freie-radios.net/77324>

[27] [''Wir lassen die Lausitz nicht ausradieren – wir baggern sie ab!
Zum Verein „Pro Lausitzer
Braunkohle“''](https://web.archive.org/20160629170541/https://www.lausitzcamp.info/wir-lassen-die-lausitz-nicht-ausradieren-wir-baggern-sie-ab-zum-verein-pro-lausitzer-braunkohle/ "Archivlink")

[28] Sven Becker:ENERGIE: Vattenfall ist überall, Der Spiegel Nr 44, 28.&nbsp;Oktober 2013
([online](https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-118184388.html))

[29] <https://www.lobbycontrol.de/2014/04/vattenfall-meinungsmache-fuer-braunkohle-in-der-lausitz/>

[30] [''FAQ - Wie kann ich
teilnehmen?''](https://web.archive.org/20160523184605/https://www.ende-gelaende.org/de/aktion/faq/#Wie%20kann%20ich%20teilnehmen "Archivlink")

[31] [''6. Lausitzer Klima- & Energiecamp
2016''](https://web.archive.org/20161004224750/https://www.lausitzcamp.info/6-lausitzer-klima-energiecamp-2016/ "Archivlink")

[32] [Video Ende Gelände: Kohlegegner verlassen
Lausitz](http://mediathek.rbb-online.de/tv/Brandenburg-aktuell/Ende-Gel%C3%A4nde-Kohlegegner-verlassen-Laus/rbb-Fernsehen/Video?documentId=35384578&topRessort=tv&bcastId=3822126)
abgerufen am 2016-05-19

[33] [''Aktionstrainings zur Kohleblockade “Ende Gelände
2016”''](https://web.archive.org/20160523183805/http://wachstum-im-wandel.de/kalender/296.aktionstrainings_zur_kohleblockade_ende_gelaende_2016.html "Archivlink"). 
Eines von vielen Aktionstrainings im Vorfeld von Ende Gelände

[34]

[35] [''Rechtliches – Ende
Gelände''](https://web.archive.org/20160523184608/https://www.ende-gelaende.org/de/aktion/rechtliches/ "Archivlink")

[36] <https://www.jetzt.de/politik/besetzung-eines-kohlekraftwerks-in-der-lausitz>

[37] [''Take Care! - Sorgt gut für
euch!''](https://web.archive.org/20160523184610/https://www.ende-gelaende.org/de/aktion/take-care-sorgt-gut-fuer-euch/ "Archivlink")

[38]

[39] [''Sanitäter\*innen bei „Ende
Gelände“''](https://web.archive.org/20160523184846/https://www.ende-gelaende.org/de/aktion/sanitaeterinnen-bei-ende-gelaende/ "Archivlink")

[40] <https://www.bulling-schroeter.de/ende-gelaende-legt-finger-in-wunde-der-energiewende/>

[41] <https://junepa.noblogs.org/post/2016/06/01/ende-gelaende-bericht-2/>

[42] [Live Ticker: »Ende Gelände«: Aktivisten besetzen Welzow-Süd (neues
deutschland)](https://www.nd-aktuell.de/artikel/1011786.ende-gelaende-aktivisten-besetzen-welzow-sued.html)
abgerufen am 2016-09-20

[43] [''Die Lausitz schreibt
(Anti-)Kohle-Geschichte''](https://web.archive.org/20200620032636/http://www.archiv.klimaretter.info/protest/hintergrund/21229-ende-gelaende-die-bewegung-muss-durchhalten "Archivlink")

[44] [»Ende Gelände«: Aktivisten besetzen Welzow-Süd | nd-aktuell.de.](https://www.nd-aktuell.de/artikel/1011786.ende-gelaende-aktivisten-besetzen-welzow-sued.html) 
In: neues-deutschland.de. 13. Mai 2016, abgerufen am 26. Februar 2024.

[45] [Ende Gelände, Berichte](https://web.archive.org/web/20160601091646/https://www.ende-gelaende.org/de/berichte/), 
abgerufen am 1. Juni 2016.

[46] [»Ende Gelände«: Festnahmen nach Besetzung des Kraftwerks | nd-aktuell.de](https://www.nd-aktuell.de/artikel/1011927.ende-gelaende-festnahmen-nach-besetzung-des-kraftwerks.html). 
In: neues-deutschland.de. 14. Mai 2016, abgerufen am 26. Februar 2024.

[47]

[48] [Live Ticker 14. Mai 2016 »Ende Gelände«: Festnahmen nach Besetzung
des Kraftwerks (neues
deutschland)](https://www.nd-aktuell.de/artikel/1011927.ende-gelaende-festnahmen-nach-besetzung-des-kraftwerks.html)
abgerufen am 2016-09-20

[49] [Flutung des Kraftwerkgeländes Schwarze
Pumpe](https://www.youtube.com/watch?v=y219Q40fpws)
abgerufen am 2016-05-20

[50] [Video von Ende Gelände Demonstranten die in das Kraftwerk Schwarze
Pumpe eindringen und am Tor
rütteln](https://www.youtube.com/watch?v=gFlq1_75Yzo/)
abgerufen am 2016-09-20

[51]

[52] Jan Brock: [Die Besetzung von »Schwarze Pumpe« | nd-aktuell.de.](https://www.nd-aktuell.de/artikel/1011962.die-besetzung-von-schwarze-pumpe.html) 
In: neues-deutschland.de. 16. Mai 2016, abgerufen am 26. Februar 2024.

[53] [''Schwerer Landfriedensbruch durch Umweltaktivisten begangen''](https://web.archive.org/20160515165323/https://polizei.brandenburg.de/pressemeldung/schwerer-landfriedensbruch-durch-umwelta/259857 "Archivlink"). 
Pressemeldung der Polizei Brandenburg, Pressestelle der
Polizeidirektion Süd Cottbus, 14. Mai 2016

[54]

[55] [Braunkohlegegner stürmen Kraftwerksgelände – 120
Festnahmen](https://www.morgenpost.de/brandenburg/article207566195/Braunkohlegegner-stuermen-Kraftwerksgelaende-120-Festnahmen.html)
abgerufen am 2016-05-15

[56]

[57] [''"Herzschlagader" von Schwarze Pumpe war
abgeklemmt''](https://web.archive.org/20200629100917/https://www.rbb24.de/wirtschaft/thema/braunkohle/beitraege/protestaktion-gegen-braunkohle.html "Archivlink")

[58]

[59] [''Ausschreitungen bei Protesten gegen Braunkohle in der
Lausitz''](https://web.archive.org/20160609143715/https://www.evangelisch.de/print/134547 "Archivlink"),
evangelischer Pressedienst, Pressemeldung am 15. Mai 2016

[60] [*Eskalation in der
Lausitz*](https://www.taz.de/Antikohleproteste-Ende-Gelaende/!5305477/).
Taz.de, 15. Mai 2016. Abgerufen am 15. Mai 2016.

[61] [»Ende Gelände«: Festnahmen nach Besetzung des Kraftwerks | nd-aktuell.de.](https://www.nd-aktuell.de/artikel/1011927.ende-gelaende-festnahmen-nach-besetzung-des-kraftwerks.html) 
In: neues-deutschland.de. 14. Mai 2016, abgerufen am 26. Februar 2024.

[62] [''Pressemitteilung vom 18.5. – Ende Gelände''](https://web.archive.org/20160519075448/https://www.ende-gelaende.org/de/press-release/pressemitteilung-vom-18-5/ "Archivlink"). 
Pressemitteilung vom 18. Mai 2016.

[63]

[64] [Weltweite Aktionstage gegen Abbau von Braunkohle und fossilen
Energien – Ende Gelände Aktionen in der
Lausitz](https://www.freie-radios.net/77149), Radio Dreyeckland, 21. Mai
2016

[65]

[66]

[67]

[68]

[69] [Ende Gelände,
Berichte](https://web.archive.org/20160601091646/https://www.ende-gelaende.org/de/berichte/ "Archivlink"), 
abgerufen am 1. Juni 2016.

[70] <https://www.freie-radios.net/77137> Radio Corax 16. Mai 2016 im
Archiv von Freie Radios

[71] [*Festgenommene Umweltaktivisten kommen wieder auf freien
Fuß*](https://www.welt.de/regionales/berlin/article155369402/Festgenommene-Umweltaktivisten-kommen-wieder-auf-freien-Fuss.html).
Welt Online, 15. Mai 2016.

[72] [''Braunkohlegegner beenden Blockadeaktionen –
offiziell''](https://web.archive.org/20160515163658/http://www.mdr.de/sachsen/bautzen/protest-braunkohle-lausitz-102.html "Archivlink"). 
MDR.de, 15. Mai 2016.

[73] [''Spontandemo gegen Aktionen von Klimaschutz Aktivisten in der
Lausitz''](https://web.archive.org/20160517103502/http://www.lr-online.de/nachrichten/Tagesthemen-Spontandemo-gegen-Aktionen-von-Klimaschutz-Aktivisten-in-der-Lausitz;art307853,5469485 "Archivlink"). 
LR Online, 15. Mai 2016.

[74] Opferperspektive Brandenburg, Pressemitteilung: [Rechte
Gewalteskalation während der „Ende Gelände“-Proteste durch die
Landespolitik
totgeschwiegen](https://www.opferperspektive.de/aktuelles/pressemitteilung-rechte-gewalteskalation-waehrend-der-ende-gelaende-proteste-durch-die-landespolitik-totgeschwiegen),
7. Juni 2016

[75] [''Einige Fakten aus dem Polizeieinsatz über Pfingsten in der
Lausitz''](https://web.archive.org/20160519125134/https://polizei.brandenburg.de/pressemeldung/einige-fakten-aus-dem-polizeieinsatz-ueb/261426 "Archivlink")

[76]

[77]

[78]

[79]

[80]

[81]

[82]

[83]

[84] [''Ende Gelände: Kohlegegner verlassen
Lausitz''](https://web.archive.org/20160519133134/http://mediathek.rbb-online.de/tv/Brandenburg-aktuell/Ende-Gel%C3%A4nde-Kohlegegner-verlassen-Laus/rbb-Fernsehen/Video?documentId=35384578&topRessort=tv&bcastId=3822126 "Archivlink")

[85]

[86]

[87]

[88] <https://twitter.com/BenjaminBeutler/status/734438608413855744>
Diagramm von Benjamin Beutler auf Grundlage der Rohdaten der Strombörse

[89] [''Schwarze Pumpe weiterhin
blockiert''](https://web.archive.org/20160820064124/http://www.mdr.de/sachsen/protest-braunkohle-lausitz-100_zc-ecc53a13_zs-570f6b3d.html "Archivlink"). 
MDR.de, 15. Mai 2014.

