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Diese Seiten sind nicht mehr aktuell und beziehen sich auf Strukturen, die es nicht mehr gibt.
- Bundesweite Abstimmungen EFO
- Onboarding organisieren
- Awarenessarbeit
- OG Gründung
- E-Mail Verschlüsselung
Bundesweite Abstimmungen EFO
End Fossil Deutschland gibt es nicht mehr und das aufgeführte Vorgehen gilt daher nicht mehr. Es ist hier hochgeladen, um als Inspiration für andere Gruppen zu dienen.
Funktion und Bedeutung
Bundesweite Abstimmung sollen eine möglichkeit sein um bundesweites Vorgegen basisdemokratisch zu legitimieren. Wichtig ist, dass diese Abstimmungenm, keine Handlungsvorschrifft für Ortsgruppen bieten. Jede Ortsgruppe kann frei Entscheiden ob sie eine bundesweite Entscheidung mitträgt oder nicht. Wenn sie sehr starke Bedenken gegen diese hat, kann eine Ortsgruppe auch gebrauch von ihrem Vetorecht machen (siehe mehr dazu im Abschnitt dazu)
Ablauf
Jede*s*r kann eine bundesweite Abstimmung starten. Dies ist möglich über die Toolswebseite(Inaktiv) welche dann allen Ortsgruppen ermöglich an dieser Abstimmung eine Stimme abzugeben. Zudem sollen alle Abstimmung, welche erstellt werden, auch einmal in die Signalabstimmungsgruppe gestellt werden.
Bundesweite Abstimmungen sind grundsätzlich Ja/Nein Fragen. Die Frage sollte so gestellt werden, dass bei einer Ablehnung, die aktuellen Zustände unterverändert bleiben. Nur bei der Annahme der Abstimmung bzw. des Vorschlags der Abstimmung, kann die Abstimmung ein bestimmtes Handeln legitimieren.
Schülis und Studis in Ortsgruppen haben jeweils 4 Abstimmungsmöglichkeiten und die möglichkeit diese zu begründen (optional):
- Dafür - Die Ortsgruppe stimmt zu
- Enthaltung - Die Ortsgruppe will keinen Einfluss auf die Entscheidung haben
- Dagegen - Die Ortsgruppe ist gegen den Vorschlag
- Veto - Die Ortsgruppe verhindet die legitimierung der Abstimmung in der aktuellen Form.
Vetorecht
Jeden Ortsgruppe kann ein Veto gegen eine Abstimmung einlegen. Sie verhindert damit, dass die Abstimmung angenommen werden kann. Wenn ein Veto eingereicht wird ist der nächste Schritt, dass der*die*das Antragsteller*in der Abstimmung sich mit der*dem Vetosteller*in zusammensetzt und versucht einen Kompromiss zu finden, hier können sich natürlich auch immer menschen anschließen, die mitgestalten wollen. Wenn Bedarf besteht, kann um Support, in Form einer neutralen Person/Gruppe gefragt werden in der Abstimmungssignalgruppe.
Wenn ein Kompromiss gefunden wird, kann die Abstimmung verändert erneut gestellt werden.
Wie nehme ich als Ortsgruppe an der Abstimmung teil
- Die Abstimmungen laufen über das Abstimmungstool(Inaktiv) auf der Toolsseite(Inaktiv).
- Um an der Abstimmung teil zu nehmen, braucht ihr einen Toolsaccount.
- Diesen habt ihr als Ortsgruppe bekommen. Wenn ihr das Passwort nicht kennt, könnt ihr dieses über eure Mailadresse zurücksetzen(Inaktiv).
- Wenn ihr auf der Toolsseite eingeloggt seid, kommt ihr über das Menü dann auf die Abstimmungseite.
- Ihr könnt die entsprechende Abstimmung auswählen und dann nen Button drücken "Als OGname abstimmen"
- Um auszuwählen, wie viele Stimmen ihr habt (abhängig davon, ob Studis und Schülis getrennt), geht auf die Ortsgruppenübersicht(Inaktiv) und bearbeitet dies in eurer OG.
- Dann werdet ihr weiter geleitet auf eine Seite, wo ihr eure Stimme abgeben könnt. (diese könnt ihr jederzeit bis Abstimmungsende zurückziehen)
- Ihr könnt die entsprechende Abstimmung auswählen und dann nen Button drücken "Als OGname abstimmen"
Onboarding organisieren
So organisierst du ein Onboarding für deine Ortsgruppe.
