# End Fossil: Occupy

Hier versuchen wir, alles Mögliche an Informationen, Skillshares, Dokumenten, Ideen etc. rund um EndFossil: Occupy!, unseren Aktivismus und die Bewegung zu sammeln. So wollen wir die geballte Erfahrung und die Menge an Wissen, die in unserer Bewegung existiert, mit allen teilen, voneinander lernen und so Wissenshierarchien abbauen!

<span>Wir hoffen, dass wir so als Bewegung die Hürde zum Mitmachen so gering wie möglich gestalten und uns gleichzeitig unterstützen, wenn wir gerade etwas brauchen, denn nicht jede Ortsgruppe muss ja ständig das Rad neu erfinden ;) Gleichzeitig wollen wir alle Menschen, die Interesse haben, mitzumachen und sich der Bewegung anzuschließen, alles Nötige an die Hand geben, um eigenständig loszulegen und den Wandel zu gestalten! Power to the People! </span>

**Dies ist eine fast vollständige Übernahme der Inhalte von der Seite wiki.endfossil.de.**

# Erfahrungen aus den Unibesetzungen

In den Jahren 2022 und 2023 fanden in mehreren Städten Unibesetzungen von EndFossil: Occupy! statt. Die Verläufe der Besetzungen waren sehr unterschiedlich. Um einige Beispiele zu nennen: In Regensburg wurde die Besetzung zwei Wochen aufrechterhalten, in Göttingen eine Woche. Dagegen wurde die Besetzung in Würzburg nur unter der Woche, also 5 Tage, geduldet. In Frankfurt löste die Polizei die Besetzung nach kürzester Zeit auf. Die Besetzungen waren zwar zeitlich in Wellen koordiniert, es war aber kaum möglich sie wirklich gleichzeitig ablaufen zu lassen. Das liegt auch daran, dass Unibesetzungen sehr aufwändig sind und viele Kappas verbrauchen. Außerdem setzen sich Menschen, wenn sie in der Uni schlafen, dem Hass von rechten oder anders unfreundlich gesinnten Studierenden aus. Deshalb müssen wir uns fragen, welche Wirkung diese Aktionsform erzielt hat.

In allen Unis sehen wir, dass die konkreten Forderungen, die wir an die Uni gestellt haben, nicht oder nur unzureichend erfüllt wurden. In vielen Fällen wurden wir von den Präsidien oder Rektoraten zwar toleriert aber auch einfach ignoriert. Das lag auch daran, dass die Besetzungen nicht unbedingt als Störaktionen gedacht waren. In der Form, wie wir sie durchgeführt haben, haben Besetzungen nämlich noch eine andere Funktion. In den Unis wurden Räume geschaffen, bei denen Menschen einfach niedrigschwellig vorbeikommen konnten und die somit gute Anlaufstellen für die Klimagerechtigkeitsbewegung bildeten. In diesem Rahmen fanden Vorträge und andere Info- und Diskussionsveranstaltungen statt, in denen Menschen über die Problematik der Klimaveränderungen und unsere damit zusammenhängenden Themen informiert wurden. Um Aufmerksamkeit für diese Veranstaltungen zu erregen wurde durch Megaphonansagen an verschiedenen Orten der Unis, Flyer, Plakate, Bannerdrops oder auch soziale Events, wie zum Beispiel Partys Mobiarbeit gemacht. Schade ist, dass sich oft nur Menschen angesprochen gefühlt haben, die schon in der Klimagerechtigkeitsbewegung aktiv oder in anderer Form für das Thema interessiert waren. Doch trotzdem wurden neue Leute dazugewonnen, die neu politisiert wurden und nun auch nachhaltig in der Bewegung aktiv sind. Auch für das Gemeinschaftsgefühl der Gruppen, waren die Besetzungen stärkend. Gemeinsam eine Besetzung zu organisieren macht trotz aller Anstrengung Spaß und erprobt die Handlungsfähigkeit der Gruppe.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass EndFossil: Occupy! mit den Besetzungen zwar eine besondere, die Identität konstituierende Aktionsform gefunden hat, doch nach der ersten Aufregung kann dadurch kaum noch mediale Aufmerksamkeit erregt werden. Deshalb und wegen des großen Aufwands im Vergleich zum Effekt werden wir uns in Richtung anderer Protestformen orientieren. Der Gedanke einer Besetzung kann zum Beispiel in Hinsicht auf die Aktionsform oder den Ort uminterpretiert werden. Unsere Kreativität ist gefragt, der Kampf geht weiter!

# Infos und Hilfen zur Rechtslage von Schulbesetzung

2023 wurden im Mai auf der ganzen Welt Schulen und Unis besetzt. Menschen von End Fossil Deutschland haben damals Material erstellt um die Besetzungen in Deutschland mit rechtlichen Leutfäden und Hilfen zu unterstützen. **Auf diesem Material und den Erfahrungen nach den Besetzungen soll dieser Artikel aufbauen. Das Material von 2023 findet sich untern auf der Seite verlink.**

<p class="callout info">Diese Überlegungen sollen nicht zu Straftaten oder dem Verstoß gegen Ordnungen aufrufen. Sie sollen einen Überlick herstellen über die möglichkeiten, wie sich Personen oder Ortsgruppen rechtliche Unterstützung organisieren können. Diese Überlegungen sind besonders relevant für die hypothetische Situationen, dass eine Besetzung passiert (ist).  
</p>

##### Strafrecht, Schul und Hoschschulrecht

Todo: Ausführen

##### Erfahungen in den Schul- udn Unibesetzung von End Fossil: Occupy! in Deutschland

Tenor: Wir haben wenig bis keine Repressionen bei unseren Besetzungen in Mai 2023 erfahren. Gerade Unibesetzungen wurden oft einfach geduldet.

Todo: Ausführen

#### Material  


<p class="callout warning">Disklaimer der Author\*innen: Wir sind keine Rechtsanwält\*innen. Wir haben diese Infozettel aus eigener Erfahrung, Gesprächprotokollen oder anderen Infozetteln zusammengeschrieben. </p>

##### Wie kann ich mir rechtliche Unterstützung organisieren?

[Rechtliche Unterstützung Organisieren - Mai 2023 - End Fossil\_ Occupy! LegalAG.pdf](https://wiki.aktivismus.org/attachments/17)

##### Was steht im Schulrecht / Strafrecht zu Schulbesetzung (Stand Mai 2023)

- Wichtigste Paragraphen des Strafrechts kurz erklärt: [Strafrecht Briefing - Mai 2023 - End Fossil\_ Occupy! LegalAG.pdf](https://wiki.aktivismus.org/attachments/19)
- Zusammenstellung der wichtigsten Paragraphen des Schulrechts: [Schulrecht - Mai 2023 - End Fossil\_ Occupy! LegalAG.pdf](https://wiki.aktivismus.org/attachments/20)

# Organizing an Schulen

# Organizing an Schulen - Leitfaden

<div class="mw-body-content" id="bkmrk-"><div id="bkmrk--1"></div><div class="mw-body-content mw-content-ltr" dir="ltr" lang="de">  
</div></div>OG-Leitfaden - Organizing an Schulen

Im Folgenden findet ihr eine kleine Schritt-für-Schritt Anleitung/Unterstützung um Organizing in Schulen umzusetzten :)

##### <span class="mw-headline" id="bkmrk-step-1%29-og-wieder-gr-1">Step 1) OG wieder größer aktivieren &amp; Bündnis gründen</span>

- viele unserer OGs sind gerad etwas eingeschlafen, deshalb: macht ein ON-Boarding und erzählt Menschen im FFF "Umkreis" und ehemals Aktiven von unseren richtig nicen Plänen für den Global Strike / Herbst
- Ladet außerdem verschiedene Gruppen ein, sich zu beteiligen und ihr Teil beizutragen (auch über Schul- Unibesetzungen hinaus. Also stellt eure Pläne den OGs im Umkreis, anderen Klimagruppen, Hochschulgruppen, Gewerkschaftsjugenden, etc vor

##### <span id="bkmrk--2"></span><span class="mw-headline" id="bkmrk-step-2%29-interner-%C3%9Cbe-1">Step 2) interner Überblick</span>

- hoffentlich sind mittlerweile mehr Leute wieder aktiv, schaut welche Schulen bereits innerhalb der OG vertrenden sind
- wenn ihr in eurer OG Menschen habt die nicht mehr zur Schule gehen sorgt dafür, dass die andere unterstützend Aufgaben übernehmen oder andere Projekte machen. Wenn ihr an Schulen Aktionen machen wollt muss der Großteil eurer OG auch zur Schule gehen.
- am besten macht ihr eine Liste (Schule, Name, Kontakt) - Datenschutz?? Bewahrt die aber vertraulich auf.