[90]

[91] [RBB am 18. Mai
2016](https://web.archive.org/20200626194634/https://www.rbb24.de/wirtschaft/thema/braunkohle/beitraege/protest-braunkohlegegner-ende-gelaende-wird-thema-im-landtag.html "Archivlink")

[92] [*Kohlebahn am Dienstag kurz
entgleist.*](https://www.lr-online.de/nachrichten/kohlebahn-am-dienstag-kurz-entgleist-35122776.html)
[Lausitzer
Rundschau](https://de.wikipedia.org/wiki/Lausitzer_Rundschau "wikilink"),
18. Mai 2016.

[93]

[94] [Kraftwerke-Blockade - Ende im Lausitzer
Gelände](https://www.deutschlandfunk.de/kraftwerke-blockade-ende-im-lausitzer-gelaende-100.html)
abgerufen am 2024-02-17

[95] [*Twitter
Account*](https://twitter.com/Resis_Tante/status/731869443475812353) von
Channoh Peepovicz. Twitter Account Ende Gelände, 15. Mai 2016 – 08:30
Uhr.

[96] [*Foto
Gleisblockade*](https://pbs.twimg.com/media/CigfWhSWsAUW12g.jpg).
Twitter Account Ende Gelände, 15. Mai 2016 – 08:30 Uhr.

[97]

[98] <https://www.riksdagen.se/en/> Im Original heißt es dort am 23. Mai
2016: „On Tuesday, a current affairs debate will be held on Vattenfall’s
lignite operations and climate effects.“

[99] <http://www.bee-ev.de/home/politik/eeg-kampagne/>

[100] <https://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2016-07/schweden-vattenfall-verkauf-braunkohle-eph-gruppe>
Die Zeit, Vattenfall verkauft Braunkohle-Sparte nach Tschechien, 2. Juli
2016

[101]

[102] [''Rot-Rot verurteilt "Gewalt und
Nötigung"''](https://web.archive.org/20200629031100/http://www.archiv.klimaretter.info/politik/nachricht/21393-rot-rot-verurteilt-gewalt-und-noetigung "Archivlink") Klimaretter, 11. Juni 2016.

[103]

[104] [Kommentar Klimaprotest: Braunkohle-Fans drehen völlig durch](https://www.taz.de/Kommentar-Klimaprotest/!5304723)
abgerufen am 2024-01-30

[105] [](http://www.archiv.klimaretter.info/politik/nachricht/21295-krawallbrueder-im-saechsischen-landtag)

[106] <https://www.l-iz.de/melder/wortmelder/2016/05/marco-boehme-linke-haltlose-vorwuerfe-der-cdu-zu-ende-gelaende-grenzen-an-ueble-nachrede-und-sind-schlicht-falsch-138121>

[107] <https://www.freie-radios.net/77149> Weltweite Aktionstage gegen
Abbau von Braunkohle und fossilen Energien – Ende Gelände Aktionen in
der Lausitz, Interview von Radio Dreyeckland mit einer Sprecherin von
Ende Gelände, 17. Mai 2016

[108]

[109] [''Pressemitteilung vom 15.5.2016; 16.07 Uhr – Ende
Gelände''](https://web.archive.org/20160519075444/https://www.ende-gelaende.org/de/press-release/pressemitteilung-vom-15-5-2016/ "Archivlink")

[110]

[111] [''Pressemitteilung vom 24.5.2016 – Ende
Gelände''](https://web.archive.org/20160531134011/https://www.ende-gelaende.org/de/press-release/pressemitteilung-vom-24-5-2016/ "Archivlink")

[112]

[113] <https://www.facebook.com/events/1328852990462730/>

[114]

[115]

[116] Pressemitteilung vom 21.05 – Ende Gelände. In:
www.ende-gelaende.org. Abgerufen am 22. Mai 2016.

[117] [''Protest bei Prozess gegen
Braunkohle-Gegner''](https://web.archive.org/20160719104906/http://www.mdr.de/sachsen/zweiter-prozess-nach-braunkohle-protest-am-pfingstwochenende-100_zc-ecc53a13_zs-570f6b3d.html "Archivlink"), 
MDR Fernsehen am 2. Juni 2016

[118]

[119]

[120] [''Linksextremistisch motivierte Aktionen gegen Unternehmen der
Energiebranche''](https://web.archive.org/20160509020737/https://www.verfassungsschutz.de/de/aktuelles/zur-sache/zs-2016-001-linksextremisten-gegen-energiebranche "Archivlink")

[121] [RBB24 - Kohle-Gegner in Cottbus
freigesprochen](https://web.archive.org/20200611134913/https://www.rbb24.de/studiocottbus/index.htm/doc=!content!rbb!r24!studiocottbus!wirtschaft!2018!10!prozess-kohlekraftgegner-ende-gelaende-lausitz.html "Archivlink")

[122]

[123]

[124] [''Verkauf von Vattenfall-Sparte an EPH vollzogen: Brandenburgs
Braunkohle jetzt in tschechischer Hand
''](https://web.archive.org/20200701113728/https://www.rbb24.de/wirtschaft/thema/braunkohle/beitraege/verkauf-vattenfall-braunkohle-an-eph-vollzogen.html "Archivlink")

[125] [Pressemitteilung vom 11.10.2016 – Ende
Gelände](https://www.ende-gelaende.org/de/press-release/pressemitteilung-vom-11-10-2016/)
abgerufen am 2016-11-01

[126] [''Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage 2851 des
Abgeordneten Andreas
Kalbitz''](https://web.archive.org/20170824204520/http://afd-fraktion-brandenburg.de/wp-content/uploads/2017/08/Ende-Gel%C3%A4nde.pdf "Archivlink")

# Ende Gelände 2017

**Ende Gelände 2017** waren zwei Großaktionen einer Bewegung für
[Klimagerechtigkeit](https://de.wikipedia.org/wiki/Klimagerechtigkeit "wikilink")
im [Rheinischen
Braunkohlerevier](https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinisches_Braunkohlerevier "wikilink"),
die vom
[Verfassungsschutz](https://de.wikipedia.org/wiki/Verfassungsschutz "wikilink")
als
[linksextremistisch](https://de.wikipedia.org/wiki/Linksextremismus "wikilink")
beeinflusst eingestuft wird.[1][2] Die Aktion des [zivilen
Ungehorsams](https://de.wikipedia.org/wiki/Ziviler_Ungehorsam "wikilink")
richtete sich gegen die Kohleverstromung der [RWE
Power](https://de.wikipedia.org/wiki/RWE_Power "wikilink") AG und
fordert unter Berufung auf Klimagerechtigkeit und
[Klimaschutz](https://de.wikipedia.org/wiki/Klimaschutz "wikilink") den
„sofortigen Kohleausstieg“. Der erste Aktionszeitraum war der 24. bis
29. August 2017, der zweite Zeitraum war am 5. November.

Ende Gelände 2017 ist eine Fortsetzung von 
[Ende Gelände 2015](https://wiki.aktivismus.org/books/geschichte-ende-gelandes/page/ende-gelande-2015) und
[Ende Gelände 2016](https://wiki.aktivismus.org/books/geschichte-ende-gelandes/page/ende-gelande-2016). 
Ende Gelände 2017 war im August Teil der „Aktionstage im Rheinland“, in denen
Bürgerinitiativen und
[NGOs](https://de.wikipedia.org/wiki/Nichtregierungsorganisation "wikilink")
angemeldete Demonstrationen sowie Aktionen zivilen Ungehorsams und
Kleingruppenaktionen durchführten. Parallel fand das [Klimacamp im
Rheinland](https://de.wikipedia.org/wiki/Klimacamp_im_Rheinland "wikilink")
mit mehreren Tausend Teilnehmern statt.[3] Ende Gelände im November war
Teil der Proteste und Demonstrationen anlässlich des Klimagipfels
[COP23](https://de.wikipedia.org/wiki/COP23 "wikilink") in Bonn.

## Hintergrund

Ende Gelände gründete sich in Deutschland im Jahr 2014 als
Zusammenschluss von Umweltgruppen und „Menschen aus den Anti-Atom- und
Anti-Kohle-Bewegungen“. Die erste Aktion des Bündnisses war mit 
[Ende Gelände 2015](https://wiki.aktivismus.org/books/geschichte-ende-gelandes/page/ende-gelande-2015) 
die Blockade des 
[Tagebaus Garzweiler](https://de.wikipedia.org/wiki/Tagebau_Garzweiler "wikilink")
von RWE. 2016 fanden die Proteste im [Lausitzer
Braunkohlerevier](https://de.wikipedia.org/wiki/Lausitzer_Braunkohlerevier "wikilink")
statt, um den Verkauf des Braunkohlereviers von Vattenfall an EPH/EP
Energy und seinen weiteren langfristigen Betrieb zu verhindern.
Stattdessen sollte erreicht werden, dass Vattenfall die Kraftwerke und
Tagebaue schnell und sozialverträglich schließt. Auf einer
Aktionskonferenz im Dezember 2016 wurde entschieden, dass Ende Gelände
im Sommer 2017 Aktionen im Rahmen der "Aktionstage im Rheinland"
organisiert.

Das [Bundesamt für
Verfassungsschutz](https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesamt_für_Verfassungsschutz "wikilink")
ordnet das Bündnis als „europaweites Sammelbündnis zivildemokratischer
und linksextremistischer“ Netzwerke ein; die Sicherheitsbehörden warnten
in dem Zusammenhang vor einer Radikalisierung friedlicher
Demonstranten.[4]

## Organisation

(Quellen fehlen)

Ende Gelände wurde von verschiedenen in Deutschland ansässigen Gruppen
organisiert, unter anderem Orts- und Regionalgruppen von 
[Ende Gelände](https://wiki.aktivismus.org/books/geschichte-ende-gelandes/page/ende-gelande), 
der Anti-Kohle Gruppe ausgeco2hlt, der interventionistischen Linken und
Gegenstrom. Zum Kreis der Organisatoren gehörten Einzelpersonen, lokale,
überregionale und internationale Umweltgruppen, Zusammenhänge aus der
[Anti-Atomkraft-Bewegung](https://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Atomkraft-Bewegung "wikilink")
und aus dem antikapitalistischen Spektrum. Für Ende Gelände 2017 wurde
europaweit mobilisiert. Die Teilnehmer reisten mit Bussen und in
mehreren längeren Fahrradtouren an.

Der Aufruf zum zivilen Ungehorsam wurde von 92 Organisationen und 25
Einzelpersonen unterzeichnet, die die Aktionsform und das Anliegen
unterstützen. Zu ihnen zählen unter anderen:
[350.org](https://de.wikipedia.org/wiki/350.org "wikilink"), [ATTAC
Deutschland](https://de.wikipedia.org/wiki/Attac "wikilink"), [Grüne
Jugend
Bundesverband](https://de.wikipedia.org/wiki/Grüne_Jugend "wikilink"),
[Linksjugend Solid
Bundesverband](https://de.wikipedia.org/wiki/Linksjugend_Solid "wikilink")
und [Interventionistische
Linke](https://de.wikipedia.org/wiki/Interventionistische_Linke "wikilink")
Bundesverband.