Wir haben eine Präsenation vorbereitet, dieses findet ihr hier auf Canva oder hier als PDF: Onboarding Ortsgruppen.pdf. Ladet sie gerne als PDF oder Powerpoint herunter und verändert sie nach euerem belieben, wir haben uns mühe gegeben, die wichtigsten Dinge zu den Folien immer in die Notizen der jeweiligen Seite ein zu tragen.
Hier sind aber noch ein paar Sachen, die ihr beachten solltet beim Ablauf/ Planen des Onboardings:
- In welchem Rahmen bewerbt ihr das Onboarding (sollte im Bezug auf sensible Inhalte bedacht werden) - Klären, ob mit oder ohne Handys(wenn ihr sensible Themen besprecht, lieber Handys raus legen) - Bedürfnisscheck am Anfang sollte folgendes enthalten: - Triggerwanrung für die Themen die ihr ansprecht (z.B. Polizeigewalt, Klimakatastrophe etc.) - wo sind die Toiletten. - Sonst noch Wünsche - Bei Fragen gerne melden - Passt Deutsch als Sprache? - etwas Trinken anbieten (ggf. auch vegane Snacks oder sogar warmes vegane Essen)
Awarenessarbeit
End Fossil Deutschland (und die bundesweite Awareness AG) gibt es nicht mehr und das aufgeführte Vorgehen gilt daher nicht mehr. Es ist hier hochgeladen, um als Inspiration für andere Gruppen zu dienen.
Der Begriff “Awareness” kommt aus dem Englischen „to be aware“ und bedeutet (im weiteren Sinne) „sich bewusst sein, sich informieren, für gewisse Probleme sensibilisiert sein“. Wir verstehen unter Awarenessarbeit, dass wir dazu beitragen wollen, ein langfristiges und nachhaltiges (gemeinsames) Arbeiten zu ermöglichen. Dazu gehört für uns neben dem Mitdenken von verschiedenen Bedürfnissen (z.B. rollstuhlgerechter Zugang, Einhalten von Plenarzeiten, Vorbeugung von Überlastung, ...) ebenso gegenseitige Rücksichtnahme, (z.B. Einhalten und Erfragen von Grenzen) und das Hinterfragen von Machtverhältnissen und problematischen Strukturen.
Wenn Menschen mit einem Anliegen auf uns zu kommen, arbeiten wir parteilich. Das heißt, dass die Perspektive der Person, die eine unangenehme und grenzüberschreitende Erfahrung gemacht hat, im Fokus steht und unterstützt wird.
Außerdem streben wir innerhalb der Bewegung eine Auseinandersetzung mit Bildungsinhalten zu systemischen Problemen an und stellen dafür Awarenesskonzepte und weitere Ressourcen zur Verfügung.
Es ist uns wichtig, dass Entscheidungen für alle nachvollziehbar getroffen werden und alle jederzeit allen Gruppen beitreten und mitentscheiden können.
Bei Fragen und in Konfliktfällen aus Ortsgruppen oder Arbeitsgruppen könnt ihr uns gerne anschreiben. Erreichbar sind wir über die Awareness AG (Signal-)Gruppe, oder über die Mailadresse awareness@endfossil.de
OG Gründung
Gründung einer Ortsgruppe am Beispiel Paderborn
Zum Anfang ein paar kurze Standortinfos zur Stadt Paderborn:
- Großstadt in NRW mit 150.000 Einwohner*innen
- Direkt von Anfang an Zugang zu gemeinsam nutzbaren Räumlichkeiten
- Unser Treffpunkt ist gleichzeitig eine Art Gemeinschaftszentrum für Gruppen wie FFF, GEW, Attac, BUND, UNICEF, ProGrün, Die PARTEI,...
- Kurze Wege durch gut vernetzte Menschen
- Eine Art "linkes Vakuum": wenige und kleine, dafür aber aktive linke Gruppen
- Stadt wird seit quasi immer von der CDU geführt
- Wahlergebnisse zwischen 40-50%
- Sehr konservative und eingeschlafene Stadt
- besonders frustrierend für eher links orientierte Menschis
- dafür aber auch Universitätsstadt mit ~20.000 Studierenden
- Stadt ist als Rückzugsort für Nazis bekannt aufgrund des sehr geringen Anteils widerstandsbereiter Menschen
- Viele eher linke Menschen fühlen sich in Paderborn gegenüber der großen konservativen Mehrheit sehr handlungsfähig (insbesondere Menschen, die dort aufgewachsen sind). Mit unserem Narrativ und unserem Plan to win rennen wir dort teils offene Türen ein. Viele Menschen sind dankbar, dass es uns gibt. Auf dem Klimastreik haben sehr viele der Anwesenden mehrmals "End Fossil: Occupy!" gerufen.