##### <span id="bkmrk--3"></span><span class="mw-headline" id="bkmrk-step-3%29-verantwortli-1">Step 3) Verantwortliche</span>

- sucht mindestens 2, am besten mehr Verantwortliche, die sich für das Organizing an Schulen verantwortlich fühlen

##### <span id="bkmrk--4"></span><span class="mw-headline" id="bkmrk-step-4%29-kontakte-zu--1">Step 4) Kontakte zu Schulen suchen</span>

- ihr könnt wenn ihr wollt mal eine Liste mit Schulen in eurer Stadt machen (nicht nur Gymnasien ;)), manchmal findet man solche auch im Internet
- ruft über Insta, WhatsApp, usw. dazu auf sich bei euch zu melden, wenn Leute bock haben was an ihrer Schule zu machen, oder fragt konkret nach bestimmten Schulen (z.B. suchen wen von Schule xy für gemeinsame Projekte und Mobi) -&gt; da melden sich oft sehr viele, ihr könnt auch versuchen über die Schüler\*innenvertretung der Schulen zu gehen bzw. deren Kontakte über Schülerinnenvertretungen des Landes oder der Stadt zu kriegen
- mit den ganzen Kontakten der Schulen könnt ihr dann eine Whatsapp-Gruppe machen und da Infos verteilen, zu Treffen einladen, usw.
- tendenziell Qualität über Quantität: möglichst viele Kontakte zu haben ist voll gut und Nachrichten in Gruppen zu schicken ist wenig Arbeit und kann viel bringen, trotzdem verliert euch nicht in dieser Menge an Schulen (zumindest in Städten)

##### <span id="bkmrk--5"></span><span class="mw-headline" id="bkmrk-step-5%29-treffen-1">Step 5) Treffen</span>

- ladet die verschiedenen Delegierten der Schulen zu einem Treffen ein und erzählt nochmal genauer was deren Aufgaben sind: Mobi-Matrial verteilen, Nachrichten weiterleiten
- uuund ganz wichtig erzählt von dem Plan an möglichst viele Schulen möglichst gut organisierte Gruppen / "AGs" zu machen, die Aktionen und Mobi machen
- erklärt den anderen außerdem die Idee einer Schulbesetzung: Hat eine der Schulen Bock darauf? Oder sogar mehrere? Können sich andere vorstellen da zu unterstützen?

##### <span id="bkmrk--6"></span><span class="mw-headline" id="bkmrk-step-6%29-welche-schul-1">Step 6) Welche Schule?</span>

- schaut an welcher Schule ihr möglichst intensive Kontakte knüpfen könnt und welche Bock darauf hat
- konzentriert euch speziell auf diese Schule/n
- die anderen könnt ihr weiterhin mit Mobi-material und kleinen Treffen versorgen - schaut was ihr da kapazitäten technisch schafft, aber das sorgt nochmal für dicke Mobi hihi und vlt fangen dort auch noch weitere Organizing an

##### <span id="bkmrk--7"></span><span class="mw-headline" id="bkmrk-step-7%29-organizing-%22-1">Step 7) Organizing "richtiger" Start</span>

- jetzt heißt es Konzentration auf dieses Organizing Projekt an Schule xy
- bildet ein Organizing-Team aus FFF internen Menschen und gaaanz wichtig Leuten von der Schule vor Ort
- Organizing bdeutet, dass ihr quasi andere dabei unterstützt aktiv zu werden und nicht einfach "nur" zur nächsten Demo mobilisiert -&gt; ihr vesucht jetzt also an dieser Schule möglichst viele Leute zu motivieren mit dabei zu sein und die Aktion mit zu organisieren /zu unterstützen

##### <span id="bkmrk--8"></span><span class="mw-headline" id="bkmrk-step-8%29-macht-euch-e-1">Step 8) Macht euch einen Plan</span>

- besprecht gemeinsam euer Vorgehen: Was wollt ihr erreichen? Wie genau ist der Plan to win? Was sind eure Sorgen? Wie soll die Aktion gestaltet sein?
- besprecht wen ihr dazu braucht: Wie viele Schüler\*innen sollten mit dabei sein? Wie sind die Schüler\*innen so drauf, was könnte sie überzeugen? Braucht ihr Unterstützung von Lehrer\*innen? Wie ist euer Verhältnis zu der Schulleitung? Gibt es bereits vielleicht eine AG zum Thema oder engagierte Lehrer\*innen? Welche Schüler\*innen sind wichtig/haben "viel zu sagen"???
- erstellt am besten einen Zeitplan und macht euch eine Liste mit euren Zwischenzielen (z.B. 10. und 11. Jahrgang überzeugen, mind. 5 Lehrer\*innen dabei haben) -&gt; daran könnt ihr euch grob orientieren

##### <span id="bkmrk--9"></span><span class="mw-headline" id="bkmrk-step-9%29-idee-verbrei-1">Step 9) Idee verbreiten</span>

- sucht euch mögliche Interessierte (Schüler\*innen und Lehrer\*innen) dazu und weiht sie ein
- versucht Kontakte zu den anderen Jahrgängen herzustellen, teilt euch am besten auf
- präsentiert den anderen Jahrgängen die Idee am besten mit Materialien (erzählt denen das in der Pause, oder auf dem Flur, oder geht sogar in die Klassen)
- geht in die Schülerratssitzung und erzählt von der Idee
- schickt Kettenbriefe rum
- sprecht die Elternvertreter\*innen an
- → bereitet z.B. eine WhatApp-Gruppe vor in die Schüler\*innen beitreten können wenn sie interessiert sind

Wie ihr mit Menschen ansprecht kann sehr entscheidend für den Erfolg des Gesprächs sein. Tipps für überzeugende Ansprachegespräche findet ihr im [ Leitfaden für Ansprachegespräche.](https://wiki.aktivismus.org/books/end-fossil-occupy/page/ansprachegesprach)

##### <span id="bkmrk--10"></span><span class="mw-headline" id="bkmrk-step-10%29-verantwortl-1">Step 10) Verantwortliche finden (geht eig über mit Step 9)</span>

- sucht diejeniegen die aus den Jahrgängen besonders motiviert sind und bildet so eine Gruppe mit Jahrgangsverantwortlichen
- die sollen wiederum Klassenverantwortliche finde und diese hinzufügen
- über diese Gruppe könnt ihr nun quasi mit der ganzen Schule kommunizieren, die Delegierten sollen Infos, usw. die dort landen weitergeben

##### <span id="bkmrk--11"></span><span class="mw-headline" id="bkmrk-step-11%29-vollversamm-1">Step 11) Vollversammlung</span>

- stellt hier nochmal die Dringlichkeit und den Plan to win vor
- und wie die Aktion ablaufen soll

##### <span id="bkmrk--12"></span><span class="mw-headline" id="bkmrk-step-12%29-entscheidun-1">Step 12) Entscheidung</span>

Ihr habt mobilsiiert, Gespräche geführt, Organisiert und die Vollversammlung gehalten, aber jetzt muss die Entscheidung kommen: Könnt ihr besetzen? Fertigt dazu stimmungsbilder in euren organisierten Klassen durch, wenn ihr das gefühl habt aha mindestens der komplette jahrgang 10,11,12 ist dabei, könnt ihr ein Datum ausmachen und loslegen. Das ist auch der Zeitpunkt um nochmal intensiv mobi zu machen.

Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

QUELLE: [https://pad.fridaysforfuture.is/p/\_5GsogmiAnhlMHvJtwFw](https://pad.fridaysforfuture.is/p/_5GsogmiAnhlMHvJtwFw)

# Ansprachegespräch

Mit einem 5- bzw. 6-Punkte-Ansprachegespräch kannst du überzeugende 1-zu-1-Gespräche führen. Es hat eine klare Struktur, ein klares Ziel und ein klares Ende. Dabei gibt es kein festes Gesprächsskript. Nur mit vielen 1-zu-1-Gesprächen lassen sich echte Mehrheiten aufbauen.

##### Schritt 1: Einleitung und Vorstellung

 Gesprächsanlass verdeutlichen: um was geht es, wer bin ich, warum spreche ich mit dem Gegenüber  
 Selbstbewusstes und sicheres Auftreten, klare Sprache  
 Beispiel: "Hallo, ich bin \[deinen Namen hier einfügen\] von End Fossil. Wir sind eine weltweite Klimabewegung und wir haben \[diesen Hörsaal\] besetzt, um \[die Studierenden hier am Campus zu repolitisieren\]."

##### Schritt 2: Agitation

 Hier geht es darum, herauszufinden, was dem Gegenüber wichtig ist und was ihr Sorgen bereitet. Dabei ist darauf zu achten, selbst einen möglichst geringen Redeanteil zu haben (idealerweise nicht mehr als 30%).  
 Stelle deine Fragen möglichst offen. Vermeide Vorannahmen und Vorurteile. Insgesamt soll die Sprache bzw. der Wortschatz des Gegenübers verwendet werden und möglichst alle angesprochenen Probleme auf das eigene Narrativ übertragen werden und sie zu kollektivieren.  
 Sei selbst nicht emotionaler oder wütender als dein Gegenüber. Dennoch solltest du aber auch nicht komplett teilnahmslos auf dein Gegenüber wirken. Zeige Empathie und übe dich in aktivem Zuhören! Nehme die Realität des anderen wahr ohne sie zu werten.  
 Hinführung durch strategische Fragen: die angesprochene Person soll ihre Gegener und ihre eigene Macht erkennen; nutze dabei auch konkrete Gesprächsaufhänger; frage nach dem Erfolg vergangener Aktionen und Streiks für die Klimabewegung oder die gesellschaftliche Mehrheit (welche Perspektive hat die Person darauf?)  
 Beispiel: Was macht das mit dir? Wie blickst du darauf? Bist du selbst Teil der Klimabewegung? Was denkst du über die Klimakrise? Wie blickst du auf die Zukunft im Angesicht der Klimakrise? Wer ist deiner Meinung nach verantwortlich für unseren status quo?