Ende Gelände gliedert sich in mehr als 12 Arbeitsgruppen, die
verschiedene Aufgaben von der Anreise über die politischen Aktionen,
Aktionslogistik, Finanzierung bis zur Pressearbeit unter sich aufgeteilt
hatten, was eine reibungslose Organisation ermöglichte.

## 1. Ende-Gelände-Aktion 2017 im August

### Aktionstage im Rheinland

Der Protest gegen die Braunkohle wurde während der [Aktionstage im
Rheinland](https://de.wikipedia.org/wiki/Aktionstage_im_Rheinland_2017 "wikilink")
von breiten gesellschaftlichen Kreisen getragen. Zu den Aktionstagen
gehören mehrere Camps mit ihren Workshop- und Bildungsprogrammen.[5]

Im Rheinischen Braunkohlerevier betreibt RWE drei Tagebaue und vier
Kraftwerke, die etwa 70 Millionen Tonnen CO<sub>2</sub> pro Jahr
emittieren.

### Aktion

Die Protestaktionen begannen am Freitag, den 25. August und endeten
offiziell am Sonntag, den 27. August.

#### Freitag, der 25. August

Am Abend des 24. August 2017 und am Morgen des 25. August 2017 brachen
hunderte von Menschen in mehreren Wellen zu einer Aktion zivilen
Ungehorsams auf. Ihr Ziel war es, an verschiedenen Punkten die
Kohle-Infrastruktur des Garzweiler-Tagebaus zu blockieren. Erfolgreich
besetzten die Aktivisten die Gleise der Nord-Süd-Kohlebahn auf der Höhe
von Vanikum und stoppten so zwei RWE-Züge. Die Gleise dienen dazu, die
Kraftwerke Neurath und Frimmersdorf mit Braunkohle zu versorgen.[6]

Darüber hinaus zogen Aktivisten in das Camp „Campen gegen Kohle“ im
Osten der Reviers um. Insgesamt waren rund 2.000 Menschen in Bewegung.

#### Samstag, der 26. August 2017

Am Samstag blockierten rund 1.200 Menschen den Betrieb der
Nord-Süd-Kohlebahn. Die Aktivisten saßen an drei Blockade-Punkten auf
dem Streckenabschnitt zwischen Vanikum und Rath; eine Gruppe von
mehreren hundert Personen wurde in der Nähe von der Polizei gekesselt.
Der Betrieb der Bahn wurde auf der Strecke eingestellt. Das Kraftwerk
Neurath konnte daher nicht mit Kohle aus dem Hambach-Tagebau versorgt
werden.[7]

Insgesamt waren am Samstag im Rheinischen Braunkohlerevier rund 6.000
Menschen unterwegs, um gegen Braunkohle zu protestieren. Etwa 3.500
Personen zogen am Hambacher Forst mit einer Menschenkette eine „Rote
Linie“ gegen den Kohleabbau. Rund 150 Aktivisten der Kampagne „Kohle
ersetzen“ blockieren die Werkstore des Kraftwerks Neurath. Am Morgen
wurden die Züge der Hambach-Kohlebahn durch ein einbetoniertes Fass
aufgehalten, an dem sich zwei Personen angekettet hatten.[8]

Mehrere hundert Menschen waren auf den drei Klimacamps im Rheinischen
Revier aktiv und unterstützen die Aktionen.

### Reaktionen und Bewertung

Schon im Vorfeld der Aktionen reagierten verschiedene Gruppen auf die
Aktionsankündigungen von Ende Gelände.

### Solidaritätserklärung der Umweltverbände (NGO)

Eine gemeinsame „Solidaritätserklärung mit dem friedlichen Protest gegen
die Kohle“ wurde von 16 Gruppen unterzeichnet, unter anderen vom
[BUND](https://de.wikipedia.org/wiki/Bund_für_Umwelt_und_Naturschutz_Deutschland "wikilink")
Bundesverband,
[Campact](https://de.wikipedia.org/wiki/Campact "wikilink"),
[Oxfam](https://de.wikipedia.org/wiki/Oxfam "wikilink"), [Naturfreunde
Deutschland](https://de.wikipedia.org/wiki/Naturfreunde "wikilink"),
[Umweltinstitut
München](https://de.wikipedia.org/wiki/Umweltinstitut_München "wikilink"),
[Robin Wood](https://de.wikipedia.org/wiki/Robin_Wood "wikilink"), Power
Shift und [Urgewald](https://de.wikipedia.org/wiki/Urgewald "wikilink").
Sie betonen, dass die Ziele des [Pariser
Klimaabkommens](https://de.wikipedia.org/wiki/Übereinkommen_von_Paris "wikilink")
nur mit dem
[Kohleausstieg](https://de.wikipedia.org/wiki/Kohleausstieg "wikilink")
erreicht werden können.

Die Solidaritätserklärung wurde weiterhin von 32 Gruppen in Asien,
Südamerika und Europa unterzeichnet, darunter Environics Trust (India),
[Friends of the
Earth](https://de.wikipedia.org/wiki/Friends_of_the_Earth "wikilink")
(Ireland), Reclaim Power (UK), Bolivian Platform on Climate Change
(Bolivia) und die All Nepal Peasants Federation.

Weitere Solidaritätserklärungen veröffentlichen die Initiative Pro
Pödelwitz aus dem Leipziger Kohlerevier und die Initiative Allianz für
Welzow aus dem Lausitzer Braunkohlerevier.

### Polizei

Die Polizei warnte im Vorfeld der Proteste vor "Straftaten" und
Überschneidungen zu Aktivisten anlässlich des [G20-Gipfels in Hamburg
2017](https://de.wikipedia.org/wiki/G20-Gipfel_in_Hamburg_2017 "wikilink").

## 2. Ende-Gelände-Aktion 2017 im November

<figure>

<figcaption>mini|Aktivisten von <em>Ende Gelände</em> außerhalb (vorne)
und innerhalb des Geländes der RWE Power AG (hinten)</figcaption>
</figure>

Am 5. November 2017 versuchten nach eigenen Angaben 4.500
Klimaaktivisten, erneut in den Tagebau der [RWE Power
AG](https://de.wikipedia.org/wiki/RWE_Power_AG "wikilink") am [Hambacher
Forst](https://de.wikipedia.org/wiki/Hambacher_Forst "wikilink")
einzudringen. Daran beteiligt waren erstmals auch viele Aktivisten aus
vom Klimawandel betroffenen Regionen, unter anderem von den
[Fidschi](https://de.wikipedia.org/wiki/Fidschi-Inseln "wikilink"),
[Samoa](https://de.wikipedia.org/wiki/Samoa "wikilink") und anderen
Pazifikinseln, die heute teils schon überflutet werden.
[Fidschi](https://de.wikipedia.org/wiki/Fidschi "wikilink") richtete den
Klimagipfel COP 23 aus, hielt ihn aber mangels geeigneter Räumlichkeiten
in Bonn in Deutschland ab.[9] Mehreren Tausend Aktivisten gelang es,
einen von RWE angelegten Graben und Sandwall zu überwinden und in die
Nähe eines Baggers zu gelangen. RWE musste den Betrieb von zwei Baggern
und einem Förderband für den Tag einstellen.[10]

Die Proteste standen im November unter dem Motto „für ein Klima der
Gerechtigkeit“. Eine Sprecherin erklärte: „Deutsche Politikerinnen und
Politiker möchten international als Klimavorreiter glänzen. Ohne ein
klares Bekenntnis zum Kohleausstieg ist es jedoch verlogen, 50 Kilometer
von der größten CO<sub>2</sub>-Quelle Europas eine Klimakonferenz
stattfinden zu lassen.“[11] Ende Gelände fordert das sofortige Ende der
Stromerzeugung aus Kohle.

Einen Tag zuvor fand eine von Ende Gelände unterstützte [Demonstration
in
Bonn](https://de.wikipedia.org/wiki/UN-Klimakonferenz_in_Bonn_2017#Proteste "wikilink")
statt. 25.000 Teilnehmer forderten damit: „Kohle stoppen – Klima
schützen“.[12]

Während der Besetzung des Tagebaus nahm die Polizei Personalien auf und
setzte einige Aktivisten vorübergehend fest. Am Montag waren alle
Aktivisten wieder auf freiem Fuß.[13]

### Kritik an Polizeigewalt

<figure>

<figcaption>miniatur|Einsatz von Pfefferspray durch Polizisten gegen
sitzende Umweltaktivisten am 5. November 2017 im Tagebau Hambach während
der Aktion Ende Gelände. </figcaption>
</figure>

Nach der Aktion berichtete die Polizei, sie habe mit
[Pfefferspray](https://wiki.aktivismus.org/books/erste-hilfe-in-aktion-demosanis/page/pfeffersprayoc)
und
[Polizeipferden](https://de.wikipedia.org/wiki/Polizeipferd "wikilink")
gegen die Aktivisten vorgehen müssen, die eine ruhende Menschenkette vor
dem Bagger gebildet hatten, um „vereinzelte Angriffe von Aktivisten auf
Polizeikräfte“ abzuwehren.[14] Foto- und Videoaufnahmen von Journalisten
vermitteln eine gegenteilige Darstellung, so wurde eine Aktivistin „in
eine lebensgefährliche Situation gebracht“, als ein Polizist sie vor ein
laufendes Pferd stieß.[15]

## Weblinks

- [Ende Gelände](https://www.ende-gelaende.org/de)
- [Photostream auf
  Flickr](https://www.flickr.com/photos/133937251@N05/sets/72157688049376615/with/36743209246/)
- [Ende Gelände im rheinischen Revier, in: "SPIEGEL TV Magazin",
  29. 8. 2017](https://www.spiegel.de/video/ende-gelaende-reportage-von-protest-gegen-braunkohle-video-1793773.html)
- [Symbolische Störungen, in: "die tageszeitung", 26. August
  2017](https://taz.de/Klimaprotest-Ende-Gelaende/!5442348/)
- ["Ende Gelände" zieht positives Zwischenfazit, in: "Neues
  Deutschland", 26. August
  2017](https://www.nd-aktuell.de/artikel/1061798.ende-gelaende-zieht-positives-zwischenfazit.html)
- [Bis der Ofen aus ist, in: "die tageszeitung",
  25. 8. 2017](https://taz.de/Klimaprotest-Ende-Gelaende/!5436712/)
- [Zahm und aufmüpfig zugleich, in: "die tageszeitung",
  25. 8. 2017](http://www.taz.de/Ende-Gelaende-Klimaprotest-in-NRW/!5442203/)
- ["Ende Gelände"-Aktivisten blockieren Kohlebahn, in: "Neues
  Deutschland", 25. August
  2017](https://www.nd-aktuell.de/artikel/1061717.ende-gelaende-aktivisten-blockieren-kohlebahn.html)
- [Ende Gelände legt los, in: "Neues Deutschland", 24. August
  2017](https://www.nd-aktuell.de/artikel/1061548.ende-gelaende-legt-los.html)
- [Blockaden in Sicht, in: "die tageszeitung",
  22. 8. 2017](https://taz.de/Geplante-Ende-Gelaende-Proteste/!5435599/)
- [Rheinland ist das neue Wendland, in: "die tageszeitung",
  21. 8. 2017](https://taz.de/Kommentar-Ende-Gelaende-Protest/!5435407/)
- [Aufrüstung im Rheinland, in: "die tageszeitung",
  14. 8. 2017](https://taz.de/Ende-Gelaende-Camp-gegen-Braunkohle/!5439333/)