Vorgeschichte der OG-Gründung
- Interesse wecken und Onboarding bei Freunden/ehemaligen Kollegen aus Nachbarstadt
- Direkte Teilnahme (zu dritt) am mehrtägigen, internationalen End Fossil Kongress in Bern (18.-20.02)
- [[1]]Protokoll
- Viele Eindrücke und Motivation durch Erfahrungsberichte aus der ersten Besetzungswelle 2022, internationaler Austausch und Vernetzung mit vielen anderen OGs
- Flyer[[2]] für den Weltklimastreik (03.03) designed und bestellt
- Erste Kontakte zu anderen Klimagerechtigkeitsbewegungen bzw. generell linken Gruppen vor Ort gesucht (FridaysForFuture, StudentsForFuture)
- zufällige Begegnung auf einer bundesweiten Konferenz mit Mensch von den Students und dadurch vereinfachter Kontakt zur Klimabubble in PB
- Einen Instagram Account erstellt
- innerhalb weniger Tage auf 70 Followis gekommen
- Fake it until you make it! Menschen machen eher bei einer neuen Gruppe mit, wenn sie einen erfolgreichen Eindruck vermittelt
- Zu gemeinsamen Banner malen eingeladen
- Bannerstoff, Farbe und Pinsel wurden aus dem bundesweiten EFO-Finanztopf finanziert (formlose Mail an Finanz AG)
- Es ist zwar niemand Anderes gekommen, so ist aber zumindest schonmal der Eindruck entstanden, dass wir es ernst meinen
- Rede[[3]] für den globalen Klimastreik geschrieben
- Auf dem Kimastreik mit Banner, Flyern, 1zu1 Gesprächen und einem Redebeitrag sehr gute Präsenz gezeigt und zu einem offenen Treffen in der nächsten Woche eingeladen
Erstes Plenum
- Zum offenen Treffen in der Folgewoche (07.03) sind dann 9 weitere Interessierte erschienen (insgesamt also 12 Menschen)
- Vorher eine Struktur fürs Plenum überlegen: Ablauf war an 6-Punkte-Ansprachegespräch orientiert: es hat tatsächlich funktioniert und bis auf eine Person sind alle dabei geblieben
Aktivitäten und Aktionen seit der Gründung
- Direkt am nächsten Morgen (08.03) um 7 Uhr mit 6 Menschis zum allerersten Streik der Arbeiter*innen des lokalen Stadtbusunternehmens gegangen
- Solidarität bekundet und Gespräche mit Beschäftigten gesucht
- Kontakt zum Betriebsratsvorsitzenden hergestellt
- Seitdem regelmäßige Plena (wöchentlich) mit 8-11 Teilnehmenden und eine aktive Signalgruppe mit 11 Mitgliedern
- Free Food funktioniert immer! Bei jedem Plenum gibt es vegane Snacks (z.B. selbstgemachte Nussecken, Zimtschnecken, Minipizzen, Sachertorte, Couscoussalat, etc.) und Getränke...mit freundlicher Unterstützung der Kommunalpolitik^^
- Sofern Kapazitäten vorhanden besuchen wir Veranstaltungen anderer linken Gruppen (Klimagerechtigkeit, Antirassismus, AidsHilfe etc.) vor Ort und helfen mit
- Socializing/Bündnisarbeit
- Mit 3 Menschen und Banner Teilnahme an der Demo vor der RWE Zentrale in Essen (18.03)
- Mit 7 Menschis ein neues Banner für die TV-N Demo (27.03) gemalt und mit 4 Menschis dran teilgenommen
- Ebenfalls Gespräche mit den Beschäftigten gesucht und spontane Rede/Grußwort
- Wir waren sogar kurz live im WDR :P
- Zeitplan und Meilensteine bis zur Besetzungswelle wurden in einem der ersten Plena besprochen und seitdem umgesetzt
——— to be continued ———
E-Mail Verschlüsselung
E-Mail-Verschlüsselung wird verwendet, um vertrauliche Informationen per E-Mail von einer Person zu einer anerden Person zu schicken. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist dabei eine besonders sichere Form der Verschlüsselung, da bei dieser die Nachricht über alle Übertragungsstationen hinweg verschlüsselt bleibt. Selbst wenn die E-Mail also auf dem Weg abgefangen werden sollte, ist sie ohne den richtigen Schlüssel wertlos.