##### Schritt 3: Plan2Win

 Hier muss deutlich werden, dass das Anliegen der\*die Gesprächspartner\*in durch die eigene Aktion/Kampagne gelöst bzw. angegangen werden kann, aber nur wenn die Person sich aktiv beteiligt.  
 Ein Plan2win ist eine möglichst bildhafte, sprachliche Visualisierung der Möglichkeiten für die eigene Kampagne, die Bewegung und die Gesellschaft als ganze. Was kann passieren? Was ist möglich? Was wünschen wir uns und wie kommen wir dahin? Warum ist eine Beteiligung für dein Gegenüber persönlich unbedingt erforderlich für den Erfolg?  
 Ziel ist die Hoffnung zu wecken und deinem Gegenüber die eigenen Handlungsoptionen aufzuzeigen.  
 Beispiel: "Was denkst du, können wir erreichen, wenn alle Studierenden hier sich gemeinsam organisieren, die Universiität besetzen und damit zeigen: Es kann so nicht weitergehen?"

##### Schritt 4: Entscheidungsfrage

 Stellt eine vorher überlegte Entscheidungsfrage. Anschließend schweigt ihr bis euer Gegenüber geantwortet hat. Die Person ist dann in der Rolle, selbst Verantwortung zu übernehmen für ihr eigenes Handeln und spürt ihre Entscheidungsgewalt und die gesellschaftlichen Strukturen, die diese betreffen.  
 Achte darauf, dass die Fragestellung relevant, ernsthaft und verantwortungsvoll gestellt ist.  
 Beispiel: "Also, bist du bereit, dich mit Gleichgesinnte zusammenzutun und sich für \[Selbstinteresse\] gemeinsam zu engagieren?"

##### (Schritt 5: Schutzimpfung)

 Bereite dein Gegenüber auf den Widerstand der Gegenseite vor, indem du ihr z.B. von den Risiken erzählst, die auf den\*die Einzelne\*n zukommen können  
 Hier kannst du auch von den Repressionen erzählen, die bei einer Besetzung vorkommen können  
 Dieser Schritt ist nicht zwingend notwendig und hängt davon ab, ob eine gewisse Wahrscheinlichkeit für Repressionen überhaupt besteht  
 Beispiel: Was denkst du über unsere Vision/Aktion/Kampagne? Welche Risiken gehen wir damit ein?

##### Schritt 6: Nächste Schritte

 Kontakte austauschen, Verabredung treffen und verabschieden  
 Frage, ob sie an einer spezifischen Aktion oder Aufgabe mitwirken können. Gib ihnen dazu alle Infos, die sie dafür brauchen. Es soll ihre eigene Selbstwirksamkeit und ihr Selbstbewusstsein steigern und sie in deine Kampagne/Besetzung/Aktion einbinden  
 Zeige ihnen einen spezifischen Plan auf und mache ein bis zwei Tage später ein Follow up (z.B. per Telefon), um sie z.B. zu deinem nächsten Plenum einzuladen o.ä.  
 Beispiel:"Großartig, dann lade ich dich dazu ein mir deinen Kontakt zu geben und dann melde ich mich bei dir!"

#### Weitere Konzepte für überzeugende Ansprachegespräche und Storytelling

##### AHA-Regel

Mit der AHA-Regel (Anger —&gt; Hope —&gt; Action) lässt sich der Ablauf gut einprägen. Er findet im gewerkschaftlichen Organizing häufig Anwendung und hat sich bewährt. Zudem ist er sehr ähnlich zum 6-Punkte-Gespräch aufgebaut: Zu Beginn sorgt man für „anger“ bzw. Agitation, anschließend folgt ein Teil zum Handlungsweg, der Hoffnung geben soll. Schließlich folgt der Aufruf zur aktiven Teilnahme an einer spezifischen Aktion.

##### Herz - Kopf - Hand

Hier fängt man mit dem Warum an, also die Ausgangsposition, erklärt anschließend das Was, also die eigene Aktion, und schließlich das Wie, also wie mensch sich einbringen kann.

##### Ich —&gt; wir —&gt; jetzt

Das Storytelling beginnt mit deiner persönlichen Geschichte (Warum engagierst du dich? Wie kam es dazu?). Anschließend erklärst du deinem Gegenüber den kollektiven Moment und was es bedeutet, sich zusammenzuschließen? Was können wir (du und dein Gegenüber) erreichen, wenn ihr euch zusammenschließt? Schließlich geht es um das Jetzt: was können wir jetzt konkret tun? Was steht an? (z.B. Petition unterschreiben usw.). Diese Methode ist sinnvoll für sehr kurze 1-2 minütige Ansprachen.

##### Vorschlag für ein Ansprachetraining:

1. Begrüßung
2. Mündlicher Input (siehe oben), ggf. Auch zum Konzept und Erfolgen des Organizing allgemein
3. Übung in 3er Teams im Wechsel (story und setting können sich die Gruppen auch selbst überlegen, 10 minuten pro Durchgang und dann wechseln, sodass jede\*r mal in jeder Rolle war) : 1 Organizer\*in, 1 Passant\*in, 1 Beobachter\*in
4. Erfahrungen teilen und Erkenntnisse zusammenfassen: Was waren Herausforderungen? was hat gut funktioniert?
5. Abschluss: Aufruf zum regelmäßigen Üben, Angst nehmen in der Realität auszuprobieren, Handout verteilen

# Strukturbasiertes Organizing

Wie können wir als Bewegung wachsen? Wie können wir die Menschen erreichen und integrieren, die unsere Aktionen und Kampagnen erfolgreich machen? Damit befasst sich der Ansatz des strukturbasierten Organizing.

Auf dieser Seite entsteht bald ein Text über strukturbasiertes Organizing. Bis dahin ist dies zunächst eine Linksammlung zu hilfreichen Ressourcen für eure Ortsgruppe oder AG:

- [Einstieg in das Thema Organizing](https://commonslibrary.org/organising-start-here/)
- [The Organizers Handbook](https://commonslibrary.org/wp-content/uploads/Organizers_Handbook.pdf?fbclid=IwAR3-GIt6oIAuBauXXN8ihnPhfg9BnOJ11796lOKUl1F2GRrreGrbQuXoOOE)
- [Überblicksartikel zu transformativem Organizing](https://medium.com/civic-power-fund/transformative-organising-9d764589283d)
- [Was ist Organizing?](https://leadingchangenetwork.org/resource_center/what-is-organizing/)
- [Guide to organizing](https://commonslibrary.org/guide-to-organizing-from-the-leading-change-network/)
- [Methodensammlung zu Organizing](https://trainings.350.org/topics/organising/)
- [Harvard-Vorlesung von Marshall Ganz über Organizing](https://leadingchangenetwork.org/resource_center/marshall-ganz-2014-organizing-couse-people-power-change-graduate-course-at-harvard-university-videos/)
- [Jane McAlevey: Keine halben Sachen](https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/sonst_publikationen/VSA_McAlevey_Keine_halben_Sachen.pdf)
- [The Power of Organizing](https://organizeeurope.org/wp-content/uploads/2021/12/Power-of-Organizing-FINAL-English.pdf)
- [Organizing-Kapitel im Activist Handbook](https://activisthandbook.org/organising)
- [The Mobilization Cookbook](https://mobilisationlab.org/wp-content/uploads/2019/03/The_Mobilisation_Cookbook.pdf)
- [Community Organizing Resources](https://www.australianprogress.org.au/resources/community-organising)
- [Ressourcen in unserer Cloud zum Thema Organizing](https://cloud.endfossil.de/s/FrZTM9DbSF6WPxr)

# FLINTA*-freundliche Plena

Während des bundesweiten Treffens in Würzburg trafen sich FLINTA\*-Personen (=Frauen\*, Lesben, Inter, Nonbinary, Transgender, Agender) zu einem gemeinsamen Plenum, um sich auszutauschen und gemeinsam zu überlegen, wie wir unsere Strukturen und Plena FLINTA\*-freundlicher gestalten können. Die folgenden Ergebnisse wollen wir dazu festhalten:

FLINTA\*-Plena und kritische Männlichkeitsrunden sind sehr sinnvoll. Sie sensibilisieren für ein stärkeres Bewusstsein für gesellschaftliche Ungleichheiten und ermöglichen gleichzeitig das finden von allies. Deshalb sollten sie regelmäßig auf allen organisatorischen Ebenen und in Vernetzungsräumen sowie in den Besetzungen abgehalten werden. In der bundesweiten Vernetzung sind derzeit sehr wenige FLINTA\* aktiv, obwohl das in den Ortsgruppen anders aussieht. Das hat Gründe und muss geändert werden! Deshalb sollten wir uns in unseren OG/AG-Plenumsstrukturen kontinuierlich genug Raum für die Analyse von Machtdynamiken nehmen. Alleingänge und das Verfolgen einer eigenen Agenda von Nicht-FLINTA\*-Personen sehen wir kritisch.