## Einzelnachweise

<references />

[Kategorie:Politische Veranstaltung
2017](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Politische_Veranstaltung_2017 "wikilink")
[Kategorie:Demonstration](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Demonstration "wikilink")
[Kategorie:Rheinisches
Braunkohlerevier](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Rheinisches_Braunkohlerevier "wikilink")
[Kategorie:Energiepolitik
(Deutschland)](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Energiepolitik_(Deutschland) "wikilink")
[\#2017](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Ende_Gelände "wikilink")

[1] [Archivierte
Kopie](https://web.archive.org/20190922093503/https://www.verfassungsschutz.de/de/aktuelles/schlaglicht/schlaglicht-2018-08-linksextremisten-instrumentalisieren-klimaschutz-proteste "Archivlink")

[2] [Verfassungsschutz stuft „Ende Gelände“ als linksextremistisch
ein](https://www.welt.de/politik/deutschland/article208081123/Ende-Gelaende-Verfassungsschutz-nennt-Protestgruppe-linksextremistisch.html)
abgerufen am 31.03.2024

[3] [„Klimacamp“ in NRW: Mit Tausenden Körpern gegen den
Braunkohle-Abbau](https://www.welt.de/politik/deutschland/article167974747/Mit-Tausenden-Koerpern-gegen-den-Braunkohle-Abbau.html)
abgerufen am 2018-10-07

[4] Alexander Fröhlich: *[Hambacher Forst - Wie gewalttätig sind die
Waldbesetzer?](https://www.tagesspiegel.de/politik/hambacher-forst-wie-gewalttaetig-sind-die-waldbesetzer/23083278.html)*,
[Der
Tagesspiegel](https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Tagesspiegel#Online "wikilink")
(online) vom 18. September 2018; abgerufen am 19. September 2018

[5] [Aktionsreader: Aktionstage im Rheinland, 24.-29. August
2017](https://www.ende-gelaende.org/wp-content/uploads/2017/08/Aktionsreader.pdf)
abgerufen am 2017-08-25

[6] <https://www.ende-gelaende.org/de/ende-gelaende-august-2017-as-it-happened/>

[7] <https://www.ende-gelaende.org/de/ende-gelaende-august-2017-as-it-happened/>

[8] <https://www.ende-gelaende.org/de/ende-gelaende-august-2017-as-it-happened/>

[9] [Vor Weltklimakonferenz: Engagierter Protest gegen
Braunkohle](https://www.zdf.de/nachrichten/heute/klima-braunkohle-proteste-gabriel-100.html)
abgerufen am 2022-02-19

[10] [Archivierte
Kopie](https://web.archive.org/20171107170218/https://www.ende-gelaende.org/de/press-release/pressemitteilung-vom-5-11-2017-1430-uhr/ "Archivlink")

[11] Pressemitteilung Ende Gelände, 5.11.,

[12] [Archivierte
Kopie](https://web.archive.org/20171107170218/https://www.ende-gelaende.org/de/press-release/pressemitteilung-vom-5-11-2017-1430-uhr/ "Archivlink")

[13] [Archivierte
Kopie](https://web.archive.org/20171107165751/https://www.ende-gelaende.org/de/news/aktions-twitter/ "Archivlink")

[14] Pressemeldung der Polizei Aachen, POL-AC: Besetzung der Bagger
durch Polizei verhindert – teils gewaltsame Aktionen der Aktivisten
gegenüber den Polizeibeamten – Maßnahmen zur Identitätsfeststellung
wurden getroffen, 5.11., Online-Zugriff zuletzt am 9.11.,
<http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/11559/3779251>

[15] Marlon Gego, Aachener Tagesspiegel, 8. November 2017,
<http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/region/videobeweis-im-tagebau-hambach-polizist-bringt-aktivistin-in-lebensgefahr-1.1756077>

# Ende Gelände 2018

**Ende Gelände 2018** waren Großaktionen der Bewegung 
„[Ende Gelände](https://wiki.aktivismus.org/books/geschichte-ende-gelandes/page/ende-gelande)“, 
die sich u. a. für
[Klimagerechtigkeit](https://de.wikipedia.org/wiki/Klimagerechtigkeit "wikilink")
im [Rheinischen
Braunkohlerevier](https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinisches_Braunkohlerevier "wikilink")
einsetzt. Die Aktionen des [zivilen
Ungehorsams](https://de.wikipedia.org/wiki/Ziviler_Ungehorsam "wikilink")
war die vierte Veranstaltung dieser Art nach
[2015](https://wiki.aktivismus.org/books/geschichte-ende-gelandes/page/ende-gelande-2015),
[2016](https://wiki.aktivismus.org/books/geschichte-ende-gelandes/page/ende-gelande-2016) und
[2017](https://wiki.aktivismus.org/books/geschichte-ende-gelandes/page/ende-gelande-2017). 
Alle richteten sich gegen die
[Kohleverstromung](https://de.wikipedia.org/wiki/Kohleverstromung "wikilink")
und forderten unter Berufung auf Klimagerechtigkeit und
[Klimaschutz](https://de.wikipedia.org/wiki/Klimaschutz "wikilink") den
„sofortigen
[Kohleausstieg](https://de.wikipedia.org/wiki/Kohleausstieg "wikilink")“.[1]

Die Aktionszeiträume waren einerseits der 6. Oktober 2018 als [Protest
für den Erhalt des Hambacher
Forstes](https://de.wikipedia.org/wiki/Protest_für_den_Erhalt_des_Hambacher_Forstes "wikilink")
mit kleineren Aktionen im [zu diesem Zeitpunkt umkämpften Wald neben der
Tagebaugrube](https://de.wikipedia.org/wiki/Hambacher_Forst#Geplante_Rodung_des_Restwaldes_ab_2018 "wikilink"),
der Schwerpunkt der Aktivitäten lag im Zeitraum vom 25. bis zum
29. Oktober 2018.

Am 27. Oktober 2018 wurden ein
[Kohlebagger](https://de.wikipedia.org/wiki/Schaufelradbagger "wikilink")
nahe der Ortschaft
[Bürgewald](https://de.wikipedia.org/wiki/Bürgewald_(Merzenich) "wikilink")
sowie die Gleise der
[Hambachbahn](https://de.wikipedia.org/wiki/Hambachbahn "wikilink") von
mehreren tausend
[Aktivisten](https://de.wikipedia.org/wiki/Aktivismus "wikilink") für 22
Stunden blockiert, um die Kohlezufuhr in die Kraftwerke symbolisch zu
unterbinden.[2] Mindestens 5.000 Menschen beteiligten sich an diesen
Protesten.[3] Die Staatsanwaltschaft Aachen ermittelt bei rund 400
Demonstrationsteilnehmern, die in den 
[Tagebau Inden](https://de.wikipedia.org/wiki/Tagebau_Inden "wikilink")
eindringen wollten, wegen
[Landfriedensbruchs](https://de.wikipedia.org/wiki/Landfriedensbruch "wikilink").[4]

Eine Fortsetzung der Proteste gab es
[2019](https://wiki.aktivismus.org/books/geschichte-ende-gelandes/page/ende-gelande-2019).

## Weblinks

- „So viele wie nie“ – [Video](http://graswurzel.tv/p336.html) des
  Dokumentationskollektivs „graswurzel.tv“
- „So lange wie noch nie“ – [Video](http://graswurzel.tv/p337.html) des
  Dokumentationskollektivs „graswurzel.tv“

## Einzelnachweise

<references />

[Kategorie:Politische Veranstaltung
2018](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Politische_Veranstaltung_2018 "wikilink")
[Kategorie:Demonstration](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Demonstration "wikilink")
[Kategorie:Rheinisches
Braunkohlerevier](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Rheinisches_Braunkohlerevier "wikilink")
[Kategorie:Energiepolitik
(Deutschland)](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Energiepolitik_(Deutschland) "wikilink")
[\#2018](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Ende_Gelände "wikilink")

[1] *www.ende-gelaende.org*:
[Aufruf](https://www.ende-gelaende.org/de/aufruf-2018/), abgerufen am
28. Oktober 2018

[2] [WDR](https://de.wikipedia.org/wiki/WDR "wikilink"):
["Ende Gelände": Zahlreiche Protestaktionen im Tagebau.](https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/demonstration-ende-gelaende-hambach-100.html)
Abgerufen am 27. Oktober 2018.

[3] [taz](https://de.wikipedia.org/wiki/taz "wikilink"): [*Die guten
Außerirdischen. Komplexe Probleme brauchen Symbole. Das Braunkohlerevier
könnte das Gorleben der Klimabewegung
werden.*](https://www.taz.de/Kommentar-Braunkohle-Proteste/!5546126/),
abgerufen am 28. Oktober 2018

[4] [Tagesspiegel](https://de.wikipedia.org/wiki/Tagesspiegel "wikilink"):
[*"Ende Gelände"; Hunderte Strafanzeigen bei
Anti-Kohle-Protesten*](https://www.tagesspiegel.de/politik/ende-gelaende-hunderte-strafanzeigen-bei-anti-kohle-protesten/23238828.html),
abgerufen am 28. Oktober 2018

# Ende Gelände 2019

**Ende Gelände 2019** waren Großaktionen einer Bewegung für
[Klimagerechtigkeit](https://de.wikipedia.org/wiki/Klimagerechtigkeit "wikilink")
in Deutschland. Das Bündnis [Ende
Gelände](https://de.wikipedia.org/wiki/Ende_Gelände "wikilink") setzte
damit die
[Vorjahresaktionen](https://wiki.aktivismus.org/books/geschichte-ende-gelandes/page/ende-gelande)
[zivilen
Ungehorsams](https://de.wikipedia.org/wiki/Ziviler_Ungehorsam "wikilink")
fort.[1] Sie richteten sich im [Rheinischen
Braunkohlerevier](https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinisches_Braunkohlerevier "wikilink"),
insbesondere im [Tagebau
Garzweiler](https://de.wikipedia.org/wiki/Tagebau_Garzweiler "wikilink"),
vom 21. bis zum 23. Juni gegen die
[Kohleverstromung](https://de.wikipedia.org/wiki/Kohleverstromung "wikilink")
der [RWE Power
AG](https://de.wikipedia.org/wiki/RWE_Power_AG "wikilink") und forderten
unter Berufung auf Klimagerechtigkeit und
[Klimaschutz](https://de.wikipedia.org/wiki/Klimaschutz "wikilink")
„nicht nur den Kohleausstieg, sondern auch einen radikalen
gesellschaftlichen Wandel“.[2] Vom 29. November bis 1. Dezember wurden
gemeinsam mit [Fridays for
Future](https://de.wikipedia.org/wiki/Fridays_for_Future "wikilink")
Protestaktionen im [Lausitzer
Braunkohlerevier](https://de.wikipedia.org/wiki/Lausitzer_Braunkohlerevier "wikilink")
durchgeführt.[3]