PGP (Pretty Good Privacy)
PGP (Pretty Good Privacy) ist eine häufig verwendete asymmetrische Ende zu Ende Verschlüsselungssoftware für E-Mails. Dabei werden für jede E-Mail Adresse zwei Schlüssel erstellt. Der Public Key (Öffentlicher Schlüssel) und der Private Key (Privater Schlüssel). Wie der Name schon sagt, darf und muss der Public Key öffentlich geteilt werden, denn mit diesem können Menschen E-Mails die sie an euch senden wollen erst verschlüsseln. Der Private Key hingegen darf auf keinen Fall weitergegeben werden oder verloren gehen, denn mit diesem kann die verschlüsselte Nachricht wieder entschlüsselt werden. Bekommt also eine andere Person als du selbst den Private Key in die Hände ist die komplette Verschlüsselung hinfällig.
Einige E-Mail Clients, wie zum Beispiel Thunderbird unterstützen PGP schon direkt. Bei anderen Programmen, wie zum Beispiel dem EndFossil Web-Client, muss noch ein extra Plugin installiert werden damit Nachrichten ver- und entschlüsselt werden können.
PGP Verschlüsselung in Thunderbird einrichten
Vorweg
Wenn ihr die Ende-zu-Ende Verschlüsslung für ein E-Mail-Postfach auf eurem Gerät aktiviert, können verschlüsselte Mails nur noch über dieses Gerät auch wieder entschlüsselt werden. Die jeweilige E-Mail Adresse wird sozusagen an euer Gerät gebunden. (nicht nachverfolgbar und auch nicht wirklich - keine Sorge)
Andere Personen können sich dann zwar im Postfach einloggen, sehen aber nur die verschlüsselten Mails und können diese nicht lesen. Die Idee eines Postfachs, auf das mehrere Personen zugreifen können, geht damit verloren - dafür habt ihr die Garantie, dass keine 3. Partei mitliest. Das Ganze gilt natürlich nur für Mails die Ende-zu-Ende verschlüsselt wurden. Bei unverschlüsselten Mails bleibt alles wie gehabt.
OpenPGP aktivieren
1. Öffne die Einstellungen in dem du unten links aus das Zahnrad klickst
2. Klicke auf Konten-Einstellungen und wähle in der List bei der entsprechenden @endfossil.de E-Mail Adresse Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aus
3. In der Kategorie OpenPGP einen Schlüssel hinzufügen. Je nach Bedarf könnt ihr nun einen neuen Schlüssel erzeugen oder einen bestehenden importieren. Bei der Erzeugung empfiehlt sich Ablaufdatum von 2-3 Jahren um regelmäßig auf evtl. neue und stärkere Verschlüsselungen zu upgraden. Bei der Schlüsselgröße solltet ihr möglichst hohe Werte, für eine möglichst sichere Kommunikation, wählen. Aktuell (Stand 2023) ist RSA mit Schlüsselgröße 4096 zu empfehlen.
4. Auf Schlüssel erzeugen klicken und fertig!
E-Mails schreiben
1. Erstelle und schreibe ganz normal deine E-Mail.
2. Um diese nun Ende-zu-Ende zu verschlüsseln achte darauf, dass du oben in der Symbolleiste auf Verschlüsselung klickst, sodass das Schloss nicht mehr durchgestrichen ist.
3. Falls in Thunderbird für die E-Mail Adresse an die du schreiben möchtest noch kein PGP-Schlüssel hinterlegt ist, zeigt dir Thunderbird eine Fehlermeldung an und du kannst unter Beheben einen Schlüssel importieren
4. Normalerweise hängt Thunderbird automatisch den zu deiner E-Mail Adresse gehörigen Public Key als Anhang an. Falls du einer Person zum ersten Mal schreibst, klicke am besten noch mal auf den Pfeil bei Anhängen und vergewissere dich, dass ein Haken neben “Mein öffentlicher OpenPGP-Schlüssel” ist. Denn sonst kann dir die Person nicht verschlüsselt antworten
5. Auf Senden klicken und das wars auch schon! So einfach kannst du sicher und verschlüsselt per E-Mail kommunizieren