Als FLINTA\* innerhalb von End Fossil möchten wir uns nicht in eine Rolle gedrängt fühlen bzw. laut sein müssen, um Gehör zu finden. Außerdem begrüßen wir Onboarding-Plena für FLINTA\*-Personen im Bereich der bundesweiten Strukturen von End Fossil und eine stärkere Einbindung von FLINTA\*-Personen in die Deli- bzw. OG-Vernetzung. Deshalb nehmen wir uns für die Zukunft vor, uns FLINTA\*-Menschen gegenseitig öfter anzurufen. Dabei ist die Hoffnung, dass wir patriarchale Wissenshierarchien verhindern. Wir achten in allen Plena darauf, anderen kein relevantes Wissen vorzuenthalten.

### <span class="mw-headline" id="bkmrk-checkliste-f%C3%BCr-die-a-1">Checkliste für die Anmoderation</span>

Die folgende Checkliste soll in jedem Plenum am Anfang besprochen werden, um die Kommunikation für alle so stressfrei wie möglich zu gestalten:

- Zu Beginn eines Plenums bestimmen wir eine Awarenessperson, die darauf achtet, dass die folgenden Punkte eingehalten werden.
- Unsere Plena sind inklusiver, wenn wir darauf achten, relevantes und interessantes Hintergrundwissen zu teilen. Außerdem fühlen wir uns alle wohler, wenn wir Fragen stellen dürfen und dabei nicht abgewertet werden.
- FLINTA\*-Personen lassen wir genau wie alle anderen Menschen ausreden und brechen die Redezeit nicht früher als bei Nicht-FLINTA\*-Personen ab. Wir schauen FLINTA\*-Personen an wenn sie reden und hören ihnen aufmerksam zu (auch wenn sie nicht ins Beuteschema passen).
- Wir reflektieren uns selbst und vermeiden dominierende Sprache und dominierendes Verhalten. Wenn wir Machtspiele und manipulatives Verhalten unterlassen, haben wir im Plenum mehr Energie.
- Wir halten keine ausufernden Vorträge über unsere eigene Meinung. Wenn wir Raum brauchen, klären wir das vorab mit anderen Menschen ab und verschriftlichen ggf. einen Teil. Zumindest ein Stimmungsbild vorab wird empfohlen.
- Handzeichen (^): Awareness-A 
    - wenn wir beobachten, wie FLINTA\*-Personen übergangen werden, können wir das Handzeichen machen. Wenn wir beobachten, dass eine andere Person dieses Handzeichen macht, die Debatte aber weiterläuft, können wir auch dieses Handzeichen machen. So können Vorkommnisse direkt angesprochen werden.
    - damit können wir auch mehr Redezeit für FLINTA\* einfordern
- Wir vermeiden Handzeichen für Ablehnung bei einzelnen Redebeiträgen. Stattdessen melden wir uns bei Kritik zu bestimmten Aussagen. Ablehnungszeichen verwenden wir nur im Rahmen von Stimmungsbildern.
- Bei Aufgaben oder Hutvergaben dürfen FLINTA\* nicht übergangen werden. Wir achten auch darauf, dass klassische Care Aufgaben, wie Abwasch machen oder aufräumen, nicht nur von FLINTA\*-Personen übernommen wird. Wer mehr Aufgaben übernimmt, sollte nicht weniger Macht besitzen, als Menschen, die sich weniger einbringen.

# Anti Rassismus

Lektüren für Lesekreise / Selbstbildung:

- Text und Konttext "White Supremacy Culture" von Tema Okun: [https://www.whitesupremacyculture.info/](https://www.whitesupremacyculture.info/)
- Text: "Was ist Rassismus?" [http://www.agpolpsy.de/wp-content/uploads/2017/11/Rommelspacher-Was-ist-Rassismus.pdf](http://www.agpolpsy.de/wp-content/uploads/2017/11/Rommelspacher-Was-ist-Rassismus.pdf)
- Exit Racism ( [https://open.spotify.com/album/6LLl2tvQel0dJiTLQpTAUE?si=2dNwR\_aWT5Cp5FQKq2hX9w](https://open.spotify.com/album/6LLl2tvQel0dJiTLQpTAUE?si=2dNwR_aWT5Cp5FQKq2hX9w)
- Broschüre "Kolonialismus und Klimakrise" [https://blog.bundjugend.de/wp-content/uploads/2021/07/Kolonialismus\_und\_Klimakrise-ueber\_500\_Jahre\_Widerstand.pdf](https://blog.bundjugend.de/wp-content/uploads/2021/07/Kolonialismus_und_Klimakrise-ueber_500_Jahre_Widerstand.pdf)
- Bildungsmaterial der 2. Interregionale [https://docs.google.com/document/d/1Kl6RH63UakbMuxuAYIn-AglOvGxirnPEgEQb73WcMUU/edit?pli=1](https://docs.google.com/document/d/1Kl6RH63UakbMuxuAYIn-AglOvGxirnPEgEQb73WcMUU/edit?pli=1)
- Kampagne "Decolonize Climate Justice" [https://pad.fridaysforfuture.is/p/Decolonize\_Climate\_Justice\_Kampagne](https://pad.fridaysforfuture.is/p/Decolonize_Climate_Justice_Kampagne)
- Sammlung der AntiRa-Inputs für Lützerath [https://padlet.com/antira\_decolonizeluetzi/antira-input-f-r-l-tzi-v3cv2dfc26jsof5k](https://padlet.com/antira_decolonizeluetzi/antira-input-f-r-l-tzi-v3cv2dfc26jsof5k)
- Übersicht der AntiRa-Inputs von FFF [https://pad.fridaysforfuture.is/p/Antira\_Inputs\_Link\_%C3%9Cbersicht](https://pad.fridaysforfuture.is/p/Antira_Inputs_Link_%C3%9Cbersicht)
- Text to White Privilege: [https://psychology.umbc.edu/wp-content/uploads/sites/57/2016/10/White-Privilege\_McIntosh-1989.pdf](https://psychology.umbc.edu/wp-content/uploads/sites/57/2016/10/White-Privilege_McIntosh-1989.pdf)

Zur Reflexion:

- [https://www.ende-gelaende.org/antirassistisch-und-solidarisch-aktiv/](https://www.ende-gelaende.org/antirassistisch-und-solidarisch-aktiv/)
- [https://www.ende-gelaende.org/wp-content/uploads/2021/06/DE-Antirassistische-Selbstreflexion-in-der-AG-1.pdf](https://www.ende-gelaende.org/wp-content/uploads/2021/06/DE-Antirassistische-Selbstreflexion-in-der-AG-1.pdf)

Rassismuskritik an der KGB:

- [https://www.ende-gelaende.org/wp-content/uploads/2020/09/Offener\_Brief\_von\_BPoCs\_an\_das\_Klimacamp\_und\_andere.pdf](https://www.ende-gelaende.org/wp-content/uploads/2020/09/Offener_Brief_von_BPoCs_an_das_Klimacamp_und_andere.pdf)
- [https://www.ende-gelaende.org/news/antirassistische-infomail-2-tokenism/](https://www.ende-gelaende.org/news/antirassistische-infomail-2-tokenism/)
- [https://www.ende-gelaende.org/news/antirassistische-infomail-3/](https://www.ende-gelaende.org/news/antirassistische-infomail-3/)
- Karakaya Talk - Fridays for Future zu weiß? [https://www.youtube.com/watch?v=iXtzy2RLjc8](https://www.youtube.com/watch?v=iXtzy2RLjc8)

Antirassistische Praxis

- [https://guidetoallyship.com/](https://guidetoallyship.com/)

Schwarzer / BIPoC Klimaaktivismus / MAPA Kämpfe

- [https://blackearthkollektiv.org/](https://blackearthkollektiv.org/)
- [https://bipoclimatejusticenetwork.de/](https://bipoclimatejusticenetwork.de/)
- Debt for Climate: [https://debtforclimate.org/](https://debtforclimate.org/) (Website) twitter.com/DebtforClimate (Twitter) instagram.com/DebtforClimate (Instagram)
- Imeh Ituen (Uni Hamburg)

# Checkliste Unibesetzung

## <span id="bkmrk-"></span><span class="mw-headline" id="bkmrk-wie-k%C3%B6nnen-wir-mehr--1">Wie können wir mehr werden?</span>