## Juni: Rheinisches Braunkohlerevier

### Hintergrund

Im Januar 2019 empfahl die [Kommission für Wachstum, Strukturwandel und
Beschäftigung](https://de.wikipedia.org/wiki/Kommission_für_Wachstum,_Strukturwandel_und_Beschäftigung "wikilink")
in ihrem Abschlussbericht den Kohleausstieg bis zum Jahr 2038, was
sowohl von Wissenschaftlern wie dem Kommissionsmitglied [Hans Joachim
Schellnhuber](https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Joachim_Schellnhuber "wikilink")
als auch von Umweltverbänden als unzureichend kritisiert wurde.[4] Im
Februar wurde zudem der Klimaschutzbericht 2018 veröffentlicht, laut dem
Deutschland die selbst gesteckten Klimaschutzziele für 2020 verfehlen
würde.[5]

Am Donnerstag, den 20. Juni, hatten sich dann die Staats- und
Regierungschefs der
[EU](https://de.wikipedia.org/wiki/Europäische_Union "wikilink") nicht
auf eine
[CO<sub>2</sub>-Neutralität](https://de.wikipedia.org/wiki/CO2-neutral "wikilink")
bis 2050 einigen können, da vor allem Polen, Ungarn und Tschechien
Einwände erhoben.[6]

Für Freitag, den 21. Juni, rief die Bewegung [Fridays for
Future](https://de.wikipedia.org/wiki/Fridays_for_Future "wikilink") zu
internationalen Protesten für Klimaschutz in Aachen auf, insgesamt
beteiligten sich 40.000 Personen aus 16 Ländern.[7] Die Polizei warnte
im Vorfeld vor einer Instrumentalisierung durch Ende Gelände, was als
„gezielter Spaltungsversuch“ bezeichnet wurde und zu einer
Solidarisierung von Fridays for Future mit Ende Gelände führte.[8] Es
wurde davon ausgegangen, dass sich auch Teilnehmer der
Fridays-for-Future-Demonstration im Anschluss an Aktionen von Ende
Gelände beteiligen würden.[9]

### Aktionen

Am Freitag, dem 21. Juni 2019 begann Ende Gelände mit der Blockade der
[Nord-Süd-Kohlenbahn](https://de.wikipedia.org/wiki/Nord-Süd-Bahn_(Garzweiler) "wikilink")
zwischen dem Tagebau Garzweiler und dem [Kraftwerk
Neurath](https://de.wikipedia.org/wiki/Kraftwerk_Neurath "wikilink").[10]
Ab Samstag kam es zu Blockaden der
[Hambachbahn](https://de.wikipedia.org/wiki/Hambachbahn "wikilink")
sowie zu Besetzungen des Tagebaus selbst, sodass RWE den Betrieb von
vier von sechs Produktionseinheiten stoppte. Parallel dazu gab es eine
weitere Demonstration von Fridays for Future entlang des Tagebaus nach
[Keyenberg](https://de.wikipedia.org/wiki/Keyenberg "wikilink"), das für
den Tagebau abgebaggert werden soll.[11] Am 23. Juni 2019 wurde
berichtet, dass die Blockade der Hambachbahn am Morgen und die Besetzung
des Tagebaus am Mittag beendet worden sei. Die Bahnstrecke zum Kraftwerk
Neurath sei noch nicht geräumt worden.[12] Um 13:15 Uhr erklärte Ende
Gelände in einer Pressemitteilung die Blockadeaktionen für beendet.
Insgesamt hätten sich über 6000 Personen an den Protesten beteiligt.[13]

Im Zusammenhang mit den Protesten berichteten Vertreter von Ende Gelände
über Polizeigewalt,[14] Polizisten hätten Schlagstöcke und 
[Pfefferspray](https://wiki.aktivismus.org/books/erste-hilfe-in-aktion-demosanis/page/pfeffersprayoc)
eingesetzt, sodass einige Menschen in Krankenhäusern behandelt werden
mussten. Unter anderem sei es bei einem Verletzten zu einem
[Schädelbasisbruch](https://de.wikipedia.org/wiki/Schädelbasisbruch "wikilink")
gekommen.[15][16] Zudem hätten einige Teilnehmer zeitweise – bis zu
13 Stunden lang – die Bahnhofsvorplätze Hochneukirch bzw. Viersen nicht
verlassen können, was die Polizei mit Kapazitätsproblemen
begründete.[13][18] Die Polizei berichtete von 16 verletzten
Beamten.[19]

## November/Dezember: Lausitzer Braunkohlerevier

### Hintergrund

Am 20. September fand der dritte globale Klimastreik statt, an dem sich
in Deutschland etwa 1,4 Millionen Menschen beteiligten.[20][21] Am
selben Tag stellte die
[Bundesregierung](https://de.wikipedia.org/wiki/Kabinett_Merkel_IV "wikilink")
ihr [Klimapaket](https://de.wikipedia.org/wiki/Klimapaket "wikilink")
vor,[22] das von der Opposition, Umweltverbänden, Wissenschaftlern und
auch von Teilen der an der Regierung beteiligten SPD als unzureichend
kritisiert wurde. [Ottmar
Edenhofer](https://de.wikipedia.org/wiki/Ottmar_Edenhofer "wikilink"),
Direktor des [Potsdam-Institut für
Klimafolgenforschung](https://de.wikipedia.org/wiki/Potsdam-Institut_für_Klimafolgenforschung "wikilink"),
bezeichnete es als „Dokument der politischen Mutlosigkeit“, da damit die
selbst gesteckten Ziele für 2030 nicht erreicht werden könnten.[23] Am
23. September wurde der [UN-Klimagipfel
2019](https://de.wikipedia.org/wiki/UN-Klimagipfel_2019 "wikilink")
veranstaltet, auf dem die wichtigsten Emissionsländer ebenfalls keine
ambitionierten Maßnahmen präsentierten.[24] Vom 2. bis 13. Dezember fand
die [UN-Klimakonferenz
2019](https://de.wikipedia.org/wiki/UN-Klimakonferenz_2019 "wikilink")
statt.[25]

### Aktionen

Am Freitag, den 29. November fanden erneut weltweit Proteste für mehr
Klimaschutz statt, in Deutschland beteiligten sich über
600.000 Menschen.[26] Am Samstag begannen mehrere tausend Aktivisten mit
Blockaden im
[brandenburgischen](https://de.wikipedia.org/wiki/brandenburg "wikilink")
[Tagebau
Welzow-Süd](https://de.wikipedia.org/wiki/Tagebau_Welzow-Süd "wikilink")
und dem seit September 2019 vorerst stillgelegten [Tagebau
Jänschwalde](https://de.wikipedia.org/wiki/Tagebau_Jänschwalde "wikilink")
sowie im [sächsischen](https://de.wikipedia.org/wiki/Sachsen "wikilink")
[Tagebau Vereinigtes
Schleenhain](https://de.wikipedia.org/wiki/Tagebau_Vereinigtes_Schleenhain "wikilink").[27]
Fridays for Future und die Initiative „Alle Dörfer bleiben“, die sich
gegen das
[Abbaggern](https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_abgebaggerter_Ortschaften "wikilink")
von Ortschaften richtet, unterstützten die Aktionen.[28] Nach einigen
Stunden der Blockade verließen die Aktivisten die Tagebaue am Nachmittag
wieder. Nach Polizeiangaben wurden drei Polizisten leicht verletzt,
ansonsten wurde von keinen Auseinandersetzungen berichtet, auch wenn es
im Vorfeld Drohungen und Gewaltaufrufe unter anderem durch Rechtsextreme
gegeben hatte.[29]

## Ermittlungen wegen Straftaten und Kritik

Gegen mehrere Personen aus den Reihen des Bündnisses wurde 2019 nach der
Blockade des [Tagebaus
Garzweiler](https://de.wikipedia.org/wiki/Tagebau_Garzweiler "wikilink")
Ermittlungsverfahren u. a. wegen
[Hausfriedensbruchs](https://de.wikipedia.org/wiki/Hausfriedensbruch_(Deutschland) "wikilink"),
[Gefangenenbefreiung](https://de.wikipedia.org/wiki/Gefangenenbefreiung "wikilink")
und [Widerstands gegen
Vollstreckungsbeamte](https://de.wikipedia.org/wiki/Widerstand_gegen_Vollstreckungsbeamte "wikilink")
eingeleitet. Der nordrhein-westfälische Innenminister [Herbert
Reul](https://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Reul "wikilink") übte in dem
Zusammenhang Kritik an den "gewalttätigen Aktionen aus den Reihen von
*Ende Gelände*".[30] Das Bündnis warf Reul geheime Absprachen mit RWE
vor, in denen unter anderen ein "Bedrohungsszenario" aufgebaut worden
sei, um weitere Großeinsätze der Polizei unter anderem gegen die
Baumbesetzung des Hambacher Forstes zu rechtfertigen.[31] Die
Gewaltvorwürfe gegen Ende Gelände stellten sich nach dem Wochenende als
überwiegend haltlos heraus. "Verletzungen gab es laut Polizeisprecherin
Petra Wienen überwiegend an Gliedmaßen, etwa durch Umknicken oder
Stürze. Eine Wunde musste genäht werden, ein Beamter hatte
Kreislaufprobleme. Wie viele der Verletzungen direkt durch AktivistInnen
verursacht wurden, ist unklar."[32]

## Unterstützer

Das Bündnis Ende Gelände wurde von den Jugendorganisation der Parteien
Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen unterstützt. Kritik zog die
Unterstützung der vom Verfassungsschutz beobachteten
[Interventionistische
Linke](https://de.wikipedia.org/wiki/Interventionistische_Linke "wikilink")
auf sich.

Zu den prominenten Einzelpersonen, die das Bündnis unterstützten,
gehörten unter anderem die
[Grünenpolitiker](https://de.wikipedia.org/wiki/Bündnis_90/Die_Grünen "wikilink")
[Lisa Badum](https://de.wikipedia.org/wiki/Lisa_Badum "wikilink"), [Erik
Marquardt](https://de.wikipedia.org/wiki/Erik_Marquardt "wikilink") und
[Jutta Paulus](https://de.wikipedia.org/wiki/Jutta_Paulus "wikilink");
außerdem mehrere Politiker der Linkspartei, darunter [Ulla
Jelpke](https://de.wikipedia.org/wiki/Ulla_Jelpke "wikilink") und
[Alexander
Neu](https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Neu "wikilink").[33]

## Weblinks

- [Ende Gelände](https://www.ende-gelaende.org/de)
- [Reportage über Ende-Gelände-Aktionen im Rheinischen Braunkohlerevier
  2019](https://www.youtube.com/watch?v=w8mtbITzMic)

## Einzelnachweise

[Kategorie:Politische Veranstaltung
2019](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Politische_Veranstaltung_2019 "wikilink")
[Kategorie:Demonstration](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Demonstration "wikilink")
[Kategorie:Rheinisches
Braunkohlerevier](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Rheinisches_Braunkohlerevier "wikilink")
[Kategorie:Energiepolitik
(Deutschland)](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Energiepolitik_(Deutschland) "wikilink")
[\#2019](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Ende_Gelände "wikilink")

[1]["Ziviler Ungehorsam ist eine Möglichkeit".](https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/hambacher-forst-protestforscher-100.html)
In: Wdr.de. 24. Juni 2019, abgerufen am 12. August 2019.

