# Datenbanken BKA

# Apparat

= Das BKA =

Das Bundeskriminalamt (BKA) ist eine dem Bundesministerium des Innern nachgeordnete Bundesoberbehörde der Bundesrepublik Deutschland mit Standorten in Wiesbaden (Hauptsitz), Berlin und Meckenheim (da ist der Sitz der [[Staatsschutz]]-Abteilung). Zusammen mit der [[Bundespolizei]] und dem [[Zoll]] ist es eine der drei [[Datenbanken der Bundespolizeien|Polizeien des Bundes]].

== Aufgaben des BKA ==

Die Aufgaben des Bundeskriminalamtes leiten sich aus den Artikel 73 Nr.
10 und Artikel 87 GG ab. Danach hat der Bund die ausschließliche
Gesetzgebung über „[…] die Zusammenarbeit des Bundes und der Länder in
der Kriminalpolizei“ sowie die „[…] Einrichtung eines
Bundeskriminalpolizeiamtes und die internationale
Verbrechensbekämpfung“. Zu diesem Zweck kann der Bund durch Gesetz „[…]
Zentralstellen für das polizeiliche Auskunfts- und Nachrichtenwesen, für
die Kriminalpolizei und zur Sammlung von Unterlagen“ errichten.
Konsenterweise ist das BKA schon traditionell der größte Datenmoloch auf
polizeilicher Seite in der BRD (vgl. [[Datenbanken BKA]]). 

In den 2000er Jahren hat sich das BKA von den verschiedenen Regierungen
zahlreiche neue Komptenzen übertragen lassen, insbesondere Rechte, zur
Gefahrenabwehr tätig zu werden und in etlichen Gremien (z.B. GTAZ) eng
mit Geheimdiensten zusammenzuarbeiten.

== NS-Vergangenheit des BKA ==

Ende 1945 wurden von den alliierten Besatzungsmächten erste regionale
Kriminalämter eingerichtet. Die Landesregierungen fassten in Abstimmung
mit den Alliierten die regionalen Kriminalämter zu
„Landeskriminalpolizeiämtern“ zusammen. Das Grundgesetz bestätigte, dass
die Polizeihoheit nicht beim Bund, sondern bei den Ländern liegt. Dem
Bund wurde lediglich die Befugnis zugebilligt, ein zentrales
Kriminalpolizeiamt zu unterhalten (Art. 73, 87 GG). 

Auf dieser verfassungsrechtlichen Grundlage trat am 15. März 1951 das
Gesetz über die Einrichtung eines Bundeskriminalpolizeiamtes
(Bundeskriminalamtes) (BKAG) in Kraft. Die Behörde entstand aus Kreisen
des ehemaligen Reichssicherheitshauptamts (in dem SS, Gestapo und
Kriminalpolizei zusammengefasst war) und wies bei ihrer
Gründung logischerweise einen ungewöhnlich hohen Anteil
von ehemaligen Mitgliedern der NSDAP und Angehörigen der SS auf.
Aufgebaut wurde sie unter der Leitung der Kriminalkommissare und
ehemaligen SS-Angehörigen Paul Dickopf und Rolf Holle. Noch 1959 hatten
nur zwei von 47 leitenden Beamten des BKAs keine NS-Vergangenheit, 33
waren ehemalige
SS-Führer; dies und mehr findet sich im aufschlussreichen Buch 
[[http://www.perlentaucher.de/buch/8414.html|Die braunen Wurzel des BKA]] 
von des BKA-Ausstigers Dieter Schenk.

Die NS-Vergangenheit bedingte Schenk zufolge auch die Halbherzigkeit bei
der Bekämpfung neonazistischer Umtriebe. Der Begriff Rechtsterrorismus wird
bei der Polizei vermieden – man spricht vom
Linksterrorismus und vom Rechtsradikalismus. Über Jahrzehnte hat das BKA
30 Bedienstete im Kampf gegen Rechts und 300 im Kampf gegen Links
eingesetzt (z.B. 
[[http://jungle-world.com/artikel/2005/50/16573.html|Jungle World 2005: Kameraden im Dienst]]).


=== Weiteres zur Geschichte ===

 * [[http://www.heise.de/newsticker/meldung/60-Jahre-BKA-Von-der-mechanisierten-Verbrechensbekaempfung-zu-INPOL-neu-1203978.html|Eine kurze Geschichte des BKA]] lieferte Heise online zum 60. der Behörde.