- Eine Besetzung ist einladend und ansprechend, wenn er aufgeräumt und sauber ist. Dann beteiligen sich auch gerne neue Leute.
- Strukturen und Partizipationsmöglichkeiten sollten transparent für neue Leute sein. Wichtige Informationen wie Social Media Kanäle, das Programm, mögliche Forderungen, Legalinfos oder der Aktionskonsens sollten möglichst gut sichtbar sein.
- Es sollte immer mindestens eine Person ansprechbar sein für alle Fragen, z.B. am tagsüber Infotisch oder in der Nachtschicht. Es sollte auch immer Menschen geben, die Interessierte aktiv in ein Gespräch einbinden und je nach zeitlichen Kappas Ansprachegespräche führen. 
    - Protipp: Macht einen \[Strukturtest\]! Gestaltet etwas, dass sichtbar macht, wie viele Menschen ihr schon erreicht habt und wie viele euch ihre Unterstützung zugesichert haben, z.B. Unterschriftenlisten.
- Von Vorteil ist es auch, wenn Menschen aus dem Orgateam durch Westen, Patches o.ä. gut erkennbar sind. Insbesondere Pressemenschen und Awarenessmenschen sollten als diese erkennbar sein.
- Das Program sollte möglichst niedrigschwellig und partizipativ sein, d.h. es sollte möglichst wenig spezifisches Wissen voraussetzen, wenn das Ziel ist, viele Menschen einzubinden.
- Plena beginnen mit einer „Check-in-Runde“ (Name, Pronomen, Wie fühlst du dich jetzt? oder andere Einstiegsfrage). Wenn neue Leute da sind sollte es zu Beginn auch eine kurze Einführung zur Bewegung, der lokalen Besetzung, der Struktur, Umgangs- und Kommunikationsregeln und den Aufgaben des Plenums geben.
- Nutzt eure persönlichen Kontakte, um neue Leute und Bündnisgruppen in die Besetzung zu holen. Sprecht auch mit Menschen, die nicht so einfach zu überzeugen sein könnten, aber gewinnbringend sind für die Besetzung.
- Erarbeitet vorab einen Eskalationsplan, um sicherzustellen, dass das Interesse nicht abflacht und um Zeit zu gewinnen, damit ihr noch mehr Menschen erreichen könnt.
- Gestaltet euer Programm so partizipativ wie möglich. Nutzt den Raum besonders für Perspektiven, die am Campus oder im Lehrplan sonst zu kurz kommen und für Kreatives. Öffnet euer Programm deshalb auch für Menschen, die sich mit eigenen Workshops, Inputs oder anderen Aktionen einbringen wollen.
- Verkündet euer Programm so früh wie möglich (nach dem Start der Besetzung) über alle Social Media Kanäle, Gruppen und Infochannel. Kündigt euer Programm idealerweise schon ein bis zwei Tage im Voraus an

## <span class="mw-headline" id="bkmrk-trainings-1">Trainings</span>

- vor und ggf während der Besetzung
- Aktionstraining
- Pressetraining
- Awarenesstraining
- Legaltraining
- Datenschutztraining

## <span class="mw-headline" id="bkmrk-teams-1">Teams</span>

- Bezugsgruppen
- Social Media Team
- Ermittlungsausschuss/Legalteam
- Küchenteam, Foodsharing-Kontakt und/oder container-Teams
- Logistikteam
- Awarenessteam
- Fotomensch(en)
- Verhandlungsteam

## <span class="mw-headline" id="bkmrk-sonstiges-1">Sonstiges</span>

- Aktionskonzept, Awarenesskonzept -&gt; [Beispiel für ein Awarenesskonzept](https://cloud.endfossil.de/index.php/s/oPtL9noJS6YaK8c)
- Social Media und TG-Infochannel
- Bezugsgruppenfindungsevents
- Aktionshandies
- Machtanalyse/Akteursmapping: Vorab überlegen welcher Akteur auf was wie reagieren könnte, wer mit wem häufig interagiert/kommuniziert etc.

# Ablauf Kickoff Plenum

Dies ist der Ablauf des ersten Plenums der OG Paderborn. Es dauerte letztendlich doch etwas länger als die angesetzten 90 Minuten war aber super erfolgreich. Es ist orientiert an einem klassischen Ansprachegespräch ("AHA-Regel") und weiteren learnings aus anderen Plena. Alle Menschen, die damals dabei waren, sind weiterhin aktiv und besuchen seitdem regelmäßig die wöchentlichen Treffen.

## <span class="mw-headline" id="bkmrk-vorbereitung-1">Vorbereitung</span>

- Flyern, Sharepic, Mobi
- Ausschilderung (mit patch an der Tür)
- Servietten, Gabeln und Kuchen
- Musik
- Flipchart: Überblick Schulen/Uni/Hochschulen
- (Kiste für Handys bereitstellen)
- Banner aufhängen
- ggf. WC ausschildern
- WLAN-Code aufhängen

## <span class="mw-headline" id="bkmrk-empfang-1">Empfang</span>

(15 Minuten)

- persönliche Gespräche mit Einzelpersonen (warm welcome)
- Snacks und Getränke unter die Leute bringen
- jede\*r soll sich individuell begrüßt fühlen
- Personen auffordern auf Flipchart einzutragen aus welcher Schule/Uni etc sie kommen

## <span id="bkmrk-"></span><span class="mw-headline" id="bkmrk-begr%C3%BC%C3%9Fung%2Fbeginn-1">Begrüßung/Beginn</span>

(20 Minuten)

- **Ziel: ANGER/Agitation**
- Begrüßung und Start
- ggf. Personen bitten, Handys abzugeben
- Wer schreibt Protokoll?
- Handzeichen erklären
- Check-In Blitzrunde: Name/Aktionsname, Pronomen, Schule/Uni
- Super knappe Einführung/Vorstellung
- ggf. Lützivideo
- Aufteilung in 2er/3er-Teams: Was führt euch heute her? Findet ihr Gemeinsamkeiten? Wie zufrieden bist du aktuell mit der Klimabewegung? Sind wir auf einem guten Weg?
- Ergebnisse im Plenum zusammentragen (pointiertes Nachfragen: Hauptanliegen/Agitation—&gt; enthusiastisch, interessiert, AKTIVES ZUHÖREN)

## <span id="bkmrk--1"></span><span class="mw-headline" id="bkmrk-vorstellung-end-foss-1">Vorstellung End Fossil: Occupy!</span>

(15 Minuten)

- **Ziel: HOPE/plan2win**
- Zustand der Klimabewegung: Krieg, Inflation, Lützerath, Corona, dominiert von weißen, akademisch sozialisierten Menschen, keine großen Machthebel, nicht angemessene Aktionsformen, nicht vom Ziel aus denken —&gt; muss Fokus auf Antikapitalismus setzen (intersektional, antikolonial) —&gt; Schlussfolgerung: gemeinsame Strategie, neue, stabilere Organisierung, Kontakte zu MAPa ausbauen und nutzen, aktuelle Krisen und Wut nutzen und kanalisieren, Massen mobilisieren (Gewerkschaften, Streiks) —&gt; nichts wird dem Kapital so sehr schaden, wie die organisierte Arbeiter\*innenschaft! (Präzisierung des Begriffs Klimakatastrophe, um für revo verwendbar zu sein)
- plan2win (kurz und prägnant mit starkem Bezug zum Hauptanliegen/Wortschatz des Gegenübers): Was können wir erreichen wenn sich hier alle Schülis/Studis/Azubis zusammenschließen, die Schule/Uni besetzen und damit zeigen: Es kann so nicht weitergehen? Dringlichkeit hervorheben und Hoffnung wecken
- was ist organizing? Strategie des Machtaufbaus durch Verschiebung der Kräfteverhältnisse: Macht liegt in jedem von uns —&gt; Verbindung von ökonomischer, politischer und gesellschaftlicher Macht, hohe Partizipation und Selbstwirksamkeit (Symbolcharakter) —&gt; Mehrheiten werden nicht dem Zufall überlassen: Bewegung aufbauen mit Alternativstrukturen statt darauf zu warten, dass die Politik endlich handelt (wir betteln nicht, sondern sind selbstbewusst, denn uns rennt die Zeit davon…Guterres: We need disruption to end destruction. no more baby steps, no more excuses, no more greenwashing.“)
- Unterschiede Schulen/Unis: Selbstinitiative, systematische Organisierung, Ablauf (Vollversammlung, Programm, outreach)…von beispielen erzählen (Lissabon, Nürnberg, Rotterdam, Wien, Göttingen usw.)
- Strategie 2023: #May WeOccupy, Fokus auf Schulen/Berufsschulen
- gemeinsame Allianzen Klimagerechtigkeitsbewegung und soziale Bewegungen/Arbeitskämpfe: class/antiracist struggles, from profit to benefit
- Jetzt ist der Zeitpunkt, sich zu organisieren. Dein handeln macht einen Unterschied.

## <span class="mw-headline" id="bkmrk-entscheidungsfrage-1">Entscheidungsfrage</span>

(10 Minuten)

- **Ziel: ACTION/Selbstinteresse abfragen**
- Seid ihr bereit, euch zusammenzutun und hier in (Paderborn) gemeinsam mit Schüler\*innen und Studierenden auf der ganzen Welt für das Ende des fossilen Kapitalismus zu kämpfen?
- Stille aushalten.