[2][Aufruf 2019.](https://www.ende-gelaende.org/de/aufruf-2019/#1) 
In: ende-gelaende.org. Abgerufen am 23. Juni 2019.

[3] [Pressemitteilung vom
23.09.2019](https://www.ende-gelaende.org/press-release/pressemitteilung-vom-23-09-2019)
abgerufen am 2019-09-26

[4][So reagiert die Regierung auf den Kohlekompromiss.](https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/kohleausstieg-peter-altmaier-olaf-scholz-andrea-nahles-die-reaktionen-a-1250155.html)
In: Spiegel Online. 26. Januar 2019, abgerufen am 23. Juni 2019.

[5][Deutschland verfehlt Klimaziele für 2020.](https://www.zeit.de/politik/deutschland/2019-02/klimaschutzbericht-ziele-2020-immissionen-klimawandel)
In: Zeit Online. 6. Februar 2019, abgerufen am 23. Juni 2019.

[6][Festlegung auf neues Klimaziel 2050 scheitert.](https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-06/eu-gipfel-entwurf-klimaneutralitaet-2050-gescheitert)
In: Zeit Online. 20. Juni 2019, abgerufen am 23. Juni 2019.

[7][Sie meinen es ernst.](https://www.zeit.de/gesellschaft/2019-06/fridays-for-future-klimaprostest-aachen-fs-3)
In: Zeit Online. 21. Juni 2019, abgerufen am 23. Juni 2019.

[8][Die Zeit des Belächelns ist vorbei.](https://www.zeit.de/wirtschaft/2019-06/fridays-for-future-internationaler-streiktag-klimaproteste-sichtbarkeit/komplettansicht)
In: Zeit Online. 20. Juni 2019, abgerufen am 23. Juni 2019.

[9][Radikalisieren verboten!](https://taz.de/Aktionen-von-Fridays-for-Future-in-NRW/!5601982/)
In: Taz.de. 21. Juni 2019, abgerufen am 23. Juni 2019.

[10][Hunderte Aktivisten blockieren Gleise zum Kohlekraftwerk.](https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2019-06/rwe-blockade-kohleausstieg-neurath-klimawandel-aktivisten) 
In: Zeit Online. 22. Juni 2019, abgerufen am 23. Juni 2019.

[11][Tausende Menschen protestieren im Braunkohlerevier.](https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-06/kohleausstieg-klimaschutz-braunkohle-garzweiler-demonstrationen)
In: Zeit Online. 22. Juni 2019, abgerufen am 23. Juni 2019.

[12][Tagebau Garzweiler vollständig geräumt.](https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-06/klimaschutz-proteste-aachen-ende-gelaende-fridays-for-future-raeumung)
In: Zeit Online. 23. Juni 2019, abgerufen am 23. Juni 2019.

[13][Pressemitteilung vom 23.6. um 13:15 Uhr.](https://web.archive.org/web/20190623190611/https://www.ende-gelaende.org/de/press-release/pressemitteilung-vom-23-6-um-1315-uhr/) 
In: ende-gelaende.org. 23. Juni 2019, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 23. Juni 2019; abgerufen am 23. Juni 2019.

[14][Besetzung läuft noch immer.](https://taz.de/Klimaprotest-von-Ende-Gelaende/!5604961/)
In: Taz.de. 23. Juni 2019, abgerufen am 23. Juni 2019.

[15][Aktivisten erheben schwere Vorwürfe.](https://taz.de/Polizeigewalt-bei-Ende-Gelaende/!5605436/)
In: Taz.de. 24. Juni 2019, abgerufen am 24. Juni 2019.

[16] [Polizeigewalt bei Ende Gelände: „Natürlich kommt es zu
Fehlern“](https://taz.de/Polizeigewalt-bei-Ende-Gelaende/!5606268/) in Die Tageszeitung: taz, 2019-07-10, abgerufen am 2019-07-13

[17]

[18][In Garzweiler verweilt.](https://taz.de/Kohleprotest-in-Nordrhein-Westfalen/!5604931/)
In: Taz.de. 23. Juni 2019, abgerufen am 23. Juni 2019.

[19] [Polizeipräsident erhebt Vorwürfe gegen "Ende
Gelände"](https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/polizeipraesident-vorwuerfe-ende-gelaende-100.html),
[WDR](https://de.wikipedia.org/wiki/Westdeutscher_Rundfunk_Köln "wikilink"),
26. Juni 2019

[20][#AlleFürsKlima.](https://fridaysforfuture.de/allefuersklima/)
In: fridaysforfuture.de. Abgerufen am 30. November 2019.

[21][Millionen fürs Klima.](https://www.tagesschau.de/inland/klimastreiks-friday-for-future-105.html) 
In: Tagesschau.de. 20. September 2019, abgerufen am 30. November 2019.

[22][Große Koalition einigt sich auf Klimaschutzpaket.](https://www.zeit.de/politik/deutschland/2019-09/grosse-koalition-einigt-sich-auf-klimaschutzpaket)
In: Zeit Online. 20. September 2019, abgerufen am 30. November 2019.

[23][Bewerber um SPD-Vorsitz greifen Union wegen Klimapakets an.](https://www.zeit.de/politik/deutschland/2019-09/klimapolitik-beschluss-klimaschutzpaket-reaktionen-klimakabinett)
In: Zeit Online. 20. September 2019, abgerufen am 30. November 2019.

[24][Von der "Klimakanzlerin" ist nichts zu spüren.](https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-09/klimagipfel-der-vereinten-nationen-angela-merkel-rede-greta-thunberg)
In: Zeit Online. 23. September 2019, abgerufen am 30. November 2019.

[25][UN-Klimakonferenz findet in Madrid statt.](https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2019-11/vereinte-nationen-klimakonferenz-madrid-spanien)
In: Zeit Online. 1. November 2019, abgerufen am 30. November 2019.

[26][Hunderttausende demonstrieren für das Klima.](https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-11/fridays-for-future-klimaprotest-demonstrationen-klimaschutz)
In: Zeit Online. 29. November 2019, abgerufen am 30. November 2019.

[27][Blockaden für den sofortigen Kohleausstieg.](https://www.zeit.de/politik/2019-11/ende-gelaende-lausitz-klimaproteste-demonstration)
In: Zeit Online. 30. November 2019, abgerufen am 30. November 2019.

[28][Anti-Kohle-Protestwochenende bestimmt die Lausitz.](https://web.archive.org/web/20191220093745/https://www.rbb24.de/studiocottbus/wirtschaft/2019/11/ende-gelaende-kohle-protest-klimastreik-in-lausitz.html)
In: rbb24. 30. November 2019, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 20. Dezember 2019; abgerufen am 30. November 2019.

[29][An den Orten der Zerstörung.](https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-11/ende-gelaende-lausitz-tagebau-klimaaktivismus-kohleausstieg-kumpel-bergarbeiter/komplettansicht)
In: Zeit Online. 1. Dezember 2019, abgerufen am 1. Dezember 2019.

[30] [Klima-Proteste beendet – Innenminister Reul kritisiert
„gewalttätige
Aktionen“](https://www.welt.de/politik/deutschland/article195666545/Ende-Gelaende-Klima-Proteste-beendet-Reul-kritisiert-Aktivisten.html)
abgerufen am 2019-11-28

[31] TAZ, Reuls Bedrohungsszenario, 19. Februar 2019
<https://taz.de/Kommentar-Hambacher-Polizeistatistik/!5570951/>

[32] Polizeibilanz nach Ende Gelände, Kreislauf vs. Knochenbrüche, TAZ
25. Juni 2019,
<https://taz.de/Polizeibilanz-nach-Ende-Gelaende/!5602499/>

[33] [Ende Gelände
Falzflyer](https://www.ende-gelaende.org/wp-content/uploads/2019/05/EG2019_Falzflyer_website.pdf)
abgerufen am 2021-02-19

# Ende Gelände 2020

**Ende Gelände** ist nach eigenen Angaben „ein europaweites Bündnis von
Menschen aus vielen verschiedenen sozialen Bewegungen“[1] der
[Anti-Atom-](https://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Atomkraft-Bewegung "wikilink")
und
[Anti-Kohlekraft-Bewegung](https://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Kohlekraft-Bewegung "wikilink"),
das seit 2015 jährlich eine Großaktion (2017 und 2019 zwei[2]) in
deutschen
[Braunkohlerevieren](https://de.wikipedia.org/wiki/Braunkohlerevier "wikilink")
organisiert. Das [Bundesamt für
Verfassungsschutz](https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesamt_für_Verfassungsschutz "wikilink")
bezeichnet das Bündnis als
„[linksextremistisch](https://de.wikipedia.org/wiki/linksextremistisch "wikilink")
beeinflusst“.[3] Ende Gelände und ein Kreis von Unterstützern verurteilt
den "Versuch der Kriminalisierung von Ende Gelände aufs Schärfste".[4]

## Forderungen und Ziele

Ende Gelände sieht sich eigenen Angaben zufolge als Teil der Bewegung
für
[Klimagerechtigkeit](https://de.wikipedia.org/wiki/Klimagerechtigkeit "wikilink")
und „für den globalen Erhalt der Umwelt und für gelebte Solidarität mit
unseren Mitmenschen weltweit, insbesondere denen, die schon heute von
der Klimakrise bedroht sind.“[5] Die Bewegung fordert einen sofortigen
[Kohleausstieg](https://de.wikipedia.org/wiki/Kohleausstieg "wikilink")
sowie einen „tiefgreifenden, sozial-ökologischen Wandel“ durch eine
„Abkehr vom fossilen
[Kapitalismus](https://de.wikipedia.org/wiki/Kapitalismus "wikilink")“
(„*System Change not Climate Change*“,
„[Systemwandel](https://de.wikipedia.org/wiki/Revolution "wikilink")
statt
[Klimawandel](https://de.wikipedia.org/wiki/Klimawandel "wikilink")“[1]).
Darin eingeschlossen ist die Forderung nach dem Erhalt der vom
[Braunkohletagebau](https://de.wikipedia.org/wiki/Braunkohletagebau "wikilink")
bedrohten Dörfer.[7] Nach Einschätzung des [Berliner
Verfassungsschutzes](https://de.wikipedia.org/wiki/Verfassungsschutz_Berlin "wikilink")
geriere sich *Ende Gelände* nur in seiner Außendarstellung als
Klimaschutz-Akteur, um zu verschleiern, dass tatsächlich weitergehende,
demokratiefeindliche Ziele verfolgt würden.[8] Nach Einschätzung von
JUSOS, Grüne Jugend, Fridays for Future, Partei die LINKE, BUND,
Ortsgruppen von Extinction Rebellion und vielen weiteren ist Ende
Gelände "ein Ausdruck der Solidarität mit den Menschen, die schon heute
gegen die Bedrohung ihrer Lebensgrundlagen kämpfen müssen, (...) die
weltweit für eine lebenswerte Zukunft auf diesem Planeten eintreten."
Das Bündnis erklärt sich "solidarisch" mit Ende Gelände und "allen
Menschen in ihrem friedlichen Protest gegen die Kohle."[9]

## Vorgehensweise und Aktionsform

Die Kampagne hat Stand Juli 2019 nach eigenen Angaben in Deutschland 59
lokale Gruppierungen, die u. a. bei der Mobilisierung für die
Massenaktionen unterstützen, aber auch eigene kleinere Aktionen planen.
Zusätzlich gibt es einzelne Gruppen in
[Belgien](https://de.wikipedia.org/wiki/Belgien "wikilink"),
[Tschechien](https://de.wikipedia.org/wiki/Tschechien "wikilink"),
[Frankreich](https://de.wikipedia.org/wiki/Frankreich "wikilink"),
[Italien](https://de.wikipedia.org/wiki/Italien "wikilink"),
[Österreich](https://de.wikipedia.org/wiki/Österreich "wikilink"),
[Schweden](https://de.wikipedia.org/wiki/Schweden "wikilink"), den
[Niederlanden](https://de.wikipedia.org/wiki/Niederlande "wikilink") und
der [Schweiz](https://de.wikipedia.org/wiki/Schweiz "wikilink").[10] Als
Sprecherin von Ende Gelände treten u. a. [Nike
Mahlhaus](https://de.wikipedia.org/wiki/Nike_Mahlhaus "wikilink"), [Sina
Reisch](https://de.wikipedia.org/wiki/Sina_Reisch "wikilink") und
[Tadzio Müller](https://de.wikipedia.org/wiki/Tadzio_Müller "wikilink")
in Erscheinung.

Als Aktionsform nutzt Ende Gelände laut eigener Darstellung
„angekündigte Massenblockaden [zivilen
Ungehorsams](https://de.wikipedia.org/wiki/Ziviler_Ungehorsam "wikilink")“
als „symbolischen und bewussten Verstoß gegen rechtliche Normen“ mit dem
Ziel der „direkten Verhinderung einer Unrechtssituation“.[1] Auf
Bündnistreffen komme die Bewegung regelmäßig in unterschiedlichen
Städten zusammen; die Arbeit sei in mehreren Arbeitsgruppen (AG)
organisiert: Aktions-AG, Aktionslogistik-AG, Anti-Repressions-AG,
Homepage-Redaktion, Camp-AG, AG Internationales, Sani-AG,
Mobilisierungs-AG, Finanz-AG, Moderations-AG, Prozess-AG,
Polizeikontakt-AG, Presse-AG, Kleingruppe „gegen Rechts“.[1] Laut
Berliner Verfassungsschutz würden Gewaltanwendungen von dem Bündnis
„zumindest billigend in Kauf genommen“[13] und „Angriffe auf Polizisten
positiv bewertet“. Ende Gelände hat dem widersprochen.[14] Eine
Solidaritätserkärung von Fridays for Future, BUND, Jusos, Extinction
Rebellion und weiteren Gruppen nimmt Ende Gelände gegen den Vorwurf in
Schutz mit Verweis auf den "Aktions-Konsens" welcher "Sicherheit und
Transparenz für alle Beteiligten" betone, und in einer "langen und
bedeutenden demokratischen Tradition" zivilen Ungehorsams" stehe. Die
"friedlichen Aktionen von „Ende Gelände” in den vergangenen Jahren"
hätten "diese Tradition eindrucksvoll aufgenommen". [15]

Das Bündnis sieht sich getragen „von Menschen aus den Anti-Atom- und
Anti-Kohle-Bewegungen, aus den Vorbereitungsgruppen der
[Klimacamps](https://de.wikipedia.org/wiki/Klimacamp "wikilink") in
Rheinland und Lausitz, von der Waldbesetzung im [Hambacher
Forst](https://de.wikipedia.org/wiki/Hambacher_Forst#Widerstandsbewegung "wikilink"),
aus klimapolitischen
[Graswurzelinitiativen](https://de.wikipedia.org/wiki/Graswurzelbewegung "wikilink")
und
[Bürgerinitiativen](https://de.wikipedia.org/wiki/Bürgerinitiative "wikilink"),
aber auch größeren
[Umweltorganisationen](https://de.wikipedia.org/wiki/Naturschutzorganisation "wikilink"),
aus [linken](https://de.wikipedia.org/wiki/Politische_Linke "wikilink")
Politgruppen und anderen“.[16] Die
[linksextreme](https://de.wikipedia.org/wiki/Linksradikalismus "wikilink")
Organisation [Interventionistische
Linke](https://de.wikipedia.org/wiki/Interventionistische_Linke "wikilink")
führt Ende Gelände auf ihrer Homepage als „Projekt“[17] auf und war nach
Ermittlungen des Verfassungsschutzes „maßgeblich an der Organisation und
Mobilisierung zu den Aktionstagen beteiligt“ und erwies „sich als
zuverlässiger und aktiver Partner“ im Bündnis. Nach Angaben des
Verfassungsschutzes „wertete auch die IL die Protestaktion als großen
Erfolg und sieht Anknüpfungspunkte für weitere Aktionen.“[18] Nach
Angaben der Solidaritätserklärung gegen den Bericht des berliner
Verfassungsschutzes wertet eine große Gruppe von
Umweltschutzorganisationen Ende Gelände als großen Erfolg. [19]

Das Bündnis nutzt neben der Herausgabe von konventionellen
Pressemitteilungen zur Kommunikation eine Vielzahl von Kanälen für die
externe Kommunikation.

Nach eigenen Angaben finanziert sich die Arbeit des Bündnisses zu 100
Prozent aus Spenden. Neben Geld würden auch oft Materialien, Essen,
Kleidung, Decken und andere Dinge gespendet.[20] Die Arbeit im Bündnis,
das nicht als Verein eingetragen ist, geschieht ehrenamtlich, Honorare
oder Lohnausgleiche werden nicht gezahlt. Ausgaben entstehen vor allem
durch die Beschaffung von Demonstrationsmaterialien, Betrieb der
Camp-Infrastruktur inklusive Verpflegung, Reisekosten und für Nutzung
digitaler Infrastruktur. Ende Gelände entschädigt mit den erhaltenen
Spenden auch Landwirte, deren Flächen durch Teilnehmer der Aktionen
beschädigt wurden, z. B. während der Aktionen im Frühsommer 2019 mit
Beträgen etwa „zwischen mehreren hundert und mehreren tausend Euro pro
Feld“.[21]

## Einstufung durch den Verfassungsschutz und Kritik

Der bundesdeutsche
[Verfassungsschutz](https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesamt_für_Verfassungsschutz "wikilink")
sieht eine Instrumentalisierung durch linksextreme Gruppierungen wie die
[Interventionistische
Linke](https://de.wikipedia.org/wiki/Interventionistische_Linke "wikilink")
und leitet daraus eine Einstufung als
„[linksextremistisch](https://de.wikipedia.org/wiki/linksextremistisch "wikilink")
beeinflusst“ ab. Die interventionistische Linke bekennt sich offen zur
Mitarbeit an Ende Gelände. Ende Gelände sieht jedoch darin als auch in
der Forderung nach Überwindung des Kapitalismus keinen Bruch der
Verfassung. Gruppen die sich ebenfalls zum Slogan "Systemwandel statt
Klimawandel" bekennen, und auch solche, die sich nicht darauf berufen,
betonen die Legitimität der Forderung nach einem Systemwandel durch Ende
Gelände. "Mit „Fridays for Future” hat sich weltweit eine ganze
Generation zusammengeschlossen, um für ihre Zukunft und gegen die
Klimakrise zu kämpfen.[22]

Der Berliner Verfassungsschutz verortet die 30 Mitglieder zählende
Berliner Ortsgruppe des Bündnisses in seinem Jahresbericht 2019 im
linksextremistischen Spektrum.[23] Diese Einschätzung basiert darauf,
dass die vordergründig verfolgten Motive des
[Antikapitalismus](https://de.wikipedia.org/wiki/Antikapitalismus "wikilink")
und des
[Antifaschismus](https://de.wikipedia.org/wiki/Antifaschismus "wikilink")
nach linksextremistischem Verständnis in Wahrheit die Ablehnung der
[freiheitlich-demokratischen
Grundordnung](https://de.wikipedia.org/wiki/Freiheitliche_demokratische_Grundordnung "wikilink")
implizieren. Die linksextremistische Interventionistische Linke
bezeichnet sich selbst als wesentlichen Bestandteil von Ende
Gelände.[24] Ende Gelände und der Unterstützerkreis widerspricht der
Gleichsetzung von "Demokratiefeindlichkeit" und der Forderung nach einem
Systemwandel: "Die Forderung von „Ende Gelände“ nach einem dringend
nötigen Systemwandel, die mittlerweile von großen Teilen der
Gesellschaft getragen und unterstützt wird, darf und kann nicht die
Rechtfertigung für diese Einstufung \[als linksextrem\] sein.[25]

Linksextremistische Akteure von Ende Gelände brandmarken laut Berliner
Verfassungsschutz eine vermeintliche Tatenlosigkeit von Verantwortlichen
in Politik und Wirtschaft in Bezug auf die Klimaerwärmung. Sie würden
dabei Frustrationserfahrungen von jungen Menschen nutzen, um
extremistische Forderungen gezielt zu platzieren und das politische
System als Ganzes anzugreifen.[26] Zahlreiche Jugendorganisationen von
SPD, Grünen, Linkspartei und BUND haben sich jedoch demonstrativ hinter
Ende Gelände gestellt und widersprechen der Einschätzung, es würden
"junge Menschen" genutzt.[27] Nach ihrer Einschätzung hat sich mit
„Fridays for Future” weltweit eine ganze Generation zusammengeschlossen,
um für ihre Zukunft zu kämpfen."