## <span class="mw-headline" id="bkmrk-kurzer-teaser-in-die-1">Kurzer Teaser in die Planung der Besetzungswelle</span>

(30 Minuten)

- **Ziel: Mit einem Gefühl der Handlungsfähigkeit und viel Motivation nach Hause gehen und weitere Menschen begeistern können**
- Was steht an?: Zeitplan/Ziele bis Mai (legal/action/organizing training und sonstige skillshares, aktionskonsens, teams formen: EA, Awareness/Deeskalation, Presse/Social Media, Organizing/Onboarding, Legal/Secu)…kappas abfragen
- Bündnisarbeit: wo haben wir Kontakte, welche lokalen Akteure gibt es (Machtanalyse)
- Aufgaben verteilen

## <span class="mw-headline" id="bkmrk-kontakt-und-abschied-1">Kontakt und Abschied</span>

(15 Minuten)

- Telegramchannel, Instagram, Mastodon, Website, Signal
- Buddysystem? Bezugsgruppen? Follow Up? Nächstes Treffen?
- Verabredung zum Streik: wer ist da? Persönliche Ansprache auch später in der Kneipe noch möglich
- Checkout/Emo-Runde: Feedback

# Bildungsmaterial

Als Klimagerechtigkeitsbewegung, die die Klimakrise intersektional betrachtet, müssen wir uns einem konstanten Weiterbildungsprozess unterziehen. Mit der Zeit haben haben wir, vor allem durch Kritik von BIPoC (Black, Indigenous, People of Colour) innerhalb und außerhalb der Bewegung, festgestellt, dass uns Wissen zu den Wirkungsprinzipien und den Ursachen der Klimakrise fehlt. Wenn wir den Anspruch haben, die Machtstrukturen und Diskriminierungsformen, die unsere Gesellschaft durchziehen, zu verstehen und diese abzubauen, müssen wir uns damit beschäftigen, wie diese Formen der Unterdrückung in unserer Gesellschaft reproduziert werden, und Betroffenenperspektiven in den Fokus unserer Praxis stellen. Deshalb wollen wir diese Seite nutzen, um Ressourcen und Bildungsmaterial zu diesen intersektionalen Themen zu teilen und allen zugänglich zu machen.

### <span class="mw-headline" id="bkmrk-antirassismus-und-ko-1">Antirassismus und Kolonialismus</span>

- [Broschüre "Kolonialismus und Klimakrise"](https://blog.bundjugend.de/wp-content/uploads/2021/07/Kolonialismus_und_Klimakrise-ueber_500_Jahre_Widerstand.pdf)
- [Bildungsmaterial der 2. Interregionale](https://docs.google.com/document/d/1Kl6RH63UakbMuxuAYIn-AglOvGxirnPEgEQb73WcMUU/edit)
- [Sammlung der AntiRa-Inputs für Lützerath](https://padlet.com/antira_decolonizeluetzi/antira-input-f-r-l-tzi-v3cv2dfc26jsof5k)
- [Übersicht der AntiRa-Inputs von FFF](https://pad.fridaysforfuture.is/p/Antira_Inputs_Link_%C3%9Cbersicht)
- [Kampagne "Decolonize Climate Justice"](https://pad.fridaysforfuture.is/p/Decolonize_Climate_Justice_Kampagne)

### <span id="bkmrk-"></span><span class="mw-headline" id="bkmrk-mapa-k%C3%A4mpfe-und--sit-1">MAPA-Kämpfe und -Situationen</span>

- [Ökozid im Nigerdelta](https://www.africavenir.org/fileadmin/user_upload/Artikel_Peter_Donatus.pdf)

### <span class="mw-headline" id="bkmrk-verschiedenes-1">Verschiedenes</span>

- [Broschüre zur Vergesellschaftung der Energieproduktion](https://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/sonst_publikationen/Vergesellschaftung_Broschur_Web.pdf)

# Archiv

Diese Seiten sind nicht mehr aktuell und beziehen sich auf Strukturen, die es nicht mehr gibt.

# Bundesweite Abstimmungen EFO

<p class="callout danger">End Fossil Deutschland gibt es nicht mehr und das aufgeführte Vorgehen gilt daher nicht mehr. Es ist hier hochgeladen, um als Inspiration für andere Gruppen zu dienen.</p>

## <span class="mw-headline" id="bkmrk-funktion-und-bedeutu-1">Funktion und Bedeutung</span>

Bundesweite Abstimmung sollen eine möglichkeit sein um bundesweites Vorgegen basisdemokratisch zu legitimieren. Wichtig ist, dass diese Abstimmungenm, keine Handlungsvorschrifft für Ortsgruppen bieten. Jede Ortsgruppe kann frei Entscheiden ob sie eine bundesweite Entscheidung mitträgt oder nicht. Wenn sie sehr starke Bedenken gegen diese hat, kann eine Ortsgruppe auch gebrauch von ihrem Vetorecht machen (siehe mehr dazu im Abschnitt dazu)

## <span class="mw-headline" id="bkmrk-ablauf-1">Ablauf</span>

Jede\*s\*r kann eine bundesweite Abstimmung starten. Dies ist möglich über die [Toolswebseite(Inaktiv)](https://tools.endfossil.de/abstimmung.php) welche dann allen Ortsgruppen ermöglich an dieser Abstimmung eine Stimme abzugeben. Zudem sollen alle Abstimmung, welche erstellt werden, auch einmal in die Signalabstimmungsgruppe gestellt werden.

Bundesweite Abstimmungen sind grundsätzlich Ja/Nein Fragen. Die Frage sollte so gestellt werden, dass bei einer Ablehnung, die aktuellen Zustände unterverändert bleiben. Nur bei der Annahme der Abstimmung bzw. des Vorschlags der Abstimmung, kann die Abstimmung ein bestimmtes Handeln legitimieren.

Schülis und Studis in Ortsgruppen haben jeweils 4 Abstimmungsmöglichkeiten und die möglichkeit diese zu begründen (optional):

1. Dafür - Die Ortsgruppe stimmt zu
2. Enthaltung - Die Ortsgruppe will keinen Einfluss auf die Entscheidung haben
3. Dagegen - Die Ortsgruppe ist gegen den Vorschlag
4. Veto - Die Ortsgruppe verhindet die legitimierung der Abstimmung in der aktuellen Form.

## <span class="mw-headline" id="bkmrk-vetorecht-1">Vetorecht</span>

Jeden Ortsgruppe kann ein Veto gegen eine Abstimmung einlegen. Sie verhindert damit, dass die Abstimmung angenommen werden kann. Wenn ein Veto eingereicht wird ist der nächste Schritt, dass der\*die\*das Antragsteller\*in der Abstimmung sich mit der\*dem Vetosteller\*in zusammensetzt und versucht einen Kompromiss zu finden, hier können sich natürlich auch immer menschen anschließen, die mitgestalten wollen. Wenn Bedarf besteht, kann um Support, in Form einer neutralen Person/Gruppe gefragt werden in der Abstimmungssignalgruppe.

Wenn ein Kompromiss gefunden wird, kann die Abstimmung verändert erneut gestellt werden.

## <span class="mw-headline" id="bkmrk-wie-nehme-ich-als-or-1">Wie nehme ich als Ortsgruppe an der Abstimmung teil</span>

1. Die Abstimmungen laufen über das [Abstimmungstool](https://tools.endfossil.de/abstimmung.php)[(Inaktiv)](https://tools.endfossil.de/abstimmung.php) auf der [Toolsseite](http://wiki.endfossil.de/index.php?title=Digitale_Infrastruktur_von_End_Fossil#Tools)[(Inaktiv)](https://tools.endfossil.de/abstimmung.php).
2. Um an der Abstimmung teil zu nehmen, braucht ihr einen Toolsaccount. 
    1. Diesen habt ihr als Ortsgruppe bekommen. Wenn ihr das Passwort nicht kennt, [könnt ihr dieses über eure Mailadresse zurücksetzen](https://tools.endfossil.de/requestPasswordReset.php)[(Inaktiv)](https://tools.endfossil.de/abstimmung.php).
3. Wenn ihr auf der Toolsseite eingeloggt seid, kommt ihr über das Menü dann auf die Abstimmungseite. 
    1. Ihr könnt die entsprechende Abstimmung auswählen und dann nen Button drücken "Als OGname abstimmen" 
        1. Um auszuwählen, wie viele Stimmen ihr habt (abhängig davon, ob Studis und Schülis getrennt), geht auf die [Ortsgruppenübersicht](https://tools.endfossil.de/ortsgruppen.php)[(Inaktiv)](https://tools.endfossil.de/abstimmung.php) und bearbeitet dies in eurer OG.
    2. Dann werdet ihr weiter geleitet auf eine Seite, wo ihr eure Stimme abgeben könnt. (diese könnt ihr jederzeit bis Abstimmungsende zurückziehen)

# Onboarding organisieren

So organisierst du ein Onboarding für deine Ortsgruppe.

Wir haben eine Präsenation vorbereitet, dieses findet ihr hier [auf Canva](https://www.canva.com/design/DAFdoqdd5Rs/l79BUJFCFjPwIfm32ER_xw/view?utm_content=DAFdoqdd5Rs&utm_campaign=designshare&utm_medium=link2&utm_source=sharebutton) oder hier als PDF: [Onboarding Ortsgruppen.pdf](https://wiki.aktivismus.org/attachments/30). Ladet sie gerne als PDF oder Powerpoint herunter und verändert sie nach euerem belieben, wir haben uns mühe gegeben, die wichtigsten Dinge zu den Folien immer in die Notizen der jeweiligen Seite ein zu tragen.

Hier sind aber noch ein paar Sachen, die ihr beachten solltet beim Ablauf/ Planen des Onboardings:

```
- In welchem Rahmen bewerbt ihr das Onboarding (sollte im Bezug auf sensible Inhalte bedacht werden)
- Klären, ob mit oder ohne Handys(wenn ihr sensible Themen besprecht, lieber Handys raus legen)
- Bedürfnisscheck am Anfang sollte folgendes enthalten:
   - Triggerwanrung für die Themen die ihr ansprecht (z.B. Polizeigewalt, Klimakatastrophe etc.)
   - wo sind die Toiletten.
   - Sonst noch Wünsche
   - Bei Fragen gerne melden
   - Passt Deutsch als Sprache?
   - etwas Trinken anbieten (ggf. auch vegane Snacks oder sogar warmes vegane Essen)
```

# Awarenessarbeit

<p class="callout danger">End Fossil Deutschland (und die bundesweite Awareness AG) gibt es nicht mehr und das aufgeführte Vorgehen gilt daher nicht mehr. Es ist hier hochgeladen, um als Inspiration für andere Gruppen zu dienen.</p>

Der Begriff “Awareness” kommt aus dem Englischen „to be aware“ und bedeutet (im weiteren Sinne) „sich bewusst sein, sich informieren, für gewisse Probleme sensibilisiert sein“. Wir verstehen unter Awarenessarbeit, dass wir dazu beitragen wollen, ein langfristiges und nachhaltiges (gemeinsames) Arbeiten zu ermöglichen. Dazu gehört für uns neben dem Mitdenken von verschiedenen Bedürfnissen (z.B. rollstuhlgerechter Zugang, Einhalten von Plenarzeiten, Vorbeugung von Überlastung, ...) ebenso gegenseitige Rücksichtnahme, (z.B. Einhalten und Erfragen von Grenzen) und das Hinterfragen von Machtverhältnissen und problematischen Strukturen.

Wenn Menschen mit einem Anliegen auf uns zu kommen, arbeiten wir parteilich. Das heißt, dass die Perspektive der Person, die eine unangenehme und grenzüberschreitende Erfahrung gemacht hat, im Fokus steht und unterstützt wird.

Außerdem streben wir innerhalb der Bewegung eine Auseinandersetzung mit Bildungsinhalten zu systemischen Problemen an und stellen dafür Awarenesskonzepte und weitere Ressourcen zur Verfügung.

Es ist uns wichtig, dass Entscheidungen für alle nachvollziehbar getroffen werden und alle jederzeit allen Gruppen beitreten und mitentscheiden können.

Bei Fragen und in Konfliktfällen aus Ortsgruppen oder Arbeitsgruppen könnt ihr uns gerne anschreiben. Erreichbar sind wir über die Awareness AG (Signal-)Gruppe, oder über die Mailadresse awareness@endfossil.de

# OG Gründung

<p class="callout info"><span class="mw-headline" id="bkmrk-gr%C3%BCndung-einer-ortsg-1">Gründung einer Ortsgruppe am Beispiel Paderborn</span></p>

### <span class="mw-headline" id="bkmrk-zum-anfang-ein-paar--1">Zum Anfang ein paar kurze Standortinfos zur Stadt Paderborn:</span>

- Großstadt in NRW mit 150.000 Einwohner\*innen
- Direkt von Anfang an Zugang zu gemeinsam nutzbaren Räumlichkeiten 
    - Unser Treffpunkt ist gleichzeitig eine Art Gemeinschaftszentrum für Gruppen wie FFF, GEW, Attac, BUND, UNICEF, ProGrün, Die PARTEI,...
- Kurze Wege durch gut vernetzte Menschen
- Eine Art "linkes Vakuum": wenige und kleine, dafür aber aktive linke Gruppen
- Stadt wird seit quasi immer von der CDU geführt 
    - Wahlergebnisse zwischen 40-50%
    - Sehr konservative und eingeschlafene Stadt
    - besonders frustrierend für eher links orientierte Menschis
- dafür aber auch Universitätsstadt mit ~20.000 Studierenden
- Stadt ist als Rückzugsort für Nazis bekannt aufgrund des sehr geringen Anteils widerstandsbereiter Menschen
- Viele eher linke Menschen fühlen sich in Paderborn gegenüber der großen konservativen Mehrheit sehr handlungsfähig (insbesondere Menschen, die dort aufgewachsen sind). Mit unserem Narrativ und unserem Plan to win rennen wir dort teils offene Türen ein. Viele Menschen sind dankbar, dass es uns gibt. Auf dem Klimastreik haben sehr viele der Anwesenden mehrmals "End Fossil: Occupy!" gerufen.

### <span class="mw-headline" id="bkmrk-vorgeschichte-der-og-1">Vorgeschichte der OG-Gründung</span>

- Interesse wecken und Onboarding bei Freunden/ehemaligen Kollegen aus Nachbarstadt
- Direkte Teilnahme (zu dritt) am mehrtägigen, internationalen End Fossil Kongress in Bern (18.-20.02) 
    - \[[\[1\]](https://cloud.endfossil.de/index.php/f/34460)\]Protokoll
    - Viele Eindrücke und Motivation durch Erfahrungsberichte aus der ersten Besetzungswelle 2022, internationaler Austausch und Vernetzung mit vielen anderen OGs
- Flyer\[[\[2\]](https://cloud.endfossil.de/index.php/f/32340)\] für den Weltklimastreik (03.03) designed und bestellt
- Erste Kontakte zu anderen Klimagerechtigkeitsbewegungen bzw. generell linken Gruppen vor Ort gesucht (FridaysForFuture, StudentsForFuture) 
    - zufällige Begegnung auf einer bundesweiten Konferenz mit Mensch von den Students und dadurch vereinfachter Kontakt zur Klimabubble in PB
- Einen Instagram Account erstellt 
    - innerhalb weniger Tage auf 70 Followis gekommen
    - Fake it until you make it! Menschen machen eher bei einer neuen Gruppe mit, wenn sie einen erfolgreichen Eindruck vermittelt
- Zu gemeinsamen Banner malen eingeladen 
    - Bannerstoff, Farbe und Pinsel wurden aus dem bundesweiten EFO-Finanztopf finanziert (formlose Mail an Finanz AG)
    - Es ist zwar niemand Anderes gekommen, so ist aber zumindest schonmal der Eindruck entstanden, dass wir es ernst meinen
- Rede\[[\[3\]](https://cloud.endfossil.de/index.php/s/edNjXw43ZEaf2oT)\] für den globalen Klimastreik geschrieben
- Auf dem Kimastreik mit Banner, Flyern, 1zu1 Gesprächen und einem Redebeitrag sehr gute Präsenz gezeigt und zu einem offenen Treffen in der nächsten Woche eingeladen 
    - Wir haben uns mit dem Transpi direkt an den Anfang der Demo gestellt
    - Gute Präsenz hat sich auch in der Berichterstattung der Lokalzeitungen gezeigt \[[\[4\]](https://www.nw.de/lokal/kreis_paderborn/paderborn/23500668_Fridays-for-Future-Demonstrierende-ziehen-fuer-den-Klimaschutz-durch-Paderborn.html)\]\[[\[5\]](https://www.westfalen-blatt.de/owl/kreis-paderborn/paderborn/500-teilnehmer-klimastreik-paderborn-fridays-for-future-2716756)\]

### <span class="mw-headline" id="bkmrk-erstes-plenum-1">Erstes Plenum</span>

- Zum offenen Treffen in der Folgewoche (07.03) sind dann 9 weitere Interessierte erschienen (insgesamt also 12 Menschen)​​​​​​​​​​​​​ 
    - Vorher eine Struktur fürs Plenum überlegen: Ablauf war an 6-Punkte-Ansprachegespräch orientiert: es hat tatsächlich funktioniert und bis auf eine Person sind alle dabei geblieben 
        - [Ablauf Kickoff Plenum](https://wiki.endfossil.de/index.php?title=Ablauf_Kickoff_Plenum "Ablauf Kickoff Plenum")

### <span id="bkmrk-"></span><span class="mw-headline" id="bkmrk-aktivit%C3%A4ten-und-akti-1">Aktivitäten und Aktionen seit der Gründung</span>

- Direkt am nächsten Morgen (08.03) um 7 Uhr mit 6 Menschis zum allerersten Streik der Arbeiter\*innen des lokalen Stadtbusunternehmens gegangen 
    - Solidarität bekundet und Gespräche mit Beschäftigten gesucht
    - Kontakt zum Betriebsratsvorsitzenden hergestellt
- Seitdem regelmäßige Plena (wöchentlich) mit 8-11 Teilnehmenden und eine aktive Signalgruppe mit 11 Mitgliedern 
    - Free Food funktioniert immer! Bei jedem Plenum gibt es vegane Snacks (z.B. selbstgemachte Nussecken, Zimtschnecken, Minipizzen, Sachertorte, Couscoussalat, etc.) und Getränke...mit freundlicher Unterstützung der Kommunalpolitik^^
- Sofern Kapazitäten vorhanden besuchen wir Veranstaltungen anderer linken Gruppen (Klimagerechtigkeit, Antirassismus, AidsHilfe etc.) vor Ort und helfen mit 
    - Socializing/Bündnisarbeit
    - Mit 3 Menschen und Banner Teilnahme an der Demo vor der RWE Zentrale in Essen (18.03)
    - Mit 7 Menschis ein neues Banner für die TV-N Demo (27.03) gemalt und mit 4 Menschis dran teilgenommen 
        - Ebenfalls Gespräche mit den Beschäftigten gesucht und spontane Rede/Grußwort
        - Wir waren sogar kurz live im WDR :P
- Zeitplan und Meilensteine bis zur Besetzungswelle wurden in einem der ersten Plena besprochen und seitdem umgesetzt

——— to be continued ———

# E-Mail Verschlüsselung

E-Mail-Verschlüsselung wird verwendet, um *vertrauliche Informationen* per E-Mail von einer Person zu einer anerden Person zu schicken. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist dabei eine besonders sichere Form der Verschlüsselung, da bei dieser die Nachricht über alle Übertragungsstationen hinweg verschlüsselt bleibt. Selbst wenn die E-Mail also auf dem Weg abgefangen werden sollte, ist sie ohne den richtigen Schlüssel wertlos.