Die Protestform des [zivilen
Ungehorsams](https://de.wikipedia.org/wiki/Ziviler_Ungehorsam "wikilink")
wird nach den Ermittlungen des Verfassungsschutzes strategisch
definiert, um eine Zusammengehörigkeit zwischen Klimaaktivisten und
Linksextremisten herzustellen.[28] Das Solidaritätsbündnis widerspricht
dem Verfassungsschutz: "Ziviler Ungehorsam gegen existentielle Gefahren
und Missstände hat eine lange und bedeutende demokratische Tradition. So
würde es ohne den – auch ungehorsamen – Widerstand gegen Atomkraft
keinen Atomausstieg geben."[29]

Gegen mehrere Personen aus den Reihen des Bündnisses wurde 2019 nach der
Blockade des [Tagebaus
Garzweiler](https://de.wikipedia.org/wiki/Tagebau_Garzweiler "wikilink")
Ermittlungsverfahren u. a. wegen
[Hausfriedensbruchs](https://de.wikipedia.org/wiki/Hausfriedensbruch_(Deutschland) "wikilink"),
[Gefangenenbefreiung](https://de.wikipedia.org/wiki/Gefangenenbefreiung "wikilink")
und [Widerstands gegen
Vollstreckungsbeamte](https://de.wikipedia.org/wiki/Widerstand_gegen_Vollstreckungsbeamte "wikilink")
eingeleitet. Zahlreiche Aktivisten der Gruppierung wurden wegen
Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte zu Haftstrafen verurteilt. Der
nordrhein-westfälische Innenminister [Herbert
Reul](https://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Reul "wikilink") übte in
diesem Zusammenhang Kritik an den „gewalttätigen Aktionen aus den Reihen
von *Ende Gelände*“.[30] Ende Gelände wirf Ministerpräsident Reul
hingegen vor, die Eskalation von Gewalt im Rahmen mehrerer
Polizeieinsätze durch bis dahin geheime Absprachen mit RWE im Zuge der
versuchten Räumung des Hambacher Forstes Vorschub geleistet zu haben.
Das Bündnis hat deshalb volle Akteneinsicht beim Innenministerium
Nord-Rhein-Westfalens beantragt.[31]

Die Einordnung als linksextremistisch stieß in der [rot-rot-grünen
Regierungskoalition](https://de.wikipedia.org/wiki/Senat_Müller_II "wikilink")
auf Kritik und mündete in der Forderung nach Auflösung des
Verfassungsschutzes. Diese Forderung wird von der [Grünen
Jugend](https://de.wikipedia.org/wiki/Grüne_Jugend "wikilink"), der
[Linksjugend
Solid](https://de.wikipedia.org/wiki/Linksjugend_Solid "wikilink") und
von Teilen der [Jusos](https://de.wikipedia.org/wiki/Jusos "wikilink")
unterstützt.[32]

## Aktionen 2015–2019

- [Ende Gelände 2015](https://wiki.aktivismus.org/books/geschichte-ende-gelandes/page/ende-gelande-2015) –
  August im Braunkohletagebau
  [Garzweiler](https://de.wikipedia.org/wiki/Tagebau_Garzweiler "wikilink"),
  ca. 1.600 Teilnehmer
- [Ende Gelände 2016](https://wiki.aktivismus.org/books/geschichte-ende-gelandes/page/ende-gelande-2016) –
  Mai im [Lausitzer
  Braunkohlerevier](https://de.wikipedia.org/wiki/Lausitzer_Braunkohlerevier "wikilink"),
  ca. 4.000 Teilnehmer
- [Ende Gelände 2017](https://wiki.aktivismus.org/books/geschichte-ende-gelandes/page/ende-gelande-2017) –
  August im [Rheinischen
  Braunkohlerevier](https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinisches_Braunkohlerevier "wikilink")
  und November anlässlich der UN-Klimakonferenz in Bonn, ca. 2.500 bzw.
  3.000 Teilnehmer
- [Ende Gelände 2018](https://wiki.aktivismus.org/books/geschichte-ende-gelandes/page/ende-gelande-2018) –
  Oktober um die Tagebaue
  [Hambach](https://de.wikipedia.org/wiki/Tagebau_Hambach "wikilink")
  und [Inden](https://de.wikipedia.org/wiki/Tagebau_Inden "wikilink"),
  ca. 5.000 Teilnehmer
- [Ende Gelände 2019](https://wiki.aktivismus.org/books/geschichte-ende-gelandes/page/ende-gelande-2019) –
  Juni im [Rheinischen
  Braunkohlerevier](https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinisches_Braunkohlerevier "wikilink"),
  ca. 5.500 Teilnehmer und im November im [Lausitzer
  Braunkohlerevier](https://de.wikipedia.org/wiki/Lausitzer_Braunkohlerevier "wikilink"),
  ca. 4.000 Teilnehmer

<small>Alle Teilnehmerzahlen laut eigenen Angaben des
Veranstalters.[1]</small>

## Weblinks

- [Website Ende Gelände](https://www.ende-gelaende.org/de/)
- [Zeit Online: *Ende Gelände*. An den Orten der
  Zerstörung.](https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-11/ende-gelaende-lausitz-tagebau-klimaaktivismus-kohleausstieg-kumpel-bergarbeiter)

## Einzelnachweise

<references/>

[Kategorie:Organisation
(Klimapolitik)](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Organisation_(Klimapolitik) "wikilink")
[Kategorie:Klimawandel (globale
Erwärmung)](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Klimawandel_(globale_Erwärmung) "wikilink")
[Kategorie:Energiepolitik
(Deutschland)](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Energiepolitik_(Deutschland) "wikilink")
[Kategorie:Braunkohlebergbau
(Deutschland)](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Braunkohlebergbau_(Deutschland) "wikilink")
[Kategorie:Demonstration
(Politik)](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Demonstration_(Politik) "wikilink")
[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit
Video](https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Wikipedia:Artikel_mit_Video "wikilink")

[1] [Lausitz-Ende-Gelände-Präsentation-2019](https://www.ende-gelaende.org/wp-content/uploads/2019/11/Lausitz-Ende-Gel%C3%A4nde-Pr%C3%A4sentation-2019.pdf)
abgerufen am 2019-11-28

[2] [Pressemitteilung vom
23.09.2019](https://www.ende-gelaende.org/press-release/pressemitteilung-vom-23-09-2019)
abgerufen am 2019-11-21

[3] [Linksextremisten instrumentalisieren
„Klimaschutz“-Proteste](https://www.verfassungsschutz.de/de/aktuelles/schlaglicht/schlaglicht-2018-08-linksextremisten-instrumentalisieren-klimaschutz-proteste)
abgerufen am 2019-09-26

[4] Solidaritätserklärung der NGOs mit Ende Gelände nach Angriff des
Verfassungsschutz, 20.6.2020,
<https://www.ende-gelaende.org/news/klimabewegung-wir-stehen-solidarisch-zusammen/>

[5] Pressemitteilung am 27.10.2018
<https://www.ende-gelaende.org/press-release/pressemitteilung-vom-27-10-2018-um-0900-uhr/>

[6]

[7] [Website *Ende Gelände* am 13. Juli
2019](https://web.archive.org/web/20190713115505/https://www.ende-gelaende.org/de/),
abgerufen am 13. Juli 2019

[8] Verfassungsschutz Berlin, Bericht 2019, S. 162.

[9] Solidaritätserklärung der NGOs mit Ende Gelände nach Angriff des
Verfassungsschutz, 20.6.2020,
<https://www.ende-gelaende.org/news/klimabewegung-wir-stehen-solidarisch-zusammen/>

[10] [Website Ende Gelände,
Ortsgruppen](https://www.ende-gelaende.org/de/mitmachen/ortsgruppen/),
abgerufen am 13. Juli 2019

[11]

[12]

[13] Verfassungsschutz Berlin, Bericht 2019, S. 163.

[14] [Verfassungsschutz verteidigt Einordnung von "Ende
Gelände"](https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2020/05/berlin-ende-gelaende-verfassungsschutz-verteidigt-linksextremist.html)
abgerufen am 2020-06-09

[15] Solidaritätserklärung der NGOs mit Ende Gelände nach Angriff des
Verfassungsschutz, 20.6.2020,
<https://www.ende-gelaende.org/news/klimabewegung-wir-stehen-solidarisch-zusammen/>

[16] [Kontakt](https://www.ende-gelaende.org/ueber-uns/)
abgerufen am 2019-11-28

[17][Ende Gelände ! Interventionistische Linke](https://interventionistische-linke.org/projekt/ende-gelaende),
abgerufen am 2019-12-01

[18] Verfassungsschutzbericht 2015

[19] Verfassungsschutzbericht 2015

[20] [Bündnis für Klimaschutz: Wie finanziert „Ende Gelände“ eigentlich
seine
Aktionen?](https://rp-online.de/nrw/panorama/ende-gelaende-so-finanzieren-sich-die-klima-aktivisten_aid-39683463)
abgerufen am 2019-11-29

[21] [Rommerskirchen: Bauern sollen für zerstörte Felder entschädigt
werden](https://rp-online.de/nrw/panorama/ende-gelaende-bauern-sollen-entschaedigt-werden_aid-39651301)
abgerufen am 2019-11-29

[22] Solidaritätserklärung der NGOs mit Ende Gelände nach Angriff des
Verfassungsschutz, 20.6.2020,
<https://www.ende-gelaende.org/news/klimabewegung-wir-stehen-solidarisch-zusammen/>

[23] Verfassungsschutz Berlin, Bericht 2019, S. 146 f., 150, 162 f.

[24] "Solidarity will win. Alles eine Frage der Organisierung",
Internetpräsenz der IL, S. 3.

[25] Solidaritätserklärung der NGOs mit Ende Gelände nach Angriff des
Verfassungsschutz, 20.6.2020,
<https://www.ende-gelaende.org/news/klimabewegung-wir-stehen-solidarisch-zusammen/>

[26] Verfassungsschutz Berlin, Bericht 2019, S. 163.

[27] Solidaritätserklärung der NGOs mit Ende Gelände nach Angriff des
Verfassungsschutz, 20.6.2020,
<https://www.ende-gelaende.org/news/klimabewegung-wir-stehen-solidarisch-zusammen/>

[28] Verfassungsschutz Berlin, Bericht 2019, S. 164.

[29] Solidaritätserklärung der NGOs mit Ende Gelände nach Angriff des
Verfassungsschutz, 20.6.2020,
<https://www.ende-gelaende.org/news/klimabewegung-wir-stehen-solidarisch-zusammen/>

[30] [Klima-Proteste beendet – Innenminister Reul kritisiert
„gewalttätige
Aktionen“](https://www.welt.de/politik/deutschland/article195666545/Ende-Gelaende-Klima-Proteste-beendet-Reul-kritisiert-Aktivisten.html)
abgerufen am 2019-11-28

[31] WDR, Räumung Hambacher Forst 2018 - "Ende Gelände" fordert
Akteneinsicht vom Innenministerium, 6.9.2019,
<https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/ende-gelaende-reul-rwe-hambacher-forst-100.html>

[32] [„Ende Gelände“ und Linksextremismus: Linke und Grüne in Berlin
sprechen von Abschaffung des
Verfassungsschutzes](http://www.tagesspiegel.de/berlin/ende-gelaende-und-linksextremismus-linke-und-gruene-in-berlin-sprechen-von-abschaffung-des-verfassungsschutzes/25842822.html)
abgerufen am 2020-05-19

[33]