### <span class="mw-headline" id="bkmrk-pgp-%28pretty-good-pri-1">PGP (Pretty Good Privacy)</span>

[PGP (Pretty Good Privacy)](https://de.wikipedia.org/wiki/Pretty_Good_Privacy) ist eine häufig verwendete asymmetrische Ende zu Ende Verschlüsselungssoftware für E-Mails. Dabei werden für jede E-Mail Adresse zwei Schlüssel erstellt. Der **Public Key** (Öffentlicher Schlüssel) und der **Private Key** (Privater Schlüssel). Wie der Name schon sagt, darf und muss der Public Key öffentlich geteilt werden, denn mit diesem können Menschen E-Mails die sie an euch senden wollen erst verschlüsseln. Der Private Key hingegen darf auf keinen Fall weitergegeben werden oder verloren gehen, denn mit diesem kann die verschlüsselte Nachricht wieder entschlüsselt werden. Bekommt also eine andere Person als du selbst den Private Key in die Hände ist die komplette Verschlüsselung hinfällig.

Einige E-Mail Clients, wie zum Beispiel Thunderbird unterstützen PGP schon direkt. Bei anderen Programmen, wie zum Beispiel dem EndFossil Web-Client, muss noch ein extra Plugin installiert werden damit Nachrichten ver- und entschlüsselt werden können.

### <span id="bkmrk-"></span><span class="mw-headline" id="bkmrk-pgp-verschl%C3%BCsselung--1">PGP Verschlüsselung in Thunderbird einrichten</span>

#### <span class="mw-headline" id="bkmrk-vorweg-1">Vorweg</span>

Wenn ihr die Ende-zu-Ende Verschlüsslung für ein E-Mail-Postfach auf eurem Gerät aktiviert, können verschlüsselte Mails nur noch über dieses Gerät auch wieder entschlüsselt werden. Die jeweilige E-Mail Adresse wird sozusagen an euer Gerät gebunden. (nicht nachverfolgbar und auch nicht wirklich - keine Sorge)

Andere Personen können sich dann zwar im Postfach einloggen, sehen aber nur die verschlüsselten Mails und können diese nicht lesen. Die Idee eines Postfachs, auf das mehrere Personen zugreifen können, geht damit verloren - dafür habt ihr die Garantie, dass keine 3. Partei mitliest. Das Ganze gilt natürlich nur für Mails die Ende-zu-Ende verschlüsselt wurden. Bei unverschlüsselten Mails bleibt alles wie gehabt.<span class="mw-headline" id="bkmrk-e-mail-konto-in-thun-1"></span>

#### <span class="mw-headline" id="bkmrk-openpgp-aktivieren-1">OpenPGP aktivieren</span>

1\. Öffne die **Einstellungen** in dem du unten links aus das Zahnrad klickst

2\. Klicke auf **Konten-Einstellungen** und wähle in der List bei der entsprechenden *@endfossil.de* E-Mail Adresse **Ende-zu-Ende-Verschlüsselung** aus

3\. In der Kategorie OpenPGP einen **Schlüssel hinzufügen**. Je nach Bedarf könnt ihr nun einen neuen Schlüssel erzeugen oder einen bestehenden importieren. Bei der Erzeugung empfiehlt sich   **Ablaufdatum von 2-3 Jahren** um regelmäßig auf evtl. neue und stärkere Verschlüsselungen zu upgraden. Bei der Schlüsselgröße solltet ihr möglichst hohe Werte, für eine möglichst sichere Kommunikation, wählen. Aktuell (Stand 2023) ist **RSA mit Schlüsselgröße 4096** zu empfehlen.

4\. Auf **Schlüssel erzeugen** klicken und fertig!

#### <span class="mw-headline" id="bkmrk-e-mails-schreiben-1">E-Mails schreiben</span>

1\. Erstelle und schreibe ganz normal deine E-Mail.

2\. Um diese nun Ende-zu-Ende zu verschlüsseln achte darauf, dass du oben in der Symbolleiste auf Verschlüsselung klickst, sodass das Schloss nicht mehr durchgestrichen ist.

3\. Falls in Thunderbird für die E-Mail Adresse an die du schreiben möchtest noch kein PGP-Schlüssel hinterlegt ist, zeigt dir Thunderbird eine Fehlermeldung an und du kannst unter **Beheben** einen Schlüssel importieren

4\. Normalerweise hängt Thunderbird automatisch den zu deiner E-Mail Adresse gehörigen Public Key als Anhang an. Falls du einer Person zum ersten Mal schreibst, klicke am besten noch mal auf den Pfeil bei Anhängen und vergewissere dich, dass ein Haken neben “Mein öffentlicher OpenPGP-Schlüssel” ist. Denn sonst kann dir die Person nicht verschlüsselt antworten

5\. Auf **Senden** klicken und das wars auch schon! So einfach kannst du sicher und verschlüsselt per E-Mail kommunizieren

# Mobimaterial drucken

<p class="callout info"><span class="mw-headline">Hier ein kleines Skill-share am Beispiel dessen, wie Aachen Mobi-Material drucken lässt. </span></p>

### <span class="mw-headline" id="bkmrk-1.-die-druckdateien-1">1. DIE DRUCKDATEIEN</span>

Um beispielsweise Plakate zu bestellen braucht ihr erstmal eure "Druckdateien". Diese erstellt ihr am besten direkt im richtigen Farbmodus für den Drucker: CMYK (Erklärung dazu: [https://www.printano.de/tipps/wissenswertes/cmyk-farbraum/](https://www.printano.de/tipps/wissenswertes/cmyk-farbraum/)). Ansonsten können die Farben nachher ganz anders aussehen als auf dem Bildschirm. Außerdem wichtig ist ein sogenannter "Anschnitt". Der beträgt bei der folgenden Druckerei (und ansonsten auch meistens) 3mm. Das heißt zusammengefasst nur das das Design in alle Richtungen 3mm länger erstellt wird als die Größe des fertigen Produkts, dieser Bereich aber von der Druckerei weggeschnitten wird (also drauf achten genug platz am Rand zu lassen!) Alle wichtigen Dinge für die Druckdateien stehen auch nochmal jeweils bei den Produkt-Details (bei der nachfolgenden Druckerei) und hier: [https://www.wir-machen-druck.de/druckdaten.html](https://www.wir-machen-druck.de/druckdaten.html)

Eine Bundesweite Sammlung von bereits existierenden Designs findet ihr unter folgenden Link, teilt da unbedingt auch eure Designs: [https://cloud.endfossil.de/index.php/f/32324](https://cloud.endfossil.de/index.php/f/32324) (Zugriff nur mit cloud-account, bei fragen dazu an die IT-AG wenden)

### <span id="bkmrk-"></span><span class="mw-headline" id="bkmrk-2.-sachen-%28online%29-d-1">2. SACHEN (ONLINE) DRUCKEN LASSEN</span>

Wir nutzen in Aachen schon länger diese Online Druckerei weil Günstig: [https://wir-machen-druck.de](https://wir-machen-druck.de) Um dort Sachen zu bestellen müsst ihr euch allerdings einen kostenlosen Account einrichten, das ist nicht viel Aufwand und geht unter diesem Link: [https://wir-machen-druck.de/adresse.htm](https://wir-machen-druck.de/adresse.htm) Danach könnt ihr eure Produkte auswählen. Einige häufige Fragen zum Drucken werden hier beantwortet: [https://www.wir-machen-druck.de/faq.htm](https://www.wir-machen-druck.de/faq.htm)

### <span class="mw-headline" id="bkmrk-3.-bezahlung-1">3. BEZAHLUNG</span>

Bei "Wir machen Druck" habt ihr ab dem Zeitpunkt an dem eure Sachen verschickt werden 30 Tage zeit um die Rechnung (wird euch für jedes Produkt einzeln per-Email geschickt) zu bezahlen. Für die Finanzierung wendet euch an die Finanz-AG :)

### <span id="bkmrk--1"></span><span class="mw-headline" id="bkmrk-noch-fragen%3F-1">NOCH FRAGEN?</span>

Schreibt gerne z.B. Robin aus Aachen bei Fragen, ansonsten könnt ihr euch an die Druckerei wenden